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Städtisches Radwegenetz soll an NRW anknüpfen

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Das Radwegenetz der Kreisstadt soll an das nordrhein-westfälische Radwegenetz angebunden werden. Dies sieht die Fortschreibung des Radwegeplans aus dem Jahr 1989 vor, die der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat.

Bad Neuenahr-Ahrweiler soll noch mehr als bisher als radfreundliche Stadt be- und anerkannt werden.
Bad Neuenahr-Ahrweiler soll noch mehr als bisher als radfreundliche Stadt be- und anerkannt werden.
Foto: Hans-Jürgen Vollrath

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Das Radwegenetz der Kreisstadt soll an das nordrhein-westfälische Radwegenetz angebunden werden. Dies sieht die Fortschreibung des Radwegeplans aus dem Jahr 1989 vor, die der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat.

Bereits Ende August 2011 hatte es einen gemeinsamen Ortstermin mit Vertretern der Stadtverwaltung, der Gemeindeverwaltung Grafschaft und des Landesbetriebs Mobilität Cochem gegeben. Letzterer stimmte dem Gedanken zu, vom Ahrradweg in Heppingen bis zur Landesgrenze nach Nordrhein-Westfalen eine Radwegeverbindung auszuweisen. Sie soll das großräumige Radwegenetz (GWR) regional ergänzen.

Auch das Innenministerium in Mainz prüfte und kam zu dem Schluss, dass die vorgeschlagene Lösung eine bessere Akzeptanz und Nutzbarkeit verspreche als die aktuell vorhandene Nord-Süd-Verbindung zwischen Bachem und Ringen. Während diese Verbindung im GRW künftig keine Rolle mehr spielt, wird die Verbindung über Heppingen in die Planung aufgenommen, wobei die technischen und finanziellen Einzelheiten des Ausbaus der Strecke mit dem LBM noch abzustimmen sind. Nebeneffekt: Hiermit ist auch die Grundlage geschaffen, den geplanten Lückenschlusses zwischen Gimmigen und dem „Deutschen Eck“ aus Landesmitteln zu fördern. Um diese Maßnahme geht es unter anderem in der Sitzung des Gimmiger Ortsbeirates am Dienstag, 6. März, um 19 Uhr im Bürgerhaus Gimmigen.

Lob gab es in der Rastsitzung für die fraktionsübergreifende Radfahrgruppe, die sich mit der Überarbeitung des in die Jahre gekommenen Radwegeplans befasst. „Wir schaffen hier Sicherheit für Kinder, ja für alle Radfahrer und sind dabei sehr umweltfreundlich“, brachte Fritz Langenhorst (SPD) die Arbeit der Gruppe auf den Punkt. Auf vier Touren hat sie nahezu das gesamte, zurzeit 82 Kilometer umfassende Fahrradnetz der Kreisstadt unter die Lupe genommen und einen Katalog von Verbesserungsvorschlägen erarbeitet. Auf kostenintensive Neuanlagen von Radwegen wird dabei weitgehend verzichtet, vielmehr auf vorhandene Infrastruktur zurückgegriffen.

Ein modernes Verständnis der Förderung von Radverkehr forderte Wolfgang Schlagwein (Bündnis 90/Die Grünen), der daran erinnerte, dass der Rat vor einigen Monaten ein Energiekonzept für die Gesamtstadt beschlossen habe. Zur Energiewende wie zum Klimaschutz gehöre auch, den Anteil von Fuß-, Rad- und Busverkehr am Gesamtverkehr zu erhöhen. „Es geht heute nicht mehr an, Fahrradfahrer für wenige Meter von der Straße zu zwingen, sie um die Vorfahrtsrechte zu bringen und sie dann auch noch allein zu lassen, wenn sie sich nach wenigen Metern eines abrupt endenden Radweges wieder irgendwie in den fließenden Verkehr einfädeln müssen“, übte Schlagwein Kritik an „Alibi-Kurz-Radwegstücken“. Oft endeten sie da, wo es drauf ankommt, nämlich im Kreuzungs- und Kreisverkehrsbereich.

Die Freigabe von Einbahnstraßen für den Radverkehr gegen Fahrtrichtung ist ein Eckpunkt bei der Überarbeitung des städtischen Radwegeplans, den Schlagwein lieber als „Radverkehrsplan“ bezeichnet wissen möchte. Manfred Kolling (CDU) hofft, dass Bad Neuenahr-Ahrweiler künftig als fahrradfreundliche Stadt be- und anerkannt wird.

Von unserem Redakteur Frieder Bluhm

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