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Riesweiler

Bittprozession am Räzebore

Die katholische Filialkirche Riesweiler beging das 30-jährige Bestehen Ihrer Bittprozession zum „Räzebore“.

Sogar der Begründer, Pastor Robert Florin (3. von rechts), war aus Waldbreitbach angereist.
Sogar der Begründer, Pastor Robert Florin (3. von rechts), war aus Waldbreitbach angereist.
Foto: Filialgemeinde Riesweiler

130 Gläubige aus Nah und Fern machten sich bei schönstem Wetter auf den Weg, um an der Freiluftmesse innerhalb der Grundmauern der früheren Wallfahrtskirche im Soonwald teilzunehmen.

An der Bittprozession im Soonwald beteiligten sich viele Gläubige. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens machten sich 130 Menschen aus Nah und Fern auf den Weg zur Eremitage Maria Reizenborn.
An der Bittprozession im Soonwald beteiligten sich viele Gläubige. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens machten sich 130 Menschen aus Nah und Fern auf den Weg zur Eremitage Maria Reizenborn.
Foto: Filialgemeinde Riesweiler

Pastor Robert Florin, der die Bittprozession als damaliger Pastor der Simmerner Pfarrei St. Josef im Jahr 1988 eingeführt hatte, war sogar extra aus Waldbreitbach gekommen, um an diesem Jubiläum teilzunehmen. Sechs Messdiener aus Riesweiler trugen abwechselnd das Prozessionskreuz vom Sportplatz bis zum Räzebore. Die Messe wurde zelebriert von Pastor Lutz Schultz und Pastor Robert Florin, Lektorin war Ulrike Börschinger.

Die musikalische Begleitung hatte Bernd Loch an der Orgel mit dem Solisten Rolf Kraemer übernommen. Nach der Messe hatte die Filialgemeinde zu Bratwurst und Maibowle ins Sportheim eingeladen.

Die Eremitage Maria Reizenborn, in Hunsrücker Mundart „Räzebore“ genannt, ist eine ehemalige Einsiedelei. Sie liegt im Soonwald bei Riesweiler direkt an einem Pilgerweg zwischen Simmern und Spabrücken. Auf dieser Route überquerte der Pilgerweg seinerzeit den Soonwaldrücken.

Den Namen erhielt der Ort durch die Quelle Maria Reizenborn. Im Mittelalter wurde dem Wasser heilende Wirkung nachgesagt. Pilgern und Jägern diente sie im 17. Jahrhundert als Raststätte.

Noch viel früher, um 1000, befand sich an dieser Stelle ein Heiligtum der Kelten. 1732 wurde an der Pilgerstätte im Soonwald eine Wallfahrtskapelle eingeweiht. Immer am Sonntag nach Christi Himmelfahrt findet dort eine Bittprozession statt, nun schon zum 30. Mal. Zwischen 1985 und 1986 fanden Grabungen statt, um die Fundamente der Eremitage zu finden. Die Fundamente der Kirche wurden freigelegt und erhöht, sodass heute sichtbar ist, wo ehemals die Kirche stand. Einweihung der alten Wallfahrtsstätte erfolgte am 7. Juli 1987. Zehn Jahre später wurde die ehemalige Eremitage auf den ursprünglichen Fundamenten wieder errichtet. In diesem Jahr gründete sich in Riesweiler auch der Verein zur Förderung des Kulturdenkmals Räzebore, ohne den der Erhalt der Eremitage und die Pflege des Geländes nicht möglich wäre. Die Aktivitäten finanzieren sich durch Spenden und Mitgliederbeiträge.

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