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Remagen

Remagen: Tanz im Denkmal ist verboten

Den Tag des offenen Denkmals am Sonntag hatte sich Peter Wyborny, Hausherr des geschichtsträchtigen Apollinariskellers in Remagen, anders vorgestellt. Das Unterhaltungsprogramm musste abgesagt werden, weil die Stadtverwaltung die dafür erforderliche Genehmigung verweigerte.

Remagen – Den Tag des offenen Denkmals am Sonntag hatte sich Peter Wyborny, Hausherr des geschichtsträchtigen Apollinariskellers in Remagen, anders vorgestellt. Das Unterhaltungsprogramm musste abgesagt werden, weil die Stadtverwaltung die dafür erforderliche Genehmigung verweigerte.

Eigentlich wollte Wyborny zusmamen mit der KG Narrnezunft die Besucher mit seinem Programm in eine Zeit entführen, in der sich ein Großteil des Remagener Vereinslebens in dem riesigen Gewölbesaal abspielte. „Erst am Freitag, quasi in letzter Minute, habe ich mitgeteilt bekommen, dass eine Genehmigung aufgrund scheinbarer baulicher Mängel verweigert wird“, zeigte sich Wyborny enttäuscht von der Stadtverwaltung. Peter Günther vom Bauamt: „Für den Apollinariskeller liegt eine Betriebserlaubnis als Basar vor. Der Ausschank von Getränken sowie die Durchführung von Musik- und Tanzveranstaltungen sind darin nicht erlaubt, denn dafür gibt es andere Auflagen; vor allem hinsichtlich der sanitären Einrichtungen, der Rettungswege und der Brandsicherheit. In der Kürze der Zeit wären diese Auflagen nicht zu erfüllen gewesen“. Den Vorwurf der kurzfristigen Entscheidung weist das Bauamt hingegen zurück. Vielmehr hätte sich die Verwaltung eine frühzeitigere Information über den geplanten Ablauf des Tages gewünscht. „Dann hätte man noch gemeinsam nach Lösungen suchen können“, so Günther.
Die Einweihung der neuen Bühne und der rekonstruierten Tanzfläche übernahmen beim Tag des offenen Denkmals, stellvertretend für Künstler und Aktive, die eigentlich an diesem Tag hätten auftreten sollen, Hausherr Peter Wyborny, der Künstler Waldemar Pek, der einen Großteil der künstlerischen Sanierungsarbeiten ausgeführt hat, sowie der symbolische Sensenmann. „Denn die Stadt ist auf dem besten Wege, die touristischen Ressourcen die sie hat, durch bürokratische Hürden zu zerstören“, machte der Eigentümer seinem Unmut Luft.
2005 hatte Peter Wyborny, der als theoretischer Physiker promoviert hat, den Apollinariskeller erworben. In einem erschreckenden Zustand zeigte sich damals der weitläufige Gebäude- und Freiflächenkomplex. In kostenintensiver Kleinarbeit wird seither, streng an historischen Vorlagen orientiert, der Wiederaufbau betrieben.
Seine Hochzeit erlebte der rund 1000 Quadratmeter große Gewölbesaal zunächst im 19. Jahrhundert mit seinem Erbauer Otto Caracciola, dem Großvater des legendären Rennfahrers. Der nutzte den Keller unter anderem als Lager für seine florierende Weinhandlung. Mit dem Ende des Geschäftes im Jahre 1925 kam auch das erste Ende für den Gewölbekeller.
Zu einer Wiederbelebung des Kellers kam es von 1968 bis 1971. Der damalige Besitzer, Paul Plückebaum, verstanden es, die Lokalität zum Treffpunkt der Remagener Bürger und auch der deutschen und internationalen Gesellschaft auszubauen. ⋌(wet)

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