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Bendorf-Sayn

Brücke verbessert Verbindungen im Kulturpark Sayn

"Von allem, was der Mensch baut, gibt es nichts Wertvolleres als Brücken", stellte einst schon Literaturnobelpreisträger Ivo Andric fest. Die neue Fußgängerbrücke über den Brexbach in Bendorf-Sayn hat zwar kaum einen solch hochkarätigen literarischen Hintergrund, ist aber ein Projekt von Bürgern für Bürger und bildet einen Gewinn für den geschichtsträchtigen Bendorfer Stadtteil.

Punktgenau setzte ein Kran die zehn Tonnen schwere Fußgängerbrücke über den Brexbach in Sayn auf die Fundamente. Die fußläufigen Verbindungen im Sayner Kulturpark werden dank der Brücke erheblich verbessert.
Punktgenau setzte ein Kran die zehn Tonnen schwere Fußgängerbrücke über den Brexbach in Sayn auf die Fundamente. Die fußläufigen Verbindungen im Sayner Kulturpark werden dank der Brücke erheblich verbessert.
Foto: Erwin Siebenborn

Von unserem Mitarbeiter Erwin Siebenborn

Zahlreiche Bürger verfolgten die präzise Einsetzung der 17 Meter langen und zehn Tonnen schweren Brücke mittels eines 125-Tonnen-Krans unmittelbar hinter dem Feuerwehrgebäude in Sayn. Die ehrenamtlichen Helfer des Sayner Verschönerungsvereins zeigten sich erleichtert, als der Koloss endlich seinen Platz gefunden hatte. Vorher hatten die Männer schon die Fundamente gegossen, um der Brücke den nötigen Halt zu verschaffen.

Bevor eine solche Brücke installiert werden konnte, galt es allerdings, viele Probleme zu lösen und bei Behörden und Sponsoren "dicke Bretter" zu bohren, betonte Vereinsvorsitzender Dieter Hanske. Bereits vor einigen Jahren bei der Planung des Saynsteiges wurde der Bau einer Brücke über den Brexbach als wünschenswert erachtet. Jedoch erwiesen sich die errechneten Kosten von mehr als 60 000 Euro als zu hoch, und das Projekt wurde verworfen.

Im Frühjahr 2013 griff der CDU-Stadtrat Werner Dietz die Idee wieder auf und sorgte zusammen mit einigen Mitstreitern aus dem Verschönerungsverein für Bewegung in der Sache. Objekt der Begierde war eine alte Brücke, die ihren Zweck verloren hatte. Diese führte über den Saynbach und diente den Mitarbeitern der Concordia-Hütte als Weg zur Arbeitsstätte. Bekannt war die Verbindung weithin als "Bendorfer Tor". Das inzwischen verwaiste Hüttenareal gehört noch heute der Firma Thyssen-Krupp. Nach der Kontaktaufnahme mit dem Konzern gab es bald auch das Okay. Die Gruppe um Werner Dietz schuf rasch Tatsachen und hob die Brücke mit schwerem Gerät aus. Schnell fanden sich Unterstützer, die das Projekt ideell und finanziell unterstützten. Das stark sanierungsbedürftige Bauwerk wurde mit erheblichem Aufwand wieder funktionstüchtig gemacht. Die Stadt Bendorf beteiligte sich zwar finanziell nicht an der Aktion, unterstützte das Projekt aber administrativ wie bei der Erteilung von Genehmigungen und der Vermittlung von Förderungen. Sehr gefreut hat sich das Team über die finanzielle Unterstützung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein, "ohne deren großzügige Hilfe das Projekt nicht möglich gewesen wäre", so die Aktivisten übereinstimmend.

Jetzt stehen noch einige Restarbeiten an wie die Fertigung einer Treppe, die zur Brücke führt. Aber das stellt für die aktive Truppe keine große Hürde mehr dar. Wichtig sind für sie vielmehr die verbesserten fußläufigen Verbindungen im Sayner Kulturpark mit der Heinsmühle und der Abtei Sayn. Und: Besucher und Wanderfreunde können den romantischen Pfad am Bach nutzen und dem Verkehr auf der engen Brexstraße ausweichen.

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