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    Festliche Deko im Sohrener Porzellanhaus Kaefer: Warme Farben sind im Trend

    Wer aus dem Dezembergrau, in das sich der Hunsrück jetzt an vielen Tagen hüllt, ins Porzellanhaus Kaefer tritt, kommt in eine andere Welt: Im Obergeschoss des alteingesessenen Sohrener Geschäfts glitzern und glänzen Christbaumkugeln, mit Sternen besetzte Lichterketten und Weihnachtsmannfiguren um die Wette.

    Die jungen US-Amerikanerinnen Sammy, Haley und Caitlyn sind mit ihren Eltern aus Birkenfeld nach Sohren gefahren, um in der Weihnachtsausstellung des Porzellanhauses zu stöbern. Das Geschäft genießt unter den in Deutschland lebenden Amerikanern einen hervorragenden Ruf. Foto: Werner Dupuis
    Die jungen US-Amerikanerinnen Sammy, Haley und Caitlyn sind mit ihren Eltern aus Birkenfeld nach Sohren gefahren, um in der Weihnachtsausstellung des Porzellanhauses zu stöbern. Das Geschäft genießt unter den in Deutschland lebenden Amerikanern einen hervorragenden Ruf.
    Foto: Werner Dupuis

    Von unserer Redakteurin Martina Koch

    An den schwer mit adventlichem Schmuck behangenen Tannengirlanden, die die Türen einrahmen, dominieren weiße und braune Farbtöne, viele der handgearbeiteten Stücke sind aus Holz gefertigt. Das ist diese Weihnachtssaison im Trend, weiß Hildegard Kaefer, die das Porzellanhaus gemeinsam mit ihrer Schwester Margret betreibt: "In den vergangenen Jahren waren kalte Töne beliebt, jetzt wird es wieder warm. Das wird sich auch in den kommenden Jahren noch halten."

    Kugeln in warm glänzendem Kupfer waren in den vergangenen Wochen in Sohren der Renner, kombiniert werden sie mit in zartem weiß gehaltenen Glaselementen und Holzschmuck, der durch seine individuelle Maserung gefällt: "Natur ist in diesem Jahr ein ganz großes Thema." Dabei sind auch die festlichen Dauerbrennerfarbtöne Rot und Gold nach wie vor stark in dem liebevoll ausgestatteten Weihnachtswunderland vertreten.

    Viele Kunden nehmen weite Wege in Kauf

    Indem sie konsequent auf ein qualitativ hochwertiges Sortiment fernab der Massenramschware setzen, haben sich die Kaefer-Schwestern mit ihrem Geschäft weit über die Grenzen der Region hinaus einen Namen gemacht. Viele Kunden nehmen weite Wege auf sich, um sich im Hunsrück mit Dekoration, Tischwäsche und Geschirr für die Festtage auszustatten. Besonders bei US-Amerikanern genießt das Porzellanhaus Kaefer fast schon einen legendären Ruf - den Zeiten, als die US-Army auf dem Hahn stationiert war, sei es gedankt.

    Bis heute beehren viele US-Bürger mit Kind und Kegel das Sohrener Geschäft, weil sie hier alles finden, was sie mit der deutschen Weihnacht' verbinden - inklusive der Kult gewordenen Weihnachtsgurke, die an keinem Tannenbaum fehlen darf. Auch für viele Hunsrücker ist der Bummel durch die Weihnachtsausstellung mehr als ein Einkauf: So kommen etwa oft Großeltern mit ihren Enkeln, die sich viel Zeit für Anekdoten und Erzählungen von früher verlebten Festtagen lassen. "Die Opas sind da besonders romantisch veranlagt. Sie vergessen dann alles um sich herum", hat Hildegard Kaefer beobachtet.

    Weihnachtsschmuck vermittelt Geborgenheit und Wärme

    Die Festtagsdekoration ist eben mehr als schmückendes Beiwerk: Da hängen Erinnerungen und Gefühle dran. "An Weihnachten suchen wir nach Geborgenheit und Wärme - und die vermittelt auch der Weihnachtsschmuck." Auch Kunden, die bei der Einrichtung ihres Eigenheims sonst auf klare Linien und puristisches Design Wert legen, lassen dann ihrem verborgenen Bedürfnis nach Kitsch freien Lauf: "An Weihnachten sind wir Menschen eben wie wir sind, auch wenn wir uns den Rest des Jahres verbiegen lassen", schmunzelt Hildegard Kaefer.

    Die Artikel ihres Weihnachtssortiments haben das Zeug zum Klassiker. Viele Stücke sind zeitlos, wie etwa die reich verzierten Gebäckdosen aus Porzellan, die Jahr für Jahr aufs Neue mit Selbstgebackenem gefüllt werden und auch der kommenden Generation noch viel Freude bereiten können. Lediglich das Sortiment an Krippen schwächelt etwas: Das Ensemble aus Maria, Josef, Hirten und Stalltieren, die sich um das Christkind scharen, verliert im häuslichen Bereich an Bedeutung - wenn es auch Sammler gibt, die für besonders wertige Ensembles gern nach Sohren kommen.

    Ihre Freude an den festlichen Tagen hat sich Hildegard Kaefer im Übrigen über all die Jahre hinweg bewahrt, obwohl die Adventszeit für sie und ihre Mitarbeiter vor allem eine arbeitsreiche ist: "Weihnachten ist für mich immer noch das schönste Fest - obwohl wir Stress bis zur letzten Minute haben."

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