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Cochem-Zell

B421 soll besser befahrbar werden: Ausbau des Zeller Bergs rückt näher

Dieter Junker

Der von vielen lang ersehnte Ausbau des Zeller Bergs rückt näher. Noch in diesem Jahr beginnen Fahrbahnsanierungen auf einer Länge von insgesamt rund 2,3 Kilometern im Bereich Tellig und im Bereich Zell, für das kommende Jahr ist der Bau eines bergauf führenden Zusatzfahrstreifens vorgesehen, demnächst soll zudem das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau einer bergab führenden Zusatzfahrspur eingeleitet werden.

Der Zeller Berg ist durch den Schwerlastverkehr stark belastet. Seit Jahren wird ein Ausbau geplant, das Geld steht zur Verfügung, im kommenden Jahr soll es nun wohl losgehen. Schon jetzt stehen Fahrbahnsanierungen an.  Foto: Archiv Peter Scherer
Der Zeller Berg ist durch den Schwerlastverkehr stark belastet. Seit Jahren wird ein Ausbau geplant, das Geld steht zur Verfügung, im kommenden Jahr soll es nun wohl losgehen. Schon jetzt stehen Fahrbahnsanierungen an.
Foto: Archiv Peter Scherer

„Der Bund hat die Gelder bereitgestellt, für den Bau der bergauf führenden Zusatzspur liegt auch Baurecht vor, damit kann mit dem Ausbau bald begonnen werden“, meint dazu Bernd Cornely, der Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz. Mehr als zehn Millionen Euro wird das gesamte Projekt kosten. „Und es ist ein technisch durchaus anspruchsvolles Vorhaben“, unterstreicht der LBM-Leiter.

Bereits seit 2011 liegt das Baurecht für den bergauf führenden Zusatzfahrstreifen vor. Die Ausführungsplanung für diese rund ein Kilometer lange Strecke ist hier abgeschlossen, im Winter 2018/19 soll gerodet werden, da für die Verbreiterung der Straße auch in den Hang eingegriffen werden muss. Der geplante Baubeginn ist laut LBM dann für das Jahr 2019 vorgesehen – Kosten hier: rund 4,5 Millionen Euro.

Vorher stehen weitere Fahrbahnsanierungen an der Bundesstraße an, so am Beginn des Zeller Bergs auf einer Länge von 1,18 Kilometer im Tal sowie auf der Höhe bis zur Einmündung der K 46 bei Tellig auf einer Länge von zwei Kilometern. Dieser Teil wird rund 1,1 Millionen Euro kosten. Bereits im vergangenen Jahr gab es auf Abschnitten dieser Strecke Fahrbahnsanierungen.

Für den Ausbau eines bergab führenden Zusatzfahrstreifens soll laut LBM in absehbarer Zeit das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden. „Wenn alles gut läuft, haben wir hier 2020 Baurecht und können dann loslegen“, meint Bernd Cornely. Geplant sei, schon in zeitlicher Nähe zum ersten Ausbau dann mit diesem Abschnitt fortzufahren, so der LBM-Leiter. Dieser Abschnitt kostet rund fünf Millionen Euro. Der Zeller Berg, wie dieser Teil der B 421 genannt wird, ist eine wichtige Verbindungsstraße zwischen dem Moseltal und der Eifel und dem Hunsrück. Die durchschnittliche tägliche Verkehrsbelastung mit rund 3767 Fahrzeugen am Tag ist für eine Bundesstraße eher unterdurchschnittlich, wie Bernd Cornely hervorhebt.

Allerdings macht der Schwerlastverkehr rund zehn Prozent der täglichen Fahrzeuge, die diese Straße nutzen, aus. „Das ist eher hoch“, betont der LBM-Leiter. Grund: Andere Zubringer von den Hunsrückhöhen an die Mosel, so über Traben-Trarbach oder Enkirch, sind für den Schwerlastverkehr gesperrt, der deshalb den Zeller Berg nutzen muss. „Darum ist diese Straße auch ein Unfallschwerpunkt, weil es durch den hohen Anteil an Schwerlastverkehr immer wieder zu riskanten Überholmanövern kommt“, erläutert Bernd Cornely. Dies soll durch den Bau zusätzlicher Fahrstreifen entschärft werden.

Der Ausbau dieser Straße war immer wieder Wunsch von Kommunalpolitikern der Region. Bewegung in die Angelegenheit kam 2009, als der Kreis einer Klage gegen die Änderung des Planfeststellungsverfahrens im Zusammenhang mit der Sperrung der B 327 (Hunsrückhöhenstraße) im Bereich des Flughafens Hahn zurückzog. Damals hatten vor allem Landwirte aus dem Kreis Cochem-Zell sich darüber beschwert, dass das Land die aufgrund der Startbahnverlängerung ursprünglich geplante Verlegung der B 327 nicht realisieren wollte, wodurch für die Landwirte deutlich längere Fahrstrecken nötig wurden. Im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung hatte das Land dem Kreis unter anderem damals den raschen dreispurigen Ausbau der B 421 zugesagt.

Von unserem Mitarbeiter Dieter Junker

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