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    Kreisstadt gründet eigene Stadtwerke

    Bad Neuenahr-Ahrweiler - Die Gründung von eigenen Stadtwerken in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist perfekt: Seit Montag, 12.30 Uhr, ist der Vertrag unterschrieben, der die Partnerschaft mit den Stadtwerken Schwäbisch Hall besiegelt. Letztere sind mit 49 Prozent an den Stadtwerken der Kreisstadt beteiligt, die unter dem Namen „Ahrtal-Werke GmbH“ an den Start gehen. Der Name soll es benachbarten Kommune erleichtern, später in das Unternehmen einzusteigen.

    Bad Neuenahr-Ahrweiler - Die Gründung von eigenen Stadtwerken in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist perfekt: Seit Montag, 12.30 Uhr, ist der Vertrag unterschrieben, der die Partnerschaft mit den Stadtwerken Schwäbisch Hall besiegelt. Letztere sind mit 49 Prozent an den Stadtwerken der Kreisstadt beteiligt, die unter dem Namen „Ahrtal-Werke GmbH“ an den Start gehen. Der Name soll es benachbarten Kommune erleichtern, später in das Unternehmen einzusteigen.

    Seit 2007 sei man an diesem Thema dran gewesen, erinnerte Bürgermeister Hans-Ulrich Tappe am Nachmittag auf einer Pressekonferenz. Anlass, über die Neuorganisation des Netzbetriebes nachzudenken, war der nach 20 Jahren auslaufende Konzessionsvertrag mit der RWE Rhein-Ruhr AG. Mit deren Leistung sei man nicht unzufrieden gewesen, versicherte Tappe. Ziel sei jedoch gewesen, die Grunddaseinsfunktion der Kommune zu stärken. Mit den Stadtwerken Schwäbisch Hall habe man einen „Partner auf Augenhöhe“ gefunden: „Die Ahrtal-Werke sind 100 Prozent kommunal“, unterstrich der Bürgermeister.

    „Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, im Bereich der Energiepolitik die kommunale Familie zu stärken“, betonte auch Hermann-Josef Pelgrim, Oberbürgermeister von Schwäbisch Hall und Aufsichtsratsvorsitzender der dortigen Stadtwerke. „Wir freuen uns auf diese Kooperation.“

    Die Entscheidung für Schwäbisch Hall war am 28. Juni im Stadtrat mit großer Mehrheit gefallen. „Damit haben wir Neuland betreten“, bekannte Christoph Kniel für die CDU-Fraktion. Wichtig sei gewesen, mit einem erfahrenen Partner ein beherrschbares Gründungsrisiko einzugehen. Dicke Bretter habe man gebohrt, so Elisabeth Graff (SPD) – „und zwar gemeinsam“. Damit eröffne sich die Chance, dass Gewinne der Allgemeinheit zugute kommen. „Eine Chance für die Stadt, die nicht vertan werden durfte“, nannte Hans Boes (FWG) die Gründung der Ahrtal-Werke. Einen größeren Gestaltungsspielraum für die Daseinsfürsorge erhofft sich laut Hellmut Meinhof die FDP, während Wolfgang Schlagwein (Bündnis 90/Die Grünen) gar von einer „historischen Entscheidung“ sprach. Dies sei ein wichtiger Schritt in Richtung dezentrale Energiewirtschaft.

    „Wir sind bei Null“, machte Johannes van Bergen, Geschäftsführer der Stadtwerke Schwäbisch Hall, deutlich. „Wir müssen uns erst mal bekannt machen.“ In den nächsten die Wochen sollen in der Region Stromverträge angeboten werden, „zu denen die meisten nicht Nein sagen können“. Auch Gas soll vom ersten Tag an angeboten werden. Zweiter Schritt werde sein, von RWE das Stromnetz zu kaufen.

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