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Kreis MYK: Freibadsaison ist bislang ein Schlag ins Wasser

Gelegenheit, ausgelassen im Freibad zu toben und zu schwimmen, hat der Sommer bislang wenig geboten. Das unbeständige Wetter mit Sonne-Wolken-Mix und Regenschauern vermiest nicht nur den Badefreunden, sondern auch den Betreibern in der Region die Saison. Letzte Rettung könnte allenfalls eine Schönwetter-periode in der zweiten Ferienhälfte werden.

Viel Platz in den Becken auf dem Mallendarer Berg: Dunkle Wolken vermiesen Wasserratten und Freibad-Betreibern die Saison.
Viel Platz in den Becken auf dem Mallendarer Berg: Dunkle Wolken vermiesen Wasserratten und Freibad-Betreibern die Saison.
Foto: Katharina Demleitner

Von unserer Mitarbeiterin Katharina Demleitner

Denn die Sommerferien sind für die Bäder nach wie vor die entscheidende Zeit innerhalb der Saison. Dieses Jahr jedoch startete Rheinland-Pfalz Ende Juli ungewöhnlich spät in die großen Ferien. Das hat Konsequenzen: "Abends ist über dem Sayntal, in dem das Freibad liegt, früher die Sonne weg", sagt Michael Woischwill. Der Schwimmmeister von Bad Sayn hat bislang rund 24 000 Besucher gezählt: "Das ist relativ ungünstig." Im Durchschnitt besuchen jährlich etwa 40 000 Gäste die idyllisch gelegene Anlage. 2013 suchten gar um die 43 000 Badefreunde Abkühlung und Erholung. Für aktivere Besucher ist in diesem Jahr wieder ein Cage-Soccer-Feld angelegt worden, und eine neue Umkleidekabine steht zur Verfügung. Noch wäre die mittelmäßige Bilanz zu retten: "Zehn weitere schöne Tage in den Ferien, an denen jeweils um die 1300 Gäste kommen, wären gut", meint Michael Woischwill.

Auch in Winningen hofft der Schwimmmeister weiterhin auf ein konstantes Hoch Ende August: "Die meisten brauchen drei sonnige Tage, bevor sie ins Schwimmbad gehen", hat Wolfgang Gollmitz beobachtet. Wenn morgens herrlichstes Wetter ist, aber mittags Wolken aufziehen, blieben Wasserraten zu Hause. Bei Regen greift in Winningen die Schlechtwetter-Regelung, das Bad schließt dann bereits um 14 Uhr. Um Berufstätigen entgegenzukommen, bleibt die Anlage jedoch unabhängig vom Wetter jeden Freitag bis 20 Uhr geöffnet. "Aber viele haben ihren Sonnenhunger bereits im Mai und Juni gestillt, die Ferien liegen einfach zu spät", meint auch Wolfgang Gollmitz.

Tatsächlich gab es im Freibad auf dem Mallendarer Berg rund um Pfingsten einen enormen Andrang. Peter Gruschinski, Fachbereichsleiter Bürgerdienste bei der Verbandsgemeinde (VG) Vallendar, sagt aber: "Wir leben von den Sommerferien." Und die bescherten in den ersten knapp drei Wochen witterungsbedingt schlechte Besucherzahlen. Bislang haben sich in dieser Saison nur rund 43 000 Besucher in die solarbeheizten Becken an der Sebastian-Kneipp-Straße gestürzt. 2013 zog es dagegen mehr als 85 000 Schwimmfreunde in die Anlage. Um jedermann den Badespaß zu ermöglichen, bietet die VG Vallendar Ersparnisse über Punktekarten und vergünstigte Eintrittspreise für Früh- und Spätschwimmer an. "Es ist eine Saison für Schwimmer, die können sich im schön warmen Wasser ganz allein super erholen", meint Peter Gruschinski und verweist auf die Angaben der tagesaktuellen Wassertemperaturen im Internet. Eine Webcam zeige zudem, wie voll – oder leer – das Freibad ist.

Egal, wie das Wetter wird, alle drei Bäder planen, bis zum Ende der Sommerferien geöffnet zu bleiben. Witterungsbedingt wird in Sayn, Winningen und Vallendar im Sinne der Badegäste jedoch flexibel reagiert.

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