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Rhein-Hunsrück

Petrus wird doch noch zum Jeck: RoMo-Umzüge im Hunsrück und am Mittelrhein [Fotos, Fotos, Fotos]

Am Rosenmontag hatte Petrus dann doch noch die Narrenkappe aufgesetzt und bescherte den Karnevalisten auf der Hunsrückhöhe und am Mittelrhein besseres Wetter als an den Tagen zuvor – zumindest weitgehend. Entsprechend gut besucht waren die Fastnachtsumzüge in Beltheim, Dickenschied, Rheinböllen, Oberwesel, Kratzenburg und Oppenhausen.

In Dickenschied gaben sich die Jecken aus der Gemeinde und den umliegenden Dörfern ein Stelldichein, und in Beltheim versammelten sich neben den heimischen Gruppen zahlreiche Zugteilnehmer, die tags zuvor auch schon in Kastellaun beim Umzug für Stimmung gesorgt hatten. 26 Zugnummern waren hier auf der Höhe unterwegs, wo ein eisiger Wind durch die Straßen pfiff. Dafür geizte der Himmel aber nicht mit Sonnenschein. Entsprechend toll kamen die Kostüme der Jecken zur Geltung. Die Farben leuchteten.

Quelle: YouTube (erweiteter Datenschutzmodus)

Ein paar Teilnehmer weniger

Und in Rheinböllen schlängelte sich der längste Umzug durch die Stadt. Der Rheinböller Carnevalverein (RCV) hatte alles im Griff. Dicht gedrängt standen die Zuschauer am Straßenrand. Wobei in diesem Jahr mit 30 Zugnummern der Umfang etwas zurückging. Im vergangenen Jahr waren noch rund 40 Gruppen beteiligt. „Dann fahren wir halt etwas langsamer durch die Stadt, dann haben wir genauso lange Spaß“, sah es Zugmarschall Matthias Haase ganz pragmatisch. „Bei uns sind die Teilnahmevorschriften sehr streng, die Zugwagen dürfen nicht einfach irgendwo abgestellt werden – das schreckt manchen möglichen Teilnehmer ab. Außerdem fehlt uns ein wenig das Umland.“

Die Narren jedenfalls erlebten innerhalb weniger Minuten gleich mehrere Jahreszeiten am eigenen Leib: Strahlendem Sonnenschein folgten düstere Wolken, wärmenden Strahlen eiskalter Schneefall. Die Kinder ließen sich das Feiern dennoch nicht vermiesen und sammelten eifrig Kamellen, die Großen schunkelten währenddessen fröhlich Arm in Arm.

Oberwesel ist am Rosenmontag immer der Kristallisationspunkt der Karnevalisten vom Mittelrhein. Farbenfrohe Fußgruppen und einige fantasievolle Motivwagen zogen unter ausgelassenem Jubel durch die Stadt der Türme und des Weins, und so manch ein Teilnehmer prostete den Zuschauern gut gelaunt mit einem Gläschen Wein zu. Insgesamt machten 48 Gruppen mit. Dirk Rüdesheim unterhielt die Narrenschar als Kommentator mit flotten Sprüchen, die Kinder stürzten sich auf die Süßigkeiten, die Musiker spielten Stimmungslieder, die Funkenmariechen tanzten und bei alledem war der Februarhimmel auch noch strahlend blau.

Kleine, aber feine Umzüge

Auch in Kratzenburg war die Stimmung bestens. Der närrische Lindwurm von Kratzenburg über Ney zur Halsenbacher Bürgerhalle startete wie immer pünktlich um 13.11 Uhr. 23 Fußgruppen und Wagen, darunter auch viele Jugendgruppen, machten sich auf den mehrere Kilometer langen Weg.

Quelle: YouTube (erweiteter Datenschutzmodus)

In Oppenhausen nahmen 27 Wagen und Fußgruppen am Rosenmontagsumzug teil, der sich an der Niederkirchspielhalle auflöste. Dort wurde nach dem Umzug noch kräftig weitergefeiert. Und das Ganze blieb aus polizeilicher Sicht im Rahmen. Keine besonderen Vorkommnisse meldeten die Inspektionen Boppard und Simmern bis Redaktionsschluss unisono.

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