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Koblenz

Bilanz der Polizei: Anstrengend, bitterkalt, aber weitestgehend ruhig

Großeinsatz bei Minusgraden: Auch für die Polizei war das Wochenende in Koblenz fordernd. 1000 Beamte waren im Einsatz – und zwar bereits am Freitagabend, als etwa 150 bis 200 Teilnehmer aus dem Antifa- und Falken-Umfeld bei der Tanzdemo „Rechtspopulisten wegbassen“ laut, aber friedlich durch die meist leeren Straßen der Stadt zogen.

Die Bilanz der Polizei: Anstrengend, bitterkalt, aber weitestgehend ruhig verliefen die Einsätze rund um das Treffen der ENF-Fraktion.
Die Bilanz der Polizei: Anstrengend, bitterkalt, aber weitestgehend ruhig verliefen die Einsätze rund um das Treffen der ENF-Fraktion.
Foto: Annette Hoppen

Anstrengend, bitterkalt, aber weitestgehend ruhig: So sollte das ganze Wochenende bleiben, worüber auch bei der Polizei niemand traurig ist. Schließlich gehörte zu dem kniffligen Einsatz auch die Bewachung der Hotels, in denen die ENF-Promis schliefen – welche dies waren, verrät die Polizei nicht; lediglich, dass es mehrere im weiteren Umfeld von Koblenz waren. Einige der Protagonisten hatten nach Medienberichten bereits den Freitagabend bei einem Essen in Mainz gemeinsam verbracht.

Der Samstag begann für die Polizei jedenfalls mit dem weiträumigen Sperren von Zufahrtsstraßen zur Rhein-Mosel-Halle, wo bewaffnete Beamte auch am Absperrgitter und der Einlasskontrolle Position bezogen. In den frühen Morgenstunden hatten Antifa-Vertreter dort eine Sitzblockade initiiert, die sich jedoch gegen 10.30 Uhr ohne Dazutun der Polizei auflöste. Auch sonst wurde es vor der Halle erst laut, als die Großdemo zur Zwischenkundgebung Halt machte.

Nachdem dann am frühen Nachmittag auch noch die etwa 50 Teilnehmer einer Pfadfinder-Demo ihr großes Transparent mit der Parole „Brücken schlagen statt Mauern bauen“ entrollt hatten, waren es lediglich noch einzelne Vertreter des linken Spektrums, die die am frühen Nachmittag abreisenden Teilnehmer der ENF-Veranstaltung mit Buh- und „Haut ab“-Rufen verabschiedeten.

Der Polizeiführer, Leitender Polizeidirektor Christoph Semmelrogge, stellte gegen Einsatzende fest: „Wir blicken auf einen hochkomplexen Einsatz zurück, der in sehr kur-zer Zeit vorbereitet werden musste und dessen konkrete Ausgestaltung erst unmittel-bar vor Einsatzbeginn deutlich war. Das Ziel der Gewährung und des Schutzes der Versammlungsfreiheit ist zu jedem Zeitpunkt erreicht worden. Die Belastungen für die Einsatzkräfte, insbesondere auch durch die Kälte, waren enorm. Wir können jedoch letztendlich ein positives Fazit ziehen.“

Die polizeilichen Einsatzmaßnahmen wurden gegen 17.15 Uhr beendet, nachdem auch die letzten Teilnehmer des ENF Kongress abgereist waren. Es kam nicht zur Verletzung von Personen und auch zu keinen Sachbeschädigungen.

Tim Kosmetschke

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