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Bad Kreuznach

Solardächer als lukrative Einnahmequellen

Die beiden Verbandsgemeinden Bad Münster-Ebernburg und Bad Kreuznach marschieren in Sachen Solarenergie vorneweg im Kreis. Mit Solardächern auf öffentlichen Gebäuden sind sie Vorreiter und wollen damit auch Privatleute zur Investition in Sonnenenergie motivieren. Das Geschäft scheint sich zu lohnen, denn spätestens nach zwölf Jahren ist die Anlage bezahlt, die 20 Jahre lang Strom liefern soll.

Bad Kreuznach – Die beiden Verbandsgemeinden Bad Münster-Ebernburg und Bad Kreuznach marschieren in Sachen Solarenergie vorneweg im Kreis. Mit Solardächern auf öffentlichen Gebäuden sind sie Vorreiter und wollen damit auch Privatleute zur Investition in Sonnenenergie motivieren. Das Geschäft scheint sich zu lohnen, denn spätestens nach zwölf Jahren ist die Anlage bezahlt, die 20 Jahre lang Strom liefern soll.

Am Anfang stand die Tauglichkeitsprüfung. In den beiden Verbandsgemeinden Bad Münster-Ebernburg und Bad Kreuznach wurden alle kommunalen Gebäude daraufhin untersucht, ob sie für Photovoltaik-Anlagen geeignet sind. In der VG Bad Kreuznach wurden kleine und schattig gelegene Feuerwehrhäuser aussortiert, in Bad Münster-Ebernburg blieben von 48 Häusern immer 21 als geeignet übrig. 19 davon sollen jetzt mit Solaranlagen bestückt werden.
Der Startschuss fällt nächste Woche auf dem Dach der Grundschule Feilbingert und in Norheim. In der VG Bad Münster teilen sich drei Firmen die Projekte, für die 941 000 Euro veranschlagt sind.
Die Mitglieder der Anstalt öffentlichen Rechts, die Verbandsgemeinde, die Verbandsgemeindewerke sowie die Gemeinden Altenbamberg, Hallgarten, Hochstätten, Feilbingert, Niederhausen, Norheim und Traisen, wollten eigentlich schon 2010 ans Netz gehen. „Denn da lag die Einspeisungsvergütung bei 32 Cent je Kilowattstunde, während sie nun bei 28 Cent liegt, informierte Betriebsleiter Norbert Welschbach gestern in einer Pressekonferenz. Weil 2010 Jahr landauf und landab so viele Anlagen gebaut wurden, kam man nicht zum Zug. Welschbach: „Das ist kein Beinbruch, denn mit der Einspeisevergütung sinken die Preise für die Module.“
Um den Ortsgemeinden von Beginn an Geld in die meist leeren Kassen zu spülen, hat man eine Finanzierung der Anlagen über 20 Jahre gewählt. Alternativ wäre es auch möglich gewesen, die Kredite schon in zwölf Jahren abzuzahlen. Dann hätten die Gemeinden aber erst im 13 Jahr Einnahmen gehabt, sagt Welschbach. Bürgermeister Ludwig Wilhelm und Norbert Welschbach rechne mit Jahreseinnahmen von rund 96 000 Euro. Welschbach: „Allerdings gehen dann noch die Kosten für die Kredite davon ab.“
Welschbach und Wilhelm denken übrigens schon an weitere Schritte. Denn während bei der Premiere ausschließlich die öffentliche Hand Anstaltsmitglieder sind, können sich die beiden gut vorstellen, in einem weiteren Schritte auch Dächer von Privatleuten zu bestücken. Da müsse man aber vorab die rechtlichen Möglichkeiten prüfen, so Welschbach. „In Zeiten da die Risiken der Atomenergie immer greifbarer werden, sicher der richtige Weg“, so Wilhelm.
Das betonte auch sein Bürgermeisterkollege Peter Frey in der Ratssitzung in Biebelsheim: „Alles, was wir nicht mehr in Biblis produzieren müssen, ist gut für uns.“

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