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Diez/Hahnstätten

Positives Gutachten für Aartalbahn

Die Aartalbahn zwischen Diez und Zollhaus kann wie geplant im Sommer 2015, mit Beginn des Schuljahres 2015/2016, den Betrieb für den Personenverkehr aufnehmen. Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr (SPNV) Rheinland-Pfalz-Nord hat in seiner Verbandsversammlung die Reaktivierung einstimmig bestätigt, nachdem in einem Gutachten weiterhin ein „positiver gesamtwirtschaftlicher Nutzen“ ermittelt wurde.

Diez/Hahnstätten – Die Aartalbahn zwischen Diez und Zollhaus kann wie geplant im Sommer 2015, mit Beginn des Schuljahres 2015/2016, den Betrieb für den Personenverkehr aufnehmen. Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr (SPNV) Rheinland-Pfalz-Nord hat in seiner Verbandsversammlung die Reaktivierung einstimmig bestätigt, nachdem in einem Gutachten weiterhin ein „positiver gesamtwirtschaftlicher Nutzen“ ermittelt wurde.

Das Gutachten war notwendig, da die für eine Wiederinbetriebnahme vorgesehenen Strecken in Rheinland-Pfalz einer erneuten Prüfung unterzogen werden sollten. Im Norden des Landes waren davon die Aartalbahn und die 52 Kilometer lange Eifel-Querbahn zwischen Kaisersesch und Gerolstein betroffen.
Die neue Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) weist zwar eine Verschlechterung auf, stellt jedoch den Beschluss des Zweckverbandes, ab 2015 wieder Züge über die Gleise der Aartalbahn rollen zu lassen, nicht infrage. Der Nutzen-Kosten-Quotient beträgt nunmehr 1,31 statt bisher 1,62 oder 1,71. Dabei waren verschiedene Varianten für den Ausbau des Bahnhofs in Diez berücksichtigt worden. Bei der Aktualisierung der NKU wurden neben den gestiegenen Kosten für die Infrastruktur auch ein erhöhter Betriebsaufwand durch den Einsatz mehrerer Fahrzeuge für den Schülerverkehr in den Spitzenzeiten berücksichtigt. Betrugen die Kosten nach der alten NKU 4,88 Millionen Euro ohne die Planung, geht man jetzt nach dem Gutachten von 6,12 Millionen Euro für die Reaktivierung der Strecke zwischen Diez und Zollhaus aus. Den erhöhten Kosten steht nach der neuen Erhebung eine leicht erhöhte Nachfrage der Fahrgäste gegenüber.
Bei der Eifel-Querbahn wurde in dem neuen Gutachten eine Verdoppelung der Kosten ermittelt. Ob an dem Beschluss, die Strecke zu reaktivieren, gerüttelt wird, bleibt zunächst offen. In der Sitzung wurden Zweifel an den Ergebnissen der NKU für die Eifel-Querbahn laut, sogar ein Vertagen der Entscheidung für beide Strecken kam ins Gespräch. Dem entgegnete Uli Schöberl, Vertreter des Rhein-Lahn-Kreises, in der Verbandsversammlung: „Die Aartalbahn ist Bestandteil der Ausschreibung für das Netz Eifel-Westerwald-Sieg. Ein Vertagen bedeutet einen absoluten Verzug. Man sollte jetzt nicht noch um fünf vor zwölf das Signal auf Rot stellen.“ Schöberl hob – mit Blick auf Kommunalpolitiker aus dem Aargebiet auf den Besucherrängen – das lokale Interesse an einer Reaktivierung hervor.
Volker Satony, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hahnstätten, nahm die Bestätigung wohlwollend zur Kenntnis: „Jetzt sind die Vorrausetzungen für eine detaillierte Planung der Strecke, der Infrastruktur, der Haltepunkte und des Zubringerverkehrs geschaffen. Priorität genießt aber zunächst der Ankauf der Trasse durch die Verbandsgemeinden Diez und Hahnstätten von der DB-Netz AG. „Wir werden in den kommenden Tagen zusammenkommen, um über den Ankauf unter der Federführung der VG Hahnstätten zu beraten. Dass wir die Strecke gemeinsam kaufen, ist bereits abgeklärt“, kündigte Franz Klöckner, Bürgermeister der VG Diez, bereits konkrete Schritte an. Klöckner sieht in der Aartalbahn und der damit verbundenen Einbindung in den Rheinland-Pfalz-Takt, eine wesentliche Verbesserung der Infrastruktur: „Die Aartalbahn ist eine wertvolle Verbindung. Abgepasst mit dem Busverkehr steigert sie die Anbindung der Orte in den öffentlichen Personenverkehr.“ up

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