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    Mikroorganismen in der Anlage: Produktion bei Sinziger Brunnen liegt derzeit still

    Krisenfall für den Sinziger Brunnen: Im Betrieb wurden mikrobiologische Verunreinigungen festgestellt. Schon seit dem Dienstag der vergangenen Woche ist die Produktion eingestellt. Sämtliche Produkte der vergangenen Monate wurden aus dem Handel genommen - aber das Quellwasser selbst ist offenbar nicht betroffen

    Beim Sinziger Brunnen ruhte vorübergehend die Produktion - hier ein Archivbild -, nachdem in der Anlage Mikroorganismen festgestellt worden sind. Das Wasser selbst sprudelt einwandfrei aus der Quelle. Foto: Vollrath
    Beim Sinziger Brunnen ruhte vorübergehend die Produktion - hier ein Archivbild -, nachdem in der Anlage Mikroorganismen festgestellt worden sind. Das Wasser selbst sprudelt einwandfrei aus der Quelle.
    Foto: Vollrath

    Beim Sinziger Brunnen spricht man von einer "reinen Vorsichtsmaßnahme",  nachdem alle Produkte aus dem Handel genommen worden sind. Das sagt Werkleiter Martin auf Anfrage unserer Zeitung. „Alle bisherigen Laborproben der Ware, die im Handel steht, sind ohne Befund ausgefallen. Es gab keine Beanstandungen, die Ware ist in Ordnung.“ Und die Unternehmensleitung hofft, die Ursache für die Verunreinigung gefunden zu haben. Ab dem kommenden Dienstag soll die Produktion wieder aufgenommen werden, so der Stand der Dinge am Donnerstagabend.

    „Wir gehen davon aus, dass die Verunreinigung aus Luftdüsen stammt, die zum Trockenen der Maschinen benötigt werden. Das ist also ein reines Produktionsproblem, die Qualität des geförderten Mineralwassers ist und war auch in den vergangenen Monaten einwandfrei“, so Geschäftsführer Martin im Gespräch mit der RZ. Und weil die Mikroorganismen auch nicht in direktem Kontakt mit den Getränken stehen, hofft Martin auch, dass die Ware nicht Schaden genommen hat.

    Der Brunnen habe sofort nach Bekanntwerden des Problems in Absprache mit der Lebensmittelkontrolle reagiert. „Die Produktion wurde eingestellt, wir haben die bereits ausgelieferte Ware sperren lassen und mit unseren Händlern offen über unser Problem gesprochen.“

    Seit dem Produktionsstopp ist der Großteil der 70 Mitarbeiter in Wechselschichten damit beschäftigt, sämtliche Produktionsanlagen abzubauen, zu kontrollieren, zu reinigen und wieder aufzubauen. „Wir haben die eigentlich für den November geplante Jahresüberholung der Anlagen sozusagen vorgezogen“, so Rudolf Martin weiter. In einer Betriebsversammlung wurden am Mittwoch die Mitarbeiter über den Stand der Dinge informiert. Und auch gegenüber den Angestellten sei klar gemacht worden, dass keine einzige Flasche das Firmengelände verlasse, bis die Ursache lückenlos aufgeklärt und abgestellt sei.

    Martin ist überzeugt, dass sich der sich erhärtende Verdacht von den kontaminierten Luftdüsen bestätigt. „Bei einer solch großen Produktionsanlage die Ursache zu finden, ist eine Herausforderung für sich. Ich glaube, wir haben die Stecknadel im Heuhaufen gefunden. Aber wir klären das zu 100 Prozent.“

    Der Geschäftsführer schätzt, dass dem Unternehmen mittlerweile ein Schaden im sechsstelligen Bereich entstanden ist. Können die derzeit bei den Händlern gelagerten Waren jedoch zum Verkauf freigegeben werden, hofft Martin, dass der wirtschaftliche Schaden in der Jahresbilanz einigermaßen glimpflich ausfällt. Anhand von Rückstellproben im Betrieb kann die Ware von den Labors untersucht werden.

    Die Sinziger Mineralbrunnen GmbH produziert jährlich 70 Millionen Flaschen Wasser unter der Marken Ahrtalquelle, Wasser, Limonaden und Schorlen unter der Marke Sinziger sowie Fruchtlimonaden unter der Marke Gerri. Das ehemalige Familienunternehmen gehört seit 2005 zu 100 Prozent zur Franken Brunnen GmbH & Co. KG in Neustadt/Aisch. Der Sinziger Mineralbrunnen wird jedoch weiter als eigenständige GmbH geführt. 2014 wurden die Sinziger Mineralwässer Classic und Medium, bei der DLG-Qualitätsprüfung für Mineral-, Quell- und Tafelwasser für hervorragende Qualität mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

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