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Kreis Ahrweiler

Schlecker-Mitarbeiter kämpfen auch im Ahrkreis um ihren Job

Bis zu 500 Menschen, die für die Zukunft der insolventen Schleckermärkte im nördlichen Rheinland-Pfalz kämpfen wollen, erwartet die Gewerkschaft verdi am Sonntag, 26. Februar, zu ihrem „Schlecker-Zukunftstag“ von 13 bis 15 Uhr in der Halle Forum in Daun. Es geht um die Rettung von Arbeitsplätzen, aber auch um den Erhalt von Infrastruktur im ländlichen Raum.

Ein Bild aus der Vergangenheit: Den Schlecker-Markt in der Ahrweiler Ahrhut gibt es nicht mehr.
Ein Bild aus der Vergangenheit: Den Schlecker-Markt in der Ahrweiler Ahrhut gibt es nicht mehr.

Kreis Ahrweiler – Bis zu 500 Menschen, die für die Zukunft der insolventen Schleckermärkte im nördlichen Rheinland-Pfalz kämpfen wollen, erwartet die Gewerkschaft verdi am Sonntag, 26. Februar, zu ihrem „Schlecker-Zukunftstag“ von 13 bis 15 Uhr in der Halle Forum in Daun. Es geht um die Rettung von Arbeitsplätzen, aber auch um den Erhalt von Infrastruktur im ländlichen Raum.

Schlecker hat sein Filialnetz seit 2008 im Kreis Ahrweiler kontinuierlich ausgedünnt. Waren es 2008 noch 33 Filialen, sind es aktuell nur noch 11. Allein in Remagen haben nach Angaben der Gewerkschaft verdi seit 2009 vier Filialen dicht gemacht, die letzte im Dezember 2011. In Bad Breisig gab es im Dezember 2011 eine Schließung, in Sinzig folgte nach 2009 die zweite Aufgabe eines Marktes im Dezember 2011. Momentan werden viele Frauen aus gekündigten Filialen als Springer eingesetzt.  
In Schuld, wo sich eine von zwei Filialen in der gesamten Verbandsgemeinde Adenau befindet, macht sich Ortsbürgermeister Helmut Lussi Sorgen. Ein Päckchen Kaffee, Zahncreme, eine Tüte Gummibärchen für den Enkel – vor allem für die Senioren ist es wichtig, eine Grundversorgung mal gerade um die Ecke zu haben. „Der Laden ist gut frequentiert und wird auch von Kunden aus umliegenden Dörfern besucht. Sollte er verschwinden, geht ein Stück Lebensqualität verloren“, so Lussi. Außerdem arbeiten zwei Frauen aus dem Dorf hier. Er hofft, dass Schlecker weiterhin der Mieter der Immobilie im ehemaligen Spa-Markt bleibt. Sonst droht hier vielleicht Leerstand, denn für den Metzger des Ortes ist die Immobilie zu groß.


In der Verbandsgemeinde Brohtal hat die Schlecker-Filiale seit Januar diesen Jahres geschlossen. In Niederzissen und Weibern gibt es noch Verkaufsstellen. Verbandsbürgermeister Johannes Bell bedauert den Verlust von Einkaufsmöglichkeiten und Arbeitsplätzen, setzt aber darauf, dass wirtschaftlich geführte Verkaufsstellen nicht aufgegeben werden. Für Weibern und Niederzissen sieht er die Grundversorgung allerdings auch ohne Schlecker sichergestellt. Hier sei „Schlecker“ eben nicht exklusiver Nahversorger, sondern eine Ergänzung und in Konkurrenz zu anderen Mitbewerbern.


In der Verbandsgemeinde Altenahr muss sich die Kette im Einkaufszentrum Pützfeld neben einem Discounter behaupten, in dem es natürlich auch Zahnpasta und Hygieneartikel gibt. Aus dem Rathaus in Altenahr gab es immer Unterstützung für den Drogeriemarkt, der für die Ortsgemeinde Ahrbrück eine Geschichte als Pilotfunktion hat. „Es war für lange Zeit der einzige Grundversorger“, so Büroleiter Peter Eschweiler. „Als der Vermieter kündigte, ging der Verkauf für die Übergangszeit bis zum Umzug nach Pützfeld auf dem gemeindeeigenen Parkplatz in zwei Containern weiter.“ Die andere Filiale in Mayschoß gilt neben einem kleinen Tante-Emma-Laden als wichtiger Nahversorger. Beate Au




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