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Sinzig

Sinziger Bücherherbst für Leseratten

Ob Rucksäcke, Jutetaschen, fahrbare Einkaufstrollies oder schlichte Plastiktüten – wenige Besucher verließen den 10. Sinziger Bücherherbst auf dem Kirchplatz ohne ein fast bis zum Bersten gefülltes Transportmittel. Zahlreiche Standbetreiber breiteten ihre literarischen Schätzchen, gut erhaltene Schmöker, Nachschlagewerke und Taschenbücher unter dem sonnig-warmen Herbsthimmel aus.

Sinzig – Ob Rucksäcke, Jutetaschen, fahrbare Einkaufstrollies oder schlichte Plastiktüten – wenige Besucher verließen den 10. Sinziger Bücherherbst auf dem Kirchplatz ohne ein fast bis zum Bersten gefülltes Transportmittel. Zahlreiche Standbetreiber breiteten ihre literarischen Schätzchen, gut erhaltene Schmöker, Nachschlagewerke und Taschenbücher unter dem sonnig-warmen Herbsthimmel aus.

Dabei lebte der Markt von der riesigen Bandbreite des gedruckten Wortes. Und die Begeisterung für die Literatur führte zwangsläufig zu angeregten Gesprächen zwischen dafür Anbietern und Abnehmern. Von seltenen Comics, über außergewöhnliche Kochbücher, wie etwa „Ostfriesische Küche im Wandel der Jahreszeiten“, schwergewichtiger Denkstoff á la E.M. Cioran und Richard Sennett, Ratgeber für die Wirbelsäulengymnastik bis hin zur leichten Konsumkost wurde alles angeboten.
Komplett ihre Regale entrümpelt hatte so manche Familie und bot die Auswahl gemeinsam mit ihrem Nachwuchs an. Der freute sich an der Aufbesserung seines Taschengeldes und war mit Feuereifer dabei. Fundgruben wie etwa die Bibliotheksauflösung eines Professorenhaushaltes ließen belesene Herzen höher schlagen.

Bücherschrank „Am Teich“
Während die einen gemütlich schlendernd mal hier mal dort stöberten, gingen manche zielgerichtet vor. Schon kurz nach Eröffnung des Marktes schwer bepackt durchforstete Antoinette Lepper-Binnewerg die Tische nach Kinderbüchern. „Die sind für unseren öffentlichen Bücherschrank ,Am Teich’ – die Idee kam bei einem Straßenfest auf. Der Schrank steht für jedermann zugänglich an der Straße und gerade Kinder und Jugendliche sind gute Abnehmer“, erklärte sie die Unmengen an Kinderliteratur, die sie mit sich herumschleppte. Bücher gegen Spende und Selbstgebackenes gab es beim Stand des Frauenhauses.
Das Rahmenprogramm hatte Bücherherbst-Initiator Benno Schneider mit Unterstützung vom Stadtmarketing und Kommunikationsberatung Friedsam bestens organisiert. Sascha Gutzeit ließ bei seiner Lesung aus Richard Bräutigams schrägem Roman „Von Babylon träumen“. Im Rathausfoyer tauchten einige Zuhörer für kurze Zeit in einen windigen und regnerischen Januartag ab, als sie den Erlebnissen eines Totalversager-Detektives folgten. Wer die Seele der Bücher besser verstehen wollte, konnte sich aus dem profunden Wissensschatz von Buchbinder Josef Decker bereichern, der im Bistro „Barbarossas“ samt Anschauungsmaterial seinen Stand aufgeschlagen hatte.

Lesung in der Kirche
Eine kleine Oase der Weisheit, Liebe, Freundschaft und Freiheit inszenierte Kurt Wintersteiner in der Kirche St. Peter mit seiner Lesung aus „Der Prophet“ des weltbekannten Dichters Khalil Gibran. Nicht nur für Rheinliebhaber bot die Filmdokumentation „Die große Rheinfahrt“ phantastische historische Bilder. Fazit: Die zehnte Auflage des Bücherherbstes war ein literarischer Rundumschlag, der zu Recht zum „Bestseller“ im Veranstaltungskalender wurde

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