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    Knall im Stadtrat Koblenz: Keul-Göbel wechselt zur BIZ

    Angela Keul-Göbel verlässt zum 31. Oktober die CDU-Fraktion im Koblenzer Stadtrat. Ihr Ratsmandat wird die Politikerin behalten: Sie wechselt bereits zur nächsten Sitzung am 10. November zur Bürgerinitiative "Zukunft für Koblenz" (BIZ).

    Verlässt die CDU: Angela Keul-Göbel.
    Verlässt die CDU: Angela Keul-Göbel.

    Koblenz - Angela Keul-Göbel verlässt zum 31. Oktober die CDU-Fraktion im Koblenzer Stadtrat. Ihr Ratsmandat wird die Politikerin behalten: Sie wechselt bereits zur nächsten Sitzung am 10. November zur Bürgerinitiative "Zukunft für Koblenz" (BIZ). Und: Sie wird auch gleichzeitig die Partei verlassen, damit auch den Vorsitz der CDU in Arenberg/Immendorf aufgeben. Für Keul-Göbel ein Schritt mit einer längeren Vorgeschichte, wie sie im Gespräch mit der RZ erläutert.

    Der Ausgangspunkt findet sich kurz vor der jüngsten Kommunalwahl: Die Entscheidung für den Bau des Forums Mittelrhein fällt endgültig, die CDU stimmt fast ausnahmslos zu. Seitdem habe sie einen Bruch zwischen sich und der Mehrheit der Fraktion gespürt, berichtet sie heute. "Und jetzt geht es mit dem Innenausbau des Kulturbaus erst los." Jetzt werde es erst richtig teuer für die Stadt - da hätte sich Keul-Göbel immer wieder im Konflikt zwischen ihrer Überzeugung und der Meinung ihrer Fraktion gesehen. Für sie der richtige Zeitpunkt für einen Schlussstrich.

    Wobei ihr der Entschluss keineswegs leicht gefallen sei: Immerhin ist sie seit etwa 30 Jahren CDU-Mitglied, seit 1989 für die Union im Rat. Sie war schon stellvertretende Fraktionsvorsitzende, stellvertretende Kreisvorsitzende und Sprecherin des Rechnungsprüfungsausschusses. Aber: Sie habe sich nicht mehr wohl gefühlt. Mit der BIZ teilt sie viel Inhaltliches - für sie die logische neue Heimat im Rat.

    Dort freut man sich auf den Zuwachs, wie der Chef der bald drittstärksten Fraktion im Rat, Dr. Michael Gross, betont. "Frau Keul-Göbel zeichnet sich durch ihre langjährige Erfahrung in der Ratsarbeit und ihre geradlinige Politik der Vernunft aus." Der BIZ-Vereinsvorsitzende Stephan Wefelscheid findet den Schritt politisch nicht überraschend, angesichts der Positionen, die Keul-Göbel etwa zum Haushalt, dem Zentralplatz oder dem Schienenhaltepunkt Mitte vertritt.

    Auf wenig Begeisterung stieß die Entscheidung in der CDU - aus 19 Mandaten werden 18. "Wir kritisieren, dass Frau Keul-Göbel das CDU-Mandat in eine andere Fraktion mitnimmt", betonte Chefin Anne Schumann-Dreyer. Immerhin sei sie über deren Liste in den Rat eingezogen. Welche weiteren Folgen der Wechsel, auch bei der Besetzung von Ausschüssen und Gremien, haben wird, bleibt abzuwarten.

     

    Von unserem Redaktionsleiter Ingo Schneider

    RZ-Kommentar: Ingo Schneider zum Wechsel im Stadtrat
    Koblenz
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