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Gelsdorf

Grafschafter "stinksauer": Demo gegen Güllelager

Beim Thema Gülle brodelt es in der Grafschaft weiterhin mächtig. Den Anwohner stinkt es gewaltig, und die Grafschafter "Bürgerinitiative gegen industrielles Güllelager und Massentierhaltung in Wohnraumnähe" läuft Sturm. Zu einer "Gülle-Demo" hatten sich am Samstagmorgen gut 80 Menschen auf einem Feld am Ortsrand von Gelsdorf versammelt, um ihrem Ärger gegen die momentan wieder allerorten präsente, stinkende Jauche lautstark Luft zu machen.

Stinksauer und mit zugehaltener Nase demonstrierten rund 80 Grafschafter gegen industrielle Güllelager und den Import von Sondermüll aus der Massentierhaltung in die Region.
Stinksauer und mit zugehaltener Nase demonstrierten rund 80 Grafschafter gegen industrielle Güllelager und den Import von Sondermüll aus der Massentierhaltung in die Region.
Foto: Horst Bach

Hier reckten die entschlossenen Demonstranten ihre Schilder und Transparente ganz hoch. "Stoppt Gülletransporte", "Güllestopp" oder "Kein Import von Sondermüll aus Massentierhaltung in unsere Region", lauteten unter anderem die Inschriften. "Wir appellieren an die Politik, die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen mit einer Gesetzgebung, die den Schutz der Bevölkerung, der Natur, der Nutztiere und der kleinbäuerlichen Landwirtschaft fördert", brachte es der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Ulrich Hermanns, auf den Punkt.

Gegen die Entsorgung von Exkrementen aus der Massentierhaltung auf Grafschafter Äckern und Grünflächen sei man sowieso, natürlich auch gegen Gülleausbringung unmittelbar angrenzend an Wohngebiete. Er rief dazu auf, die erhobene Faust zu zeigen. "Das Symbol des Mutes, der Entschlossenheit und des Widerstands", erklärte Hermanns den Teilnehmern, sie sollten den Gedanken allemal mit nach Hause nehmen. In Anlehnung an die erhobene Faust, mit der damals auch schon Nelson Mandela für jene Werte stand, mit denen das Leben für alle Menschen gleichermaßen lebenswerter gestaltet werden könne.

Die Problematik ist für die Demonstranten und die Bürgerinitiative vielschichtig. Es geht ihnen um artgerechte Tierhaltung, Massentierhaltung und deren Folgen für Tier und Mensch, um Gestank, frische Luft zum Durchatmen, gesunde Böden und sauberes Wasser. An der Forderung, grundsätzlich keine Genehmigungen für offene Güllelager auszusprechen, hält die BI fest. Im Fokus auch hier: die gesundheitliche Belastung und die "unzumutbaren" Beeinträchtigungen für Bürger auf der Grafschaft durchs Ausbringen oder Lagern von Gülle. hb

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