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    Seesbacher Ratsmehrheit gegen Nationalpark im Soonwald

    Nun scheint der Kreis der Soonwald-Gemeinden, die sich gegen den geplanten „Nationalpark Soonwald“ aussprechen, geschlossen. In der jüngsten Sitzung stimmte der Seesbacher Rat mit acht gegen vier Stimmen bei einer Enthaltung gegen die Absicht der rot-grünen-Landesregierung in Mainz, im Soonwald einen solchen Nationalpark zu realisieren.

    Seesbach – Nun scheint der Kreis der Soonwald-Gemeinden, die sich gegen den geplanten „Nationalpark Soonwald“ aussprechen, geschlossen. In der jüngsten Sitzung stimmte der Seesbacher Rat mit acht gegen vier Stimmen bei einer Enthaltung gegen die Absicht der rot-grünen-Landesregierung in Mainz, im Soonwald einen solchen Nationalpark zu realisieren.

    Bis zum Beschluss wurde kontrovers im Rat diskutiert. Ratsmitglied Friedhelm Glaser, der sich klar für die Idee eines Nationalparks positionierte, sieht auch den Gemeindewald „nicht mehr im Einklang mit der Natur“. Er machte deutlich: „Der Schutz der Natur ist unser aller Verpflichtung.“ Ihn ärgert die „kompromisslose Haltung“ der Soonwaldfreunde aus Spabrücken, „die zustimmende Meinungen anderer Gemeinden nicht tolerieren“. Friedhelm Glaser sieht den möglichen Nationalpark als ein „Rückzugsgebiet, in das der Mensch nicht eingreifen soll“. Außerdem biete der Nationalpark gute Zukunftschancen für neue Wirtschaftszweige.

    Auch Manfred Stumm, ein Mitarbeiter des Forstamtes Bad Sobernheim, stimmte für den Nationalpark. Die Gemeinden verzeichneten rückläufige Einwohnerzahlen, vor allem durch den demografischen Wandel. Und deshalb müsse jede Möglichkeit genutzt werden, diesem Überalterungstrend entgegenzuwirken. Die kürzliche Informationsveranstaltung in der Semendishalle zum Nationalpark beurteilte Stumm als eine „Propagandaveranstaltung von Leuten, denen es ausschließlich und egoistisch ums Brennholz geht“. Er sprach auch von einer „großen Verantwortung unserer Kinder gegenüber, ein Refugium zu schaffen, das sich ohne menschlichen Einfluss entwickeln kann“.

    Ratsmitglied Christian Spang äußerte seine Enttäuschung über die Aussage von Dr. Erwin Manz vom Bund Umwelt Naturschutz Deutschland (BUND). Während der Versammlung in der Semendishalle habe Manz davon gesprochen, dass „die Entscheidung über den Nationalpark in der gesamten Region, nicht allein vor Ort fällt.“ Spang schloss daraus: „Wir können entscheiden wie wir wollen, das ist sowieso für den Arsch.“

    Gernot Fett rief den Zustand in einem Teil des Seesbacher Waldes in Erinnerung. „Was dort passiert, kann nicht im Sinne eines Nationalparkes sein.“ Und den Nationalpark bezeichnete er als „eine Flächenstilllegung auf Kosten der Steuerzahler“. Hagen Purpus appellierte, den Bürgerwillen im Dorf zu beachten, der zu 99 Prozent gegen den Nationalpark sei: „Es wäre doch ein Witz, würden wir die Bürgermeinung mit Füßen treten.“

    Erster Verbandsgemeinde-Beigeordneter Robert Nicolay (SPD) sprach von internationalen Richtlinien, die bei der Anlage eines Nationalparkes zu berücksichtigen seien. Gleichwohl könne die Gemeinde mit ihrem Beschluss durchaus Zeichen setzen.
    Für Frank Reichard ist die Entscheidung für oder gegen den Nationalpark „ein reines Politikum, das höher angesiedelt ist“.

    Beigeordneter Herbert Beuscher sieht in Zeiten, in denen der Rohstoff Holz so begehrt sei, „keinen Platz für einen Nationalpark, denn dort lässt man das Holz verfaulen. Und so sah es auch Udo Gehl.

    Bad Kreuznach
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