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    KoblenzEin neues Herzstück fürs Hilda: Koblenzer Gymnasium erhält 3,1-Millionen-Neubau

    In der Südallee ist es unübersehbar: Am Hilda-Gymnasium tut sich Großes. Das alte Eingangsgebäude wird abgerissen. Dort entsteht ein Neubau, der gleich mehrere Probleme der Schule lösen soll.

    Während Hunderte Koblenzer Schüler und Lehrer im Urlaub weilen und die Sommerferien genießen, kehrt an den Schulen im Stadtgebiet keine Ruhe ein. Traditionell werden die großen Ferien dazu genutzt, um kleinere oder größere Arbeiten an den Schulen durchzuführen. Die größten Maßnahmen laufen dabei in diesem Jahr am Hilda-Gymnasium – so umfangreich, dass sie sehr viel länger dauern werden als die sechswöchigen Ferien.

    Unmittelbar nachdem der letzte Schüler mit dem Zeugnis in der Hand das Gebäude verlassen hat, haben die Bauarbeiter die Schule zwischen Kurfürstenstraße und Südallee in Beschlag genommen. Aus gutem Grund, denn es gibt viel zu tun am Hilda. Innerhalb der nächsten 24 Monate soll hier ein kompletter Neubau entstehen. Er wird den bisherigen Gebäudeteil ersetzen, der der Schule unter anderem als Haupteingang von der Südallee aus dient. „Der Neubau soll das neue Herzstück des Hilda werden“, erklärt Albert Diehl, der Leiter des Zentralen Gebäudemanagements der Stadt.

    Der bauliche Zustand des alten Gebäudes ist desolat. Eine Sanierung ist daher nicht wirtschaftlich, sodass nun rund 3,1 Millionen Euro in den Bau eines Ersatzgebäudes investiert werden. Hierbei will die Stadt gleich mehrere Probleme lösen: Zunächst soll ein zentraler Zugang zum Hilda-Gymnasium geschaffen werden. Die entstehende, zweigeschossige Eingangs- und Pausenhalle dient dabei als einladendes Element. Gleichzeitig wird über beide Stockwerke eine Bibliothek installiert, wodurch ein bisher bestehendes Problem gelöst wird, wie Josef Heinen, der Sachgebietsleiter Schulen sagt: „Die bestehende Bibliothek war bisher lediglich ein Raum, wo zwar Bücher drinstanden, aber es gab keine richtigen Aufenthaltsmöglichkeiten.“ Neben der Pausenhalle und der Bibliothek bietet der Neubau zudem Platz für sechs Klassenräume, zwei naturwissenschaftliche Räume sowie eine Sammlung für die Naturwissenschaft. Da die Stockwerke des Hilda-Gymnasiums entlang der Südallee bisher nicht barrierefrei waren, wird nunmehr ein Aufzug installiert.

    Bis die Schüler den Neubau beziehen können, wird es jedoch noch zwei Jahre dauern. In den vergangenen zwei Wochen wurden bereits eine Umfahrung für den Verkehr in der Südallee eingerichtet, eine Nottreppe installiert und der Treppenaufgang in Teilen abgestemmt. Derzeit sind die Bauarbeiter im Inneren des Gebäudes damit beschäftigt, die Räume auszukleiden. Decken und Co. werden rausgerissen, dann rückt ein spezieller Abrissbagger aus Oberhausen an. Der Abriss kann dabei lediglich von der Südallee aus erfolgen, denn von der gegenüberliegenden Seite gibt es keine direkte Zufahrt zum Schulhof für schwere Baumaschinen. Das erschwert zwar den Abriss, doch der Zeitplan für den Neubau ist nicht in Gefahr, wie Bauleiter Konstantin Duderstaedt verdeutlicht: „Der Rückbau ist komplett im Sommer geplant. Danach folgen die Erdarbeiten, ehe im Herbst mit dem Rohbau begonnen werden kann.“ Ausdrücklich lobt er die bisherige gute Zusammenarbeit zwischen Schule, ausführenden Firmen und Stadt.

    Der Ersatzbau ist unterdessen nicht das einzige Projekt der Stadt am Hilda-Komplex. Der Behelfspavillon, der bereits seit den 1970er-Jahren auf dem Schulhof steht, wird ebenfalls abgerissen. Im Frühjahr dieses Jahres war es hier zu einem Wassereinbruch gekommen, woraufhin das Gebäude aus statischen Gründen geschlossen wurde. Der Bau muss nun weichen und wird durch Mietcontainer ersetzt, die Platz für zwei Klassen bieten. Rund 103.000 Euro kosten der Bau und die Miete für die Übergangslösung. Ist der neue dauerhafte Ersatzbau fertig, dann verschwinden die Mietpavillons wieder, denn die darin beheimateten Klassen werden zukünftig im Neubau untergebracht.

    Als dritte laufende Maßnahme wird die Brandschutzsanierung des Gymnasiums nun vollständig abgeschlossen. Bereits seit 2013 ist das Hilda brandtechnisch stückweise auf den neuesten Stand gebracht worden. Aktuell wird unter anderem die Schulturnhalle erneuert. 900.000 Euro lässt sich die Stadt diesen letzten Abschnitt der Brandschutzsanierung kosten. Albert Diehl vom Zentralen Gebäudemanagement macht deutlich: „Wir reagieren damit auf geänderte Anforderungen.“

    Einige Anwohner fühlen sich schlecht informiert

     

    Anwohner sind verärgert: Streit um Toreinfahrt zum Hilda-GymnasiumMaßarbeit am Hilda in der Südallee: Abrissarbeiten am Gymnasium kommen voran
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