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    Bärbach

    Faszinierende Klänge: Irrungen der Liebe musikalisch perfekt inszeniert

    Irgendwo zwischen hervorragender Meditation, sphärischer Hypnose und faszinierender Spannung ist das anzusiedeln, was das Familientrio Turnbulls am Donnerstagabend auf dem Apfelhof zu Gehör brachten.

    Joss, Josefine und Mike Turnbull (von links) boten ein Musikerlebnis mit Gänsehautfaktor. Foto: Dagmar Schweickert
    Joss, Josefine und Mike Turnbull (von links) boten ein Musikerlebnis mit Gänsehautfaktor.
    Foto: Dagmar Schweickert

    Matthias Frey war angesichts der Zuhörermassen, die nach Bärbach gekommen waren, sichtlich glücklich: „Wir sind ganz aus dem Häuschen, dass an einem Donnerstag so viele Leute hier sind“, meinte er begeistert, während er zusätzliche Klappstühle aufstellte für Gäste, die den Konzertsaal erst nach einigem Suchen im Nebel gefunden hatten.

    Der Weg hatte sich gelohnt, darin waren sich die Zuhörer schnell einig: Mit ganz außergewöhnlichen Arrangements, einer betörenden Stimme und einem grandiosen Zusammenspiel verzauberten das Geschwisterpaar und sein Vater das Publikum. Die Musik, die die Geschwister Joss und Josefine mit ihrem Vater Mike darboten, war vom ersten Ton an anders, faszinierend und betörend.

    Die Stimme der Sängerin zog die Zuhörer schlagartig in ihren Bann. Jedes englische Wort, das sie flüsterte, sang, herausflehte, wurde mit Spannung erwartet. „Worte wie Schießpulver“ gab es dabei, es ging um Menschen, die einem Bett liegen und sich dabei – unausgesprochen – doch so fremd sind. Ihre Texte handelten von der Liebe, der unglücklichen, unerfüllten, verwirrten.

    Sie erzählte von Zweifeln, geheimen Sehnsüchten trotz einer äußerlich paradiesischen Beziehung und dem Kaleidoskop der Gefühle, die sich eben nicht immer in Schubladen sortieren lassen: „Es geht um tiefste ambivalente Gefühle einer Liebesbeziehung: Ihr kennt das wahrscheinlich alle“, meinte die Sängerin, die ebenso wie der Rest der Familie von Anfang immer wieder den lockeren Dialog mit dem Publikum suchte und bekam. In perfekter Symbiose ergänzten Bruder und Vater sie mit Rhythmen, die leise, aufbrausend, fordernd bis hin zu ekstatisch waren. Auch dreistimmigen Gesang bot das kleine musikalische Familienunternehmen in Perfektion und mit Gänsehaufaktor dar.

    Das Publikum dankte den Dreien immer wieder mit viel Applaus für ein besonderes Erlebnis und die Offenheit, mit der vor allem Josefine dank ihrer Texte tiefe Einblicke in ihr Seelenleben erlaubte.

    Von unserer Redakteurin Dagmar Schweickert

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