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    Altendiez/Hirschberg

    Durchlässe unter Bundesstraße sind nicht nur für Kröten da

    Für Erstaunen hat der Hinweis der Fachleute vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Diez gesorgt, dass beim Bau der Bundesstraße 417 zwischen Altendiez und Hirschberg 27 Krötentunneln angelegt werden.

    Damit Kröten künftig die B 417 selbstständig sicher überwinden können, werden anlässlich der Sanierung 27 Tunnel eingebaut.  Foto: Andreas Galonska
    Damit Kröten künftig die B 417 selbstständig sicher überwinden können, werden anlässlich der Sanierung 27 Tunnel eingebaut.
    Foto: Andreas Galonska

    Von unserem Redakteur Andreas Galonska

    Zusammen mit der Neutrassierung der Strecke im Wald wird etwa alle 50 Meter ein Durchlass für Amphibien eingebaut, der so groß bemessen ist, dass beispielsweise auch Füchse die Straße unterqueren können. Auf dem jetzigen Ausbauabschnitt, der voraussichtlich im September wieder für den Straßenverkehr geöffnet wird (unsere Zeitung berichtete), werden 27 Tunnel eingebaut. Ein Teil der Tunnel kann neben der eigentlichen Funktion als Tierdurchlass auch als Teil des Entwässerungssystems unter der Bundesstraße verwendet werden.

    Lutz Nink, der Leiter des LBM Diez, hob hervor, dass im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens ein Umweltgutachten für die B 417 erstellt wurde, in dem die zahlreichen Amphibientunnel vorgeschrieben wurden. Bekanntermaßen gehört der Abschnitt im Wald zwischen Altendiez und Hirschberg zu den krötenreichen Gebieten. Bislang sind zur Laichzeit die grünen Schutzzäune entlang der Bundesstraße aufgestellt und später wieder abgebaut worden.

    Auf der neuen Strecke bleibt es nicht allein bei den Amphibientunneln. Voraussichtlich wird der erste neue Asphalt in der Zeit Anfang bis Mitte Juli aufgetragen. Etwa zwei Wochen später folgt der Einbau der ersten Leiteinrichtungen für die Kröten. Dabei werden zwischen den jeweiligen Durchlässen durchgängige Planken am Boden befestigt, die mit einem Übersteigschutz versehen sind. Die Kröten können diese Leitplanken also nicht überklettern und werden dazu gebracht, sich weiter bis zum nächsten Tunnel zu bewegen. Vorgegeben ist außerdem, dass die Leiteinrichtungen fest im Boden abschließen, sodass auch ein Untergraben verhindert wird.

    Beim Neubau von Straßen ist der Einbau von Querungshilfen für Amphibien und Kleintiere häufig vorgeschrieben. Für diese Bauwerke müssen häufig sechsstellige Beträge eingeplant werden. Im Fall der B 417 wird für alle 27 Krötentunnel zusammen mit den Leiteinrichtungen mit Kosten in Höhe von 360 000 Euro gerechnet.

    Diez
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