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    Geduldspiel: Wenn es dunkel wird, kommt das Parkchaos

    Die Parkplatzsuche in der Südlichen Vorstadt ist schon fast rund um die Uhr zu einem Geduldspiel geworden. Mitunter kommt es zu abenteuerlichen Situationen – vor allem rund um den Schenkendorfplatz.

    So sieht es nach Einbruch der Dunkelheit oft in der Frankenstraße aus. Gerne werden sogar Autos in der zweiten Reihe abgestellt. Foto: Hans-Josef Weil
    So sieht es nach Einbruch der Dunkelheit oft in der Frankenstraße aus. Gerne werden sogar Autos in der zweiten Reihe abgestellt.
    Foto: Hans-Josef Weil

    Von unserem Mitarbeiter Reinhard Kallenbach

    Über die Situation ärgern sich vor allem die Anwohner. Obwohl sie im Rahmen der Parkraumbewirtschaftung entsprechende Genehmigungen erhalten und dafür bezahlt haben, ist es für sie schwierig geworden, ihr Fahrzeug abzustellen. Richtig dramatisch wird es nach 18 Uhr.

    Zugestellte Kreuzungsbereiche, Blockieren des Behindertenparkplatzes, unberechtigtes Parken durch Beiseiteschieben eines Baustellenzaunes, Parken in zweiter Reihe: Hans-Josef Weil nennt die typischsten Varianten. Als Anlieger hat er eine Anwohnerparkberechtigung, die in der Praxis wenig nutzt. Der Aufschwung für Gastronomen und Veranstalter in der unmittelbaren Nachbarschaft bringt eben auch unangenehme Begleiterscheinungen. Anders als in der Altstadt ist es nicht der Lärm, sondern das Parkchaos, das vor allem von Donnerstag bis Samstag spätestens nach Einbruch der Dunkelheit einsetzt.

    Hans-Josef Weil würde es gerne sehen, wenn Anwohnerparkplätze gesondert ausgewiesen werden. Denn die Bewirtschaftungszone 9b ist sehr klein und umfasst die Blocks zwischen Schenkendorf- und Josefstraße. „In der Hohenzollernstraße dürfen wir unsere Autos schon nicht mehr abstellen“, betont der Anwohner. Eine sofortige Verbesserung der Situation würden aus seiner Sicht verschärfte Kontrollen durch das Ordnungsamt bringen. „Die Südliche Vorstadt scheint das Stiefkind des Ordnungsamtes zu sein. Hier am Ort wird kaum die so gerühmte Parkraumbewirtschaftung überprüft“, kritisiert Hans-Josef Weil, der darüber hinaus moniert, dass die wenigen Kontrollen vor allem tagsüber erfolgen.

    Das Ordnungsamt weist die Vorwürfe Weils zurück. „Wie alle Bereich im Stadtgebiet von Koblenz wird auch der angesprochene Bereich im Rahmen der dienstlichen und personellen Möglichkeiten überwacht“ antwortete Thomas Flöck auf eine Anfrage unserer Zeitung. Der stellvertretende Amtsleiter führt exemplarisch einige Kontrolltermine auf. So war der Außendienst des Ordnungsamtes am 14., 16., 18., 19., 23. und 24. März sowie am 27. März rund um den Schenkendorfplatz unterwegs. Thomas Flöck hebt hervor, dass sich die genannten Kontrollen auf die Abendstunden beziehen und nach 19 Uhr erfolgten. Die späteste Verwarnung wurde dabei um 23.39 Uhr ausgestellt.

    Geahndet wurden dabei Halteverbote, Gehwegparken, Fünf-Meter-Bereiche und das unberechtigte Parken auf dem Schwerbehindertenparkplatz, teilt das Ordnungsamt weiter mit. Allerdings weist Thomas Flöck auch darauf hin, dass es auch Kontrollgänge gab, bei denen keinerlei Verstöße festgestellt wurden. Dennoch kündigt die Stadt an, den Bereich intensiver zu beobachten. Flöck erinnert auch daran, dass sich Anlieger an die Leitstelle des Ordnungsamtes, Tel. 129 45 67, wenden können. Das Amt werde dann Abhilfe schaffen, sofern Mitarbeiter nicht anderweitig gebunden sind.

    Parkplatzsituation hat sich auch tagsüber in der gesamten Vorstadt verschärft

    In den vergangenen Monaten hat sich nicht nur rund um den Schenkendorfplatz die Parksituation verschärft. In der ganzen Vorstadt sieht es ähnlich aus. Es kommt nicht von ungefähr, dass sich nun der Betriebsrat des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein per Flugblatt an die Anwohner richtet und bittet, frei werdende Stellplätze zu vermieten. Hintergrund: Die Kapazitäten des Parkhauses im Stift reichen nicht aus, zumal auch noch Platz für Besucher vorgehalten werden muss. Um ein Dauerparken von Fremdnutzern zu verhindern, wurden bereits Anfang März die Parkgebühren deutlich erhöht: Für die erste Stunde sind jetzt 1,50 Euro fällig, jede weitere Stunde wird mit

    2 Euro berechnet. Nach Aussage von Anwohnern haben tagsüber vor allem zwei Faktoren zur Verschlechterung der Gesamtsituation beigetragen. Erstens: Es kommen infolge der Umwidmung der Comeniusschule zur Berufsschule weitere Autofahrer, die die wenigen Parkplätze ebenfalls nutzen wollen. Zweitens: Die Neuregelung der Parkraumbewirtschaftung in der Mainzer Straße. Zum einen kostet die Parkstunde jetzt 75 Cent, zum anderen ist die Parkzeit auf vier Stunden begrenzt. 

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