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    Orgel soll 2017 vollendet werden

    000 Euro hat die Emmelshausener Pfeifenorgel in der Pfarrkirche St. Hildegard gekostet. Aber auch sieben Jahre nach ihrem Einbau ist sie noch nicht vollendet. Miit Hilfe von Spenden aus der Bevölkerung sollen weitere 80.000 Euro gesammelt werden, um die Orgel zu vervollkommnen.

    Setzen sich gemeinsam dafür ein, die Orgel in der Emmelshausener Pfarrkirche zu vervollkommnen: Pfarrer Christian Adams (von links), Organist Michael Steinbach und Fördervereinsvorsitzender Alfred Muders.  Foto: W. Wendling
    Setzen sich gemeinsam dafür ein, die Orgel in der Emmelshausener Pfarrkirche zu vervollkommnen: Pfarrer Christian Adams (von links), Organist Michael Steinbach und Fördervereinsvorsitzender Alfred Muders.
    Foto: W. Wendling

    Von unserem Redakteur Wolfgang Wendling

    Emmelshausen. Eine Pfeifenorgel mit 34 Registern - das ist schon was. Mit einem solchen mittelgroßen Instrument ist längst nicht jede Pfarrkirche ausgestattet. Aber nun ist die Pfarrkirche St. Hildegard in der Vorderhunsrücker Zentralkommune nicht irgendein Gotteshaus. Hier werden sämtliche Register seelsorgerischen Handelns gezogen. Hier spielt die Musik für das katholische Leben - schon jetzt und erst recht in Zukunft, wenn Emmelshausen wahrscheinlich Sitz einer Großpfarrei wird. Daher ist es keine Frage: Der Musica sacra als stärkster Ausdrucksform des Gotteslobes das ihr gebührende Gehör zu verschaffen, ist vornehme Aufgabe einer Kirchengemeinde.

    In Emmelshausen ward vor nunmehr 16 Jahren die Idee geboren, St. Hildegard mit einer ordentlichen Pfeifenorgel aus dem Hause Vleugels auszustatten. Zu diesem Zwecke trat am 2. Dezember 2000 ein Orgelbauverein mit 31 Gründungsmitgliedern ins Leben. Im Juni 2009 konnte Vereinsvorsitzender Heinz Monnerjahn Vollzug melden: "Das 487 000-Euro-Projekt wurde in achteinhalb Jahren realisiert." Das Ziel war erreicht, der Verein löste sich auf - aber nicht ganz. An die Stelle des Orgelbauvereins trat der Förderverein für Kirchenmusik. Zu seinen Aufgaben gehört auch die kostspielige Wartung der Orgel.

    Aber es gibt noch eine ganz wichtige Aufgabe des Vereins: Die Orgel ist auch sieben Jahre nach ihrem Einbau in die Emmelshausener Pfarrkirche noch unvollendet. Sie hat noch immer nicht den ursprünglich geplanten Ausbauzustand erreicht, sagt Pfarrer Christian Adams. Mehr als 100 000 Euro muss die Kirchengemeinde aufbringen, damit ihre Orgel nach dem Stand der Technik und in höchster Vollendung pfeift. Vor allem die Setzeranlage vermisst Dekanatskantor Michael Steinbach schmerzlich. Mit ihr kann der Organist Klangkombinationen in großer Zahl speichern und abrufen. "Vor allem bei Konzerten leistet eine solche Technik gute Dienste", sagt Steinbach. Auch kann Steinbach nicht sämtliche Register an seiner Orgel ziehen: Die "Nachtigall" bleibt ebenso stumm wie das "Glockenspiel". Solche reizvollen Klangeffekte wünscht sich ein Vollblut-Kirchenmusiker wie Steinbach sehnlichst. Deshalb hat sich der Förderverein für Kirchenmusik zum Ziel gesetzt, die Orgel zu vervollkommnen. Im Laufe des Jahres 2017 soll die Königin der Instrumente ihre Krönung erfahren, gibt Vereinsvorsitzender Alfred Muders die Richtung vor. Die 80 000 Euro, die noch fehlen, will der Verein bis dahin auftreiben.

    Bei diesem ehrgeizigen Ziel setzt der Verein auf die Spendenbereitschaft der Gläubigen. Die ist umso wichtiger, weil das Bistum für die Innenausstattung einer Kirche grundsätzlich keinen Zuschuss gewährt. Natürlich ist auch eine Mitgliedschaft im Förderverein erwünscht. Auch für Nicht-Katholiken bietet sich ein Engagement für die Orgel an. Denn durch die Aufwertung der Pfarrkirche erfährt Emmelshausen eine Attraktivitätssteigerung als kulturelles Zentrum.

    Im Anschluss an das Hochamt am Sonntag, 10.30 Uhr, lädt der Verein zur Förderung der Kirchenmusik zum Orgelfrühschoppen.

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