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Aar

Aartalbahn nimmt große Hürde

Die Aartalbahn kommt: Ab August 2015 sollen Züge im Stundentakt zwischen Limburg und Zollhaus verkehren. Ursprünglich war eine Reaktivierung der 1986 stillgelegten Trasse zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 vorgesehen.

Die Ausschreibung der Betriebsleistungen im Rahmen eines größeren Netzes („Eifel-Westerwald-Sieg“) beansprucht etwas mehr Zeit, als ursprünglich geplant. Daher verzögert sich die Inbetriebnahme um rund acht Monate. Ein weitgehendes Einvernehmen über das Reaktivierungsprojekt wurde zuletzt auch in Gesprächen mit Vertretern der Anliegerkommunen erzielt. „Alle zeigten sich optimistisch und stehen einer Reaktivierung positiv gegenüber“, berichtet Volker Satony, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hahnstätten in einem Gespräch mit der RLZ.
Mit ausschlaggebend für diese positive Resonanz sind die verhältnismäßig geringen Kosten für die Gemeinden, die bei der Wiederinbetriebnahme entstehen. Finanziell beteiligt sind die Kommunen in erster Linie bei der Gestaltung des Umfelds rund um die Haltepunkte. Die sollen, nach Aussage von Volker Satony, von den Verbandsgemeinden federführend, jedoch in Absprache mit den Gemeinden, geplant und vergeben werden, um die Strecke mit einem einheitlichen Bild auszustatten.
Die Fahrzeit zwischen Limburg und Zollhaus beträgt 24 Minuten. Dabei pendelt ein Zug im Stundentakt. Je nach Fahrgastaufkommen, wie beim Schülertransport, wird ein zweiter Wagen eingesetzt. Der Fahrplan sieht vor, dass montags bis freitags der erste Zug den Bahnhof in Limburg um 6 Uhr erreicht und um 21 Uhr der letzte Zug den Bahnhof in Limburg verlässt. Am Wochenende fährt der letzte Zug um etwa 23 Uhr aus der Domstadt. Aus den nicht direkt an die Bahnlinie angrenzenden Gemeinden im Aartal, wie Kaltenholzhausen, Mudershausen, Netzbach oder Lohrheim, wird ein Zubringerverkehr eingerichtet, der zum gegebenen Zeitpunkt im Nahverkehrskonzept des Rhein-Lahn-Kreises geregelt wird. Durch die Gesamtentwicklung konkretisiert sich auch der Ankauf der Strecke durch die Verbandsgemeinden Diez und Hahnstätten. Die Trasse ist zurzeit noch im Besitz der DB-Netz AG, die aber bereits die Zustimmung für den Verkauf der Trasse signalisiert hat. Beide Verbandsgemeinden werden die Strecke bei der Reaktivierung an das Infrastrukturunternehmen verpachten.
Ob in Zukunft auch Güterverkehr über die Gleise rollt, bleibt zunächst noch offen. Das Mainzer Wirtschaftsministerium lässt zurzeit beispielsweise verschiedene Varianten für eine Anbindung der Firma Schaefer Kalk in Hahnstätten prüfen. up

Diez
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