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    Nahles und Heil in Bad Neuenahr im Clinch

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    Gerhard Bold (2. von links) leitete die Diskussion mit (von links) Andrea Nahles (SPD), Marion Morassi (Die Linke), Michael Salzmann (FDP), Mechthild Heil (CDU) und Klaus Meurer von Bündnis 90/Die Grünen (nicht im Bild).
    Gerhard Bold (2. von links) leitete die Diskussion mit (von links) Andrea Nahles (SPD), Marion Morassi (Die Linke), Michael Salzmann (FDP), Mechthild Heil (CDU) und Klaus Meurer von Bündnis 90/Die Grünen (nicht im Bild).
    Foto: Vollrath

    Zumindest das Werben um Wählerstimmen zwischen SPD und CDU scheint mit harten Bandagen ausgetragen zu werden. SPD-Kandidatin Andrea Nahles und CDU-Bewerberin Mechthild Heil bekamen sich beim Diskussionsabend des Deutschen Beamtenbundes im Bad Neuenahrer Hotel Krupp so richtig in die Wolle.

    Dabei schien die Versammlung vor rund 60 Gästen unter der Überschrift "Solidarität mit dem öffentlichen Dienst" ein friedvoller Abend zu werden. Denn nach der Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden des Beamtenbundes, Helmut Kremer, und der Kandidatenvorstellung durch den Moderator Gerhard Bold, Landesverband Bildung und Erziehung, sangen gleich alle Politiker das hohe Lied auf das deutsche Beamtentum und den öffentlichen Dienst.

    Beamte wollen nicht streiken

    Mechthild Heil befand, "dass die Deutschen nach außen stolz auf ihre gut funktionierende Verwaltung sind". Für Andrea Nahles hat sich "das Berufsbeamtentum gerade in den Finzanz- und Wirtschaftskrisen als leistungsfähig und effizient bewährt". FDP-Mann Michael Salzmann meinte, dass seine Partei "für Bürokratieabbau und nicht für den Abbau von Beamten" stehe. Marion Morassi, Die Linke, will ins Beamtentum investieren und, dass "Dienstleistungen, die alle Bürger angehen, auch weiter von Staatsbediensteten geleistet werden". Und der Grüne Klaus Meurer verteidigte ebenfalls den öffentlichen Dienst, "der an den Strukturen, nicht aber an der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter krankt". Und als dann Marion Morassi und Michael Salzmann von den Beamten klar gemacht wurde, dass sie das von den Politikern geforderte Streikrecht überhaupt nicht wollen, hätten die Zuhörer schon fast nach Hause gehen können.

    Dann wäre ihnen allerdings ein handfester Streit entgangen. Denn als das Thema Bildung aufkam und wie der Staat mit jungen Lehrern umgeht, kam Stimmung in den kleinen Saal. Gleich mehrere Lehrer, darunter engagierte Junglehrer, werteten es als Skandal, dass sich junge Kollegen als Aushilfskräfte verdingen müssen, die am ersten Tag des Schuljahres eingestellt und am letzten wieder entlassen werden, um dann für zwei Monate notfalls Hartz IV beantragen zu müssen. "Wie soll man da seine Zukunft planen. An Familienplanung ist überhaupt nicht zu denken", so eine junge Frau in ihrem beklemmenden Vortrag. Andrea Nahles teilte die Bestürzung, kündigte aber an, dass dieses Verfahren in den nächsten Tagen beendet werden soll. Konsequenz könne aber sein, dass weniger Junglehrer einen Vertrag vom Land bekämen.

    Bildungspolitik wird Streitfall

    Der letzte Satz kam bei der Kollegin von der CDU wohl nicht mehr an. Mechthild Heil echauffierte sich jedenfalls, wie sich Nahles hinstellen und behaupten könne, jetzt bekommen alle einen Vertrag. Fortan entwickelte sich ein Streitgespräch auf Eisblock-Niveau, wer jetzt Schuld an einer verfehlten Bildungspolitik in Bund und Land sei. Rot-Grün (Rheinland-Pfalz) gegen Schwarz-Gelb (Bund) lautete das Motto. Über den Gewinner der Debatte gibt es unterschiedliche Meinung, über eine Einschätzung sicherlich nicht: Freundinnen werden Nahles und Heil gewiss nicht.

    Von unserem Redaktionsleiter Uli Adams

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