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Koblenz

Millionen für Betriebshof: Eine neue Basis für Stadtgärtner und Co.

Stephanie Mersmann

Gerade seit der Bundesgartenschau 2011 hat der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen einen echten Aufwind erlebt. Die Gestaltung des städtischen Grüns spielt in Koblenz eine so wichtige Rolle wie kaum je zuvor – und dennoch arbeiten die rund 140 Mitarbeiter bislang in einem Betriebshof, der in einem desolaten Zustand ist.

Werkleiter Andreas Drechsler auf dem alten Betriebshof des Eigenbetriebs Grünflächen- und Bestattungswesen.
Werkleiter Andreas Drechsler auf dem alten Betriebshof des Eigenbetriebs Grünflächen- und Bestattungswesen.
Foto: Stephanie Mersmann

„Die Gebäude sind völlig marode“, sagt Werkleiter Andreas Drechsler im Gespräch mit der RZ. Die Berufsgenossenschaft hat dies immer wieder bemängelt und den Zustand nur geduldet, weil eine Gesamtlösung seit Längerem im Raum stand.

Und nun ist es so weit: Der Betriebshof des Eigenbetriebs wird bis auf das Verwaltungsgebäude und die Gewächshäuser der Stadtgärtnerei komplett neu gebaut. 5,7 Millionen Euro werden in das Projekt am Rande des Hauptfriedhofs in der Beatusstraße investiert, das Land gewährt eine Förderung von 2,5 Millionen Euro. Den Beschluss hat der Stadtrat kürzlich gefasst.

Die bisherigen Gebäude des Betriebshofs sind rund 50 Jahre alt, schätzt Drechsler – und in einem Zustand, der längst nicht mehr den betrieblichen Anforderungen entspricht. „Die Bausubstanz ist erschütternd“, sagt er.

Zu klein und zu alt ist etwa das Sozialgebäude. Obwohl 100 Mitarbeiter permanent draußen im Einsatz sind und körperlich arbeiten, nutzen diese die maroden Duschen gar nicht mehr. Am Rand einer Garage wurden winzige Büros für die Meister eingerichtet, die Pritschenwagen stehen im Freien und müssen jeden Abend abgeladen werden, damit das Material nicht nass wird. Das soll jetzt anders werden.

Die alten Gebäude werden abgerissen, und auf einem bislang nicht bebauten Gelände am Rande des Betriebshofs wird ein großes, zweigeschossiges Sozialgebäude gebaut. Hier wird es dann Duschen und Umkleiden geben, einen Aufenthaltsraum und im Obergeschoss, das auf der Rückseite über eine Rampe direkt angefahren werden kann, Büros und Werkstätten.

In diesen werden dann zum Beispiel alte Bänke und anderes repariert und auf Vordermann gebracht. Außerdem sind Lager und Carports auf dem Gelände geplant. Der Standort an der Adamstraße, vom dem aus bislang Innenstadt und rechte Rheinseite bearbeitet werden, wird in die Beatusstraße verlagert.

Zurzeit wird die Ausführungsplanung des Projekts erstellt, dann folgt die Ausschreibung, und im zweiten Quartal 2019 sollen die Arbeiten beginnen. „Voraussichtlich werden wir drei Jahren brauchen, wenn es sehr gut läuft, vielleicht zweieinhalb“, so Drechsler.

Er ist überzeugt: Das, was der Eigenbetrieb tut, ist wichtig für Koblenz – und auch nach der Buga müsse die Entwicklung und Gestaltung der Grünflächen weitergehen. „Die Stadt ist attraktiv, und sie hat verstanden, dass sie nicht nachlassen darf“, so der Werkleiter.

Und in Zukunft stehen weitere große Themen an: die Erschließung der Großfestung zum Beispiel, die Entwicklung der Fritsch-Kaserne zu einem riesigen Wohngebiet und die geplante Bundesgartenschau im Mittelrheintal. „Die Stadt braucht es, dass die Entwicklung hier weitergeht.“

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

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