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    Fremdenverkehrsgemeinden gibt's nicht mehr: 27 Orte im Rhein-Hunsrück-Kreis verlieren ihr Prädikat

    27 Städte und Gemeinden aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis verlieren auf einen Schlag ihr touristisches Prädikat "staatlich anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde". Der Grund ist eine Änderung des rheinland-pfälzischen Kurortegesetzes.

    Die einzigartige Landschaft des Bopparder Hamms lockt viele Touristen in die Stadt. Die Übernachtungsgäste müssen einen Fremdenverkehrsbeitrag entrichten.
    Die einzigartige Landschaft des Bopparder Hamms lockt viele Touristen in die Stadt. Die Übernachtungsgäste müssen einen Fremdenverkehrsbeitrag entrichten.
    Foto: Breitbach (Archiv)

    Von unserem Redakteur Wolfgang Wendling

    Die "Fremdenverkehrsgemeinde", die es allein in Rheinland-Pfalz gibt, werde den touristischen Anforderungen an heutige Kurorte nicht mehr gerecht, denn der Gast könne mit "Fremdenverkehrsgemeinde" und den damit verbundenen Angeboten nichts anfangen. Die bisherigen Fremdenverkehrsgemeinden müssen aber nicht sofort diesen Titel streichen, sie dürfen die Bezeichnung noch bis Ende 2020 führen.

    Bad Salzig trägt das höchste Prädikat

    11 der 27 staatlich anerkannten Fremdenverkehrsgemeinden im Kreis haben durch die Gesetzesnovelle keinen wirklichen Verlust zu beklagen. Denn sie verfügen über ein anderes, hochwertigeres touristisches Prädikat. Das höchste Prädikat kann Bad Salzig vorweisen. Der Kurort ist kreisweit, und darüber hinaus im gesamten Unesco-Welterbe Mittelrheintal, das einige Heilbad.

    Die Bopparder Kernstadt mit Buchenau sowie die Stadt Emmelshausen sind staatlich anerkannte Luftkurorte. Darüber hinaus gibt es acht staatlich anerkannte Erholungsorte, und zwar Gemünden, Gondershausen, Kastellaun, Mörsdorf, Lingerhahn, Maisborn, Pfalzfeld und Riegenroth. Kein touristisches Prädikat mehr haben - nach Ablauf der Übergangsfrist Ende 2020 - die mittelrheinischen Fremdenverkehrs-Hochburgen St. Goar, Oberwesel und Urbar, die Hunsrücker Städte Kirchberg, Rheinböllen und Simmern sowie die Gemeinden Argenthal, Bell, Beltheim, Buch, Büchenbeuren, Budenbach, Laufersweiler, Norath, Pleizenhausen und Sohren.

    Nur wenige Gemeinden erheben Tourismusabgabe

    Ohne touristisches Prädikat gehen aber weder in St. Goar, Oberwesel, noch in Simmern oder Rheinböllen die Lichter aus. Denn die staatliche Anerkennung mit der jeweiligen Bezeichnung im Kurortegesetz ist ein Titel ohne Mittel. Jetzt, nach der Gesetzesnovelle, erst recht. Benötigten Gemeinden, um einen Fremdenverkehrsbeitrag zu erheben, bisher zwingend ein touristisches Prädikat, kann jetzt jede Gemeinde, die Aufwendungen für den Tourismus hat, diesen Beitrag - er nennt sich jetzt Tourismusabgabe - erheben, und zwar über das Kommunalabgabengesetz.

    Aber nur die wenigsten Gemeinden, die bisher dazu berechtigt wären, erheben tatsächlich einen Fremdenverkehrsbeitrag: Neben Boppard, St. Goar und Oberwesel tun dies nur noch Urbar, und Gondershausen. Emmelshausen erhebt lediglich eine Kurtaxe. Und die fällt mit 30 Cent pro Gast und Übernachtung recht niedrig aus.

    Kommentar: Das Angebot, nicht der Titel entscheidet
    Boppard Simmern
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