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Immobilienmesse in Koblenz feierte 2014 gelungene Premiere

Mit diesem Andrang hatten wohl die wenigsten gerechnet: 4500 Besucher wollten die Premiere der Koblenzer Immobilienmesse in der Rhein-Mosel-Halle erleben, zu der unsere Zeitung und der Onlinemarktplatz Kalaydo.de eingeladen hatten. Auch die Resonanz der Aussteller war positiv. Schon jetzt steht fest: 2015 wird es eine Neuauflage geben.

Im Atrium der Rhein-Mosel-Halle informierten 20 Aussteller. 4500 Interessenten nutzten das Angebot. Foto: Reinhard Kallenbach
Im Atrium der Rhein-Mosel-Halle informierten 20 Aussteller. 4500 Interessenten nutzten das Angebot.
Foto: Reinhard Kallenbach

Von unserem Mitarbeiter Reinhard Kallenbach

Die Mischung aus Präsentation und Fachvorträgen von Juristen, Ingenieuren und Verwaltungsrepräsentanten hatte viele Interessenten neugierig gemacht. Schon eine halbe Stunde vor Beginn warteten viele auf den ersten Vortrag. Mit seinem Thema "Aufklärungspflicht beim Verkauf einer gebrauchten Immobilie" hatte Christoph Schöll gleich den Nerv getroffen. Entsprechend zufrieden war der Rechtsanwalt, der auch Vorsitzender von Haus und Grund Koblenz ist. Auch das Informationsmaterial über den Verein war schnell vergriffen.

Und das Publikum? Das war sehr gut informiert und stellte sehr präzise Fragen – etwa über das betreute Wohnen. So nutzte denn auch Rechtsanwältin Julia Hohl die Chance, tief in die Details zu gehen, zumal sich die Messe auch an Mieter richtete, um sie vor Fallstricken zu bewahren – etwa beim Servicewohnen. In diesem Bereich werden nämlich gerne klassische Mietverträge mit Zusatzvereinbarungen – zum Beispiel von Pflegediensten – gekoppelt. Wer das nicht weiß, kann unangenehme und teure Überraschungen erleben. Und genau die wollten die Besucher vermeiden. "Ein gutes Publikum", lobte denn auch Moritz Klöckner. Der Koblenzer Immobilienmakler verwies auf viele Gespräche und ein steigendes Interesse von Anlegern, auch in gewerbliche Objekte zu investieren. Auch Sabine Adam (Adam Immobilien) führte viele Gespräche mit Kapitalanlegern, wies aber auch darauf hin, dass die Nachfrage oft größer ist als das Angebot.

Ein Grund für die Branche, pessimistisch in die Zukunft zu blicken, ist das jedoch noch lange nicht. Ganz im Gegenteil. "Wir haben noch in 30 Jahren viel zu tun", zeigte sich Marc Günther überzeugt. Der Berater aus der Koblenzer Niederlassung des Immobilienfirma Von Poll verwies auf aktuelle Gutachten von Forschern. Demnach heißt das steigende Interesse an innerstädtischen Objekten nicht automatisch, dass das Interesse am Eigenheim auf dem Land geringer geworden ist.

Die Branche beobachtet "ringförmige" Entwicklungen. Das heißt: Zwar wollen Bewohner mit zunehmendem Alter vom Land in die Stadt umziehen, doch gibt genau dieser Trend anderen die Chance, ein Objekt im ländlichen Umfeld zu erwerben – und das zu erschwinglichen Konditionen. Die Entwicklung hat allerdings auch ihre Kehrseite. Objekte, die zu weit von den Zentren entfernt liegen, verlieren massiv an Wert. Die alte Maklerformel "Lage, Lage, Lage" ist aktueller denn je. Dennoch ist für viele Immobilienbesitzer der ideale Zeitpunkt gekommen, ihre Eigenheim zu verkaufen – beispielsweise, wenn sie sich verkleinern und in ein seniorengerechtes Objekt ziehen wollen.

Die Immobilienmesse, an der sich 20 Aussteller beteiligten, zeigte auch, dass angesichts schlechter Konditionen auf den Kapitalmärkten der Markt "voll mit Geld ist". Das sind gute Aussichten für Projektentwickler und Baugesellschaften, die sich ebenfalls auf der Messe präsentierten. "Viele kommen leider erst zu uns, wenn etwas schiefgelaufen ist", so Alexander von Canal. Der Koblenzer Architekt, der eigentlich für Großobjekte bekannt ist, verwies auf sein verstärktes Engagement in der Beratung. Von Bauherrenfehlern können auch Finanzierungsexperten ein Lied singen, die auf der Messe starke Präsenz zeigen. "Oft passt es nicht", so Frank Krechel. Der Baufinanzierungsspezialist von der Volksbank Mülheim-Kärlich wies darauf hin, dass sich mancher von günstigen Angeboten verleiten lässt und nicht auf die Laufzeiten achtet. Nach fünf oder zehn Jahren kommt dann die böse Überraschung. Für Bauherren gibt es eine Faustregel bei der Finanzierung. Ihr Haus sollte spätestens mit Beginn des Ruhestands abgezahlt sein. Daher empfehlen sich aus Sicht der Spezialisten sichere Lösungen – zu denen auch eine Absicherung im Falle der Arbeitslosigkeit gehört.

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