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Koblenz

Koblenz: Schritt für Schritt mehr Sicherheit für Radfahrer

Die Lobby für Fahrradfahrer wird in Koblenz größer. Das spiegelt auch das starke Interesse am Arbeitskreis Radverkehr wider. Gut 50 Bürger nahmen am Dienstagabend an der Sitzung des Gremiums im Rathaus teil. In dieser Runde zog der Radfahrbeauftragte Peter Gorius eine Zwischenbilanz.

Trotz neuer Markierung haben einige Autofahrer offenbar immer noch nicht erkannt, dass die Radspur am Löhr-Center keine Kurzparkzone ist. Mehr Kontrolle und punktuelle Verbesserungen sollen künftig dort die Situation entschärfen.
Trotz neuer Markierung haben einige Autofahrer offenbar immer noch nicht erkannt, dass die Radspur am Löhr-Center keine Kurzparkzone ist. Mehr Kontrolle und punktuelle Verbesserungen sollen künftig dort die Situation entschärfen.
Foto: Reinhard Kallenbach

Von unserem Mitarbeiter Reinhard Kallenbach

Die gute Nachricht vorweg: Die unbefriedigende, vor allem aber gefährliche Situation für Fußgänger und Radfahrer in der Casinostraße soll bald der Vergangenheit angehören. Nach entsprechenden Anweisungen der Straßenverkehrsbehörde sollen eine Neuregelung und kleinere bauliche Änderungen schon kurzfristig eine deutliche Entschärfung der Situation bringen. Das Abbiegen von der Luisenstraße nach rechts in die Casinostraße wird künftig nicht mehr möglich sein.

Eine "Nase" am Fahrbahnrand wird Verkehrsteilnehmer künftig dazu zwingen, nach links abzubiegen. Sie müssen also künftig einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, wenn sie in Richtung Pfaffendorfer Brücke fahren wollen. Unumstritten ist die Maßnahme nicht. Auch einige Mitglieder des Gremiums äußerten Bedenken. Allerdings setzte sich am Ende die Auffassung durch, dass es keine gute Alternative zu dieser Maßnahme gibt. Denn aktuell präsentiert sich die Situation so: Fahrradfahrer, die aus Richtung Schlossstraße oder Südallee kommen, sind gezwungen, den kombinierten Rad- und Gehweg zu nutzen. Die Beschilderung ist eindeutig.

Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass das Aufeinandertreffen von Fußgängerweg, Ladezone und Außengastronomie sehr oft zu gefährlichen Engpässen führen kann. Radler, die deshalb auf die Fahrbahn ausweichen wollen, laufen Gefahr, von Rechtsabbiegern aus der Luisenstraße übersehen zu werden. Dazu kommt, dass sogar Lkw-Fahrer diesen kürzesten Weg zum Friedrich-Ebert-Ring nutzen, obwohl es ihnen schon jetzt strikt untersagt ist. Die Beschilderung ist nicht zu übersehen.

Das Beispiel zeigt: Die Stadt setzt angesichts der Finanzlage vor allem auf kleine Lösungen, um die Situation für Fahrradfahrer zu verbessern. Und wenn etwas komplett neu eingerichtet wird, dann im Zusammenhang mit ohnehin fälligen größeren Maßnahmen. Ein Beispiel hierfür ist die Hohenfelder Straße. Im Zuge der Erneuerung der Fahrbahn wurden auch die Markierungen für Radfahrer verbessert.

Peter Gorius räumte ein, dass die Situation immer noch nicht so entschärft ist, wie es eigentlich wünschenswert wäre. Obwohl die Beschilderung eindeutig ist, wird der Radweg immer noch als Haltepunkt missbraucht. Die Stadt will mit strengeren Kontrollen und punktuellen Veränderungen gegensteuern. Doch eins kann mit neuen Regelungen offenbar nicht bewirkt werden, dass sich das Miteinander im Straßenverkehr verbessert. Ganz im Gegenteil: Teilnehmer kritisierten, dass das Verhalten im Verkehr immer rauer wird – auch seitens der Radler. Kritisiert wurde aber auch das Verhalten der Busfahrer.

Die Sitzung endete mit der Regelung, dass Mitglieder ihre persönliche Prioritätenliste erstellen können. Im April soll darüber gesprochen werden.

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