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Boppard

Bopparder Stadtgeschichte wird um Attraktion reicher

Suzanne Breitbach

Ein neues Projekt ist in Planung: „Kastell Boppard: Bestandteil der römischen Verteidigungslinie am Rhein“, ist es umschrieben. Die Einrichtung und Nutzung des neu gestalteten Bereichs an der Kastellmauer in der Karmeliterstraße in Boppard rückt dabei in den Fokus.

Der Turmnachbau in Cortenstahl mitsamt seinem Bruchsteinkeller rückt in den Fokus der Erlebbarmachung Bopparder Stadtgeschichte. Dadurch wird touristische Attraktion gesteigert.
Der Turmnachbau in Cortenstahl mitsamt seinem Bruchsteinkeller rückt in den Fokus der Erlebbarmachung Bopparder Stadtgeschichte. Dadurch wird touristische Attraktion gesteigert.
Foto: Suzanne Breitbach

Experten sind sich einig: Das Kastell Boppard war im vierten Jahrhundert nach Christus einer der zentralen, überregional bedeutenden Bestandteile der römischen Verteidigungslinie entlang des Rheins gegen feindliche Übergriffe aus Germanien. „Die damalige Bedeutung des Kastells zeigt sich heute noch in den massiven, sehr gut erhaltenen Mauern der Befestigungsanlage. Deren herausragender Erhaltungszustand ist im Vergleich zu anderen Kastellstandorten sowie am Mittel- aber auch an Nieder- und Oberrhein ein Alleinstellungsmerkmal für die heutige Stadt“, stellt Stefan Rees, Leiter der Tourist-Info, die Bedeutung des antiken Gemäuers für Boppard heraus..

Nach der Sanierung der Kurfürstlichen Burg sind zahlreiche Exponate aus der romanischen und römischen Zeit nicht wieder zurückgekehrt ins Gemäuer der Burg. „Die Vor- und Frühgeschichte ist ein eigenes Thema. Dazu ist eine neue wissenschaftliche Ausarbeitung notwendig“, erläutert Museumsleiter Frank Schröder. Weiterhin wurden Grabungen nie ausgewertet, das alles soll nun gemacht werden.

Als kulturhistorische Aufwertung soll eine qualitativ hochwertige, didaktische, museale Vermittlung in Form einer Ausstellung und einem Rundgang eingerichtet werden. Hier werden die archäologischen Überreste anschaulich und leicht verständlich erläutert und deren Bedeutung für die archäologische Forschung und die Geschichte der Stadt Boppard erklärt.

In einem zweiten Teil soll die Bedeutung des antiken Kastells für das Funktionieren der überregional konzipierten römischen Verteidigungskette des vierten Jahrhunderts nach Christus von der Donau bis zur Rheinmündung stehen. Vergleiche mit anderen Kastellen (zum Beispiel Koblenz, Andernach) sowie die Wechselwirkungen zwischen dem Kastell Boppard und dem Hinterland, dessen Schicksal direkt mit der Effektivität der Verteidigungsmaßnahmen der Kastellbesatzung zusammenhing, wird den Besucherinnen und Besuchern künftig erläutert werden. Als Ausgangspunkt für die Rundgänge soll der in Cortenstahl ausgebildete Turm mitsamt seinem Bruchsteinkeller bilden, der an der freigelegten Stadtmauer in der Karmeliterstraße gegenüber der Stadtverwaltung liegt. Einst standen hier das Hotel „Zum Römer“ und weitere Häuser. Dadurch war von der Kastellmauer nichts zu sehen.

Ab 2006 wurden die Häuser in diesem Bereich abgerissen und das historische Gemäuer kam zum Vorschein. Das war die Voraussetzung, dass etliche Meter antiker Kastellmauer erlebbar gemacht werden können.

Von unserer Reporterin Suzanne Breitbach

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