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    Abiturienten im Ahrkreis nehmen sich gerne eine Auszeit

    Studium, Ausbildung oder erst mal Jobben? Die RZ wollte wissen, wie es für Abiturienten im Kreis Ahrweiler nach bestandener Prüfung weitergeht. Ein Trend: Viele nehmen erst mal eine Auszeit, wollen bei Praktika Erfahrungen auf anderen Feldern sammeln, planen Auslandsaufenthalte. Es muss außerdem nicht immer das Studium sein. Die Banklehre oder die sichere Beamtenlaufbahn seien ebenfalls beliebt, war beispielsweise vom Schullaufbahnberater Stefan Hammes aus dem Erich-Klausener-Gymnasium in Adenau zu hören.

    Kreis Ahrweiler - Studium, Ausbildung oder erst mal Jobben? Die RZ wollte wissen, wie es für Abiturienten im Kreis Ahrweiler nach bestandener Prüfung weitergeht. Ein Trend: Viele nehmen erst mal eine Auszeit, wollen bei Praktika Erfahrungen auf anderen Feldern sammeln, planen Auslandsaufenthalte. Es muss außerdem nicht immer das Studium sein. Die Banklehre oder die sichere Beamtenlaufbahn seien ebenfalls beliebt, war beispielsweise vom Schullaufbahnberater Stefan Hammes aus dem Erich-Klausener-Gymnasium in Adenau zu hören.

    Beamtenlaufbahn in Frankfurt
    Auf einen Behördenjob in Frankfurt freut sich denn auch ein Schüler des Rhein-Gymnasiums in Sinzig, wo die RZ frisch gebackene Abiturienten vor dem obligatorischen Abschlussfoto befragte. Warum Frankfurt? „Weil es eine schöne Stadt ist“, kommt die Antwort. Für Jonas Helms aus Sinzig steht bereits fest: „Ich werde Mathematik in Bonn studieren. Aber nicht auf Lehramt. Da verdient man zu wenig“, findet er. Als Mathematiker ständen ihm schließlich viele attraktive Türen offen. Einen konkreten Berufswunsch hat Oliver Bender aus Unkelbach noch nicht vor Augen. Er beginnt nach dem Abi mit seinem Zivildienst in der Curanum-Seniorenresidenz in Remagen. Für Dardan Vehapi stand bereits ab der Oberstufe fest: Er wird Bauingenieur. Bis zu den Sommerferien will er ein Praktikum bei einer Tief- und Straßenbaufirma in Neuwied absolvieren, um dann im Wintersemester mit dem Studium zu starten. Jelena Merten schiebt vor ihr Studium in der Fachrichtung Chemie ebenfalls noch ein Praktikum bei der Firma Finzelberg, zu der sie bereits bei Recherchen für ihre Facharbeit Kontakt aufgenommen hat.
    Einige wollen gern studieren, wissen aber noch nicht genau was. Die daneben stehende Eltern zucken fast entschuldigend mit den Achseln. Klaus Reimann gehört zu denen, die ihren Kindern empfehlen, auf sich selbst zu hören und die Berufswahl nicht davon abhängig zu machen, was später am profitabelsten ist. Sein Sohn habe noch keinen rechten Plan, wolle erst mal jobben und dann Urlaub machen.
    Dieter Lehmann vom Rhein-Gymnasium in Sinzig hat festgestellt, dass es unter den Abiturienten zwei Gruppen gibt: Diejenigen, die sich nach den zahlreichen Berufsinformationsveranstaltungen in der Schulzeit bereits festgelegt haben, setzen ihre Pläne sehr zielgerichtet um. Andere orientieren sich noch, brauchen dafür Zeit. Außerdem beobachtet der Schulleiter: „Die Zeit der ,Ich’-linge scheint vorbei zu sein. Zum Lebensentwurf vieler Jugendlicher gehört es wieder, eine Familie zu gründen.“ Aus dem Erich-Klausener-Gymnasium in Adenau berichtet der Schullaufbahnberater Stefan Hammes außerdem von der Tendenz, dass junge Menschen zunehmend heimatverbunden sind. Statt möglichst schnell das Elternhaus zu verlassen und das Weite zu suchen, wohnen sie während des Studiums gerne zu Hause und suchen sich eine Uni im erreichbaren Radius aus.

    Auslandsaufenthalt gefragt
    Hoch im Kurs steht nach dem Abi der Auflandsaufenthalt. Hans-Dietrich Laubmann, Schulleiter des Are-Gymnasiums: Sich diese Zeit zu nehmen, etwas für sich selbst zu tun, ist ein großes Thema.“ Obwohl Gesellschaft und Politik etwas anderes wollen – nämlich schnelle Studienabschlüsse von möglichst jungen Akademikern. Stattdessen schenkt sich die Abiturentia 2011 Zeit – zumindest bis zum Wintersemester. Vorher sehen die meisten ohnehin keine Chance, denn das Aussetzen der Wehrpflicht und die Jahrgänge aus den G8-Gymnasien sorgen für Engpässe an den Unis. Viele Abiturienten schalten ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) dazwischen.

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