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Waldböckelheim

Westfassade der Bergkirche ist in katastrophalen Zustand

Das Sturmtief „Xynthia“ im Februar 2010 brachte es an den Tag: Bei der Beseitigung der Sturmschäden am Turm der evangelischen Bergkirche in Waldböckelheim wurden lose Fialtürmchen festgestellt, eine Fiale war sogar vom Turm gefallen (wir berichteten). Bei den vor einigen Wochen begonnenen Reparaturarbeiten am Turm entdeckten die Fachleute jedoch noch zahlreiche weitere Schäden.

Filigran und faszinierend schön  wirkt das Gerüst an der evangelischen Bergkirche in Waldböckelheim bei Nacht im Licht der Scheinwerfer. Doch beim Wahrzeichen des Dorfes gibt es erhebliche Probleme bei der Beseitigung von Bauschäden.
Filigran und faszinierend schön wirkt das Gerüst an der evangelischen Bergkirche in Waldböckelheim bei Nacht im Licht der Scheinwerfer. Doch beim Wahrzeichen des Dorfes gibt es erhebliche Probleme bei der Beseitigung von Bauschäden.
Foto: Wilhelm Leyendecker

Waldböckelheim – Das Sturmtief „Xynthia“ im Februar 2010 brachte es an den Tag: Bei der Beseitigung der Sturmschäden am Turm der evangelischen Bergkirche in Waldböckelheim wurden lose Fialtürmchen festgestellt, eine Fiale war sogar vom Turm gefallen (wir berichteten). Bei den vor einigen Wochen begonnenen Reparaturarbeiten am Turm entdeckten die Fachleute jedoch noch zahlreiche weitere Schäden.

 Offensichtlich wurden bei der 1987 fertiggestellten umfassenden Restaurierung nicht alle Schäden so beseitigt, wie dies notwendig gewesen wäre. Wie Architekt Alwin Bertram dem Waldböckelheimer Pfarrer Peter Fuhse berichtete, ist die Westfassade des Turms „in katastrophalem Zustand“. Die Verfugungen seien zu einem erheblichen Teil lose oder herausgefallen, Sandsteine ebenfalls gelockert oder abgeplatzt. Zudem wurde festgestellt, dass vermutlich bei Restaurierungsarbeiten Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Gerüstlöcher im Mauerwerk lediglich mit Bimsstein ausgemauert und anschließend verputzt wurden. Diese nicht fachgerechten Mauererarbeiten wurden bei der jüngsten Renovierung nicht rückgängig gemacht. An der Westfront, die bis zur Galerie eingerüstet ist, soll die Fassade jetzt fachgerecht und nachhaltig instand gesetzt werden, so dass jederzeit ein sicherer Zugang zur Kirche gewährleistet ist und „die nächste Generation hier nicht mehr aktiv werden muss“, sagte uns Pfarrer.
 Dazu musste auch die Sandsteineinfassung des großen Schallfensters über dem Eingangstor erneuert werden. Sie wurde nicht mehr mit Stahlverbindern, sondern durch Vergießen mit Blei fixiert. Dadurch wird ein Abplatzen des Steines durch den rostigen Stahl vermieden. Auch die Schäden am Geländer der Galerie sind beseitigt.
Das Gerüst wird nun an andere Teile der Kirche umgesetzt, um auch dort die Fialen zu befestigen. Pfarrer Fuhse hofft, dass dabei nicht noch weitere gravierende Schäden entdeckt werden. Die Verantwortlichen der Kirchengemeinde werden sich in den nächsten Tagen mit dem Architekten treffen und über die weitere Vorgehensweise beraten. Der ursprüngliche Kostenrahmen von rund 120 000 Euro ist wahrscheinlich nicht mehr einzuhalten. Ein Problem, denn man will das Ganze finanzieren, ohne den Haushalt der Kirchengemeinde zu belasten. Bislang sah dieses Konzept gut aus: Schon 60 000 Euro stehen aus Versicherungen, Zuschüssen und aus Spenden zur Verfügung. Fuhse hofft auf weitere Spenden: Evangelische Kirchengemeinde Waldböckelheim, Konto 32003 bei der Sparkasse Rhein-Nahe, Kennwort „Turm“. wld

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