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Simmern

Vekist: Stadt Simmern springt bei Kita am Schmiedelpark finanziell in die Bresche

Der Simmerner Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, ein neues Rasengrabfeld am Friedhof anzulegen. Das derzeitige Rasengrabfeld bietet Platz für nur noch 25 Rasengräber – und die Nachfrage nach dieser Bestattungsart ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. So wurden seit 2009 bereits 174 Rasengräber erworben, Tendenz steigend. Dem trägt der Rat nun Rechnung und wird das Angebot erweitern. Dazu hat er nun eine entsprechende Fläche am städtischen Friedhof am Rande der Kreisstadt ausgewiesen.

Nach dem Rückzug des Kreises aus der Finanzierung übernimmt die Stadt einen größeren Anteil an den Personalkosten am Schmiedelpark.
Nach dem Rückzug des Kreises aus der Finanzierung übernimmt die Stadt einen größeren Anteil an den Personalkosten am Schmiedelpark.
Foto: Werner Dupuis

Ebenso einmütig haben die Stadtmütter und -väter für die Übernahme des Trägeranteils an den Personalkosten für die evangelische Kindertagesstätte am Schmiedelpark votiert. Nötig wurde dieses Vorgehen, weil der Kreis Ende 2015 beschlossen hatte, nicht mehr jenen Teil der Personalkosten zu übernehmen, die laut Gesetz der Träger aufzubringen hat (wir berichteten ausführlich). Daraufhin kündigte der Verbund der evangelischen Kindertagesstätten (Vekist) die Vereinbarung über den Betrieb und die Förderung der Kindertagesstätte mit der Stadt Simmern zum Ende des Jahres 2018. Die Kündigung war verbunden mit dem Antrag, dass die Stadt Simmern die vom Kreis gestrichenen Zahlungen ab dem 1. Januar 2018 übernimmt und die Vereinbarungen mit Vekist entsprechend modifiziert. Lange Zeit hat auch noch der evangelische Kindergartenträger mit dem Kreis um die Kostenübernahme gerungen – allerdings ohne Erfolg. Landrat Marlon Bröhr und die Mehrheit des Kreistages blieben bei ihrer Linie.

Es gab auch mehrere Beratungen von Vekist-Vertretern und der Stadt Simmern über eine Übernahme der Trägerschaft der Kindertagesstätten durch die Stadt. Allerdings wurde dieses Vorhaben wieder verworfen. Konkret geht es dem evangelischen Kita-Träger um eine Deckungslücke von 65.000 Euro, die durch den Rückzug des Kreises für die Kindergärten der Kreisstadt entstanden sind. Diese Mittel fehlen nun im Personaletat. Hätte Vekist die Trägerschaft am Schmiedelpark gekündigt, hätte die Stadt diesen Part komplett übernehmen müssen.

Nach dem jetzt gefassten einstimmigen Ratsbeschluss bleibt Vekist weiterhin Träger des Schmiedelparks, die Stadt springt aber finanziell in die Bresche – unter dem Vorbehalt, dass das Land diesem Vorgehen zustimmt und sich dies nicht negativ auf Förderanteile durch das Land auswirkt. „Wir übernehmen den Teil des Trägeranteils nur dann, wenn das Land nichts dagegen hat und uns keine Mittel gekürzt werden“, machte Beigeordneter Michael Becker deutlich. Bürgermeister Andreas Nikolay betonte, dass auch die Kirchen zur „kommunalen Familie“ gehören.

Vekist-Vorstand Hans-Joachim Hermes bedankte sich bei Rat und Stadtchef für ihre Entscheidung. „Landrat und Kreisausschuss haben uns eine schwierige Aufgabe gestellt, die wir aber bis Jahresende wohl lösen werden.“

Von unserem Redakteur Markus Lorenz

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