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Bad Kreuznach

Richtfest am Volksbank-Neubau: Viele Steine aus dem Weg geräumt

Harald Gebhardt

Die erste Etappe ist geschafft: Am Neubau der Hauptstelle der Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück in der Salinenstraße in Bad Kreuznach wurde am Montag Richtfest gefeiert. Doch bis dahin war es ein langer Weg, gab es jede Menge Steine aus dem Weg zu räumen. Getreu dem Werbeslogan der Genossenschaftsbank „Wir machen den Weg frei.“

Die Volksbankvorstände Horst Weyand (links) und Odo Steinmann griffen zum Hammer und versenkten beim Richtfest zwei Nägel. Polier Benjamin Reidenbach beobachtete die beiden Gelegenheitshandwerker.  Foto: Harald Gebhardt
Die Volksbankvorstände Horst Weyand (links) und Odo Steinmann griffen zum Hammer und versenkten beim Richtfest zwei Nägel. Polier Benjamin Reidenbach beobachtete die beiden Gelegenheitshandwerker.
Foto: Harald Gebhardt

An diese Schwierigkeiten erinnerten sowohl der Vorstandsvorsitzende Horst Weyand wie auch Architekt Markus Rathke. Sie blickten aber „bei unserem ersten eigenen Richtfest“ , so Weyand, auch zuversichtlich in die Zukunft. Sein Dank galt nicht nur den von den Bauarbeiten betroffenen Nachbarn wie die Galeria Kaufhof oder das Stadtmauergymnasium, sondern auch seinem Vorstandskollegen Odo Steinmann, auf dem beim Neubau „vieles lastet“: „Er ist der Mann der Tat, ich bin der Mann der Worte.“ Der erste wichtige Abschnitt ist jetzt zurückgelegt, und Weyand zufrieden: „Wir kommen richtig gut voran, seit wir mal aus dem Boden raus sind“, erinnerte er an die anfänglichen Probleme mit der Bodenplatte.

Im Juni 2017 wurden die alten Gebäude auf dem Areal abgerissen, im Herbst begannen die Arbeiten an dem 10-Millionen-Euro-Projekt. Die Anfänge für die Neubaupläne liegen sogar schon acht Jahre zurück. „Die Steine, die wir alle aus dem Weg räumen mussten, hätten für den ersten Teil des Rohbaus schon gereicht“, nahm es Weyand mit Humor. Er weiß aber auch: „Wir haben noch einen langen Weg vor uns.“ Und er ist zuversichtlich, „dass es uns gelingt, auch den Weg für die nächsten Projekte frei zu machen“.

Vor vier Jahren, 2014, habe man angefangen, über dieses Gebäude an der Ecke von Klostergasse und Salinenstraße zu sprechen, sagte Architekt Markus Rathke. „Es ist auch ein total schwieriges Grundstück. Schmaler geht's eigentlich nicht.“ An die 20 Varianten habe man diskutiert, Gegen- und Rückenwind bekommen, plauderte er aus dem Nähkästchen, schilderte die Leiden eines Architekten. „Man muss unheimlich viel Geduld haben.“ Von der Größe ist die Schalterhalle im Neubau sogar kleiner als die jetzige. „Aber wir kommunizieren mit der Innenstadt, mit den Projekten am Salinenplatz, rücken näher an die Innenstadt heran.“ Das mache den Weg auch frei für die weiteren Projekte, den zweiten und dritten Bauabschnitt auf dem Gelände bis hin zur Schlossstraße, mit denen man schon möglichst bald nach dem Abschluss des ersten Projekts beginnen will. „Rathke: „Das kann sehr schön werden. Man kann dann hier nicht nur schön einkaufen, sondern auch schön wohnen.“

Auch die Bad Kreuznacher Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer blickte beim Richtfest erst einmal zurück, erinnerte an das allererste Pressegespräch zur Entwicklung des Quartiers rund um den Salinenplatz, die mittlere Mannheimer Straße und die Salinenstraße im Juni 2012. Damals war es noch das 70-Millionen-Großprojekt Neue Stadtmitte. „Überall sind Baustellen“, so die OB. „Für die Innenstadt ist es wichtig, sich auch optisch von anderen abzuheben.“ Beim Austausch zwischen dem Bauherrn und der Stadtverwaltung über die Neubauprojekte ging es auch immer darum, „wie können wir in der Stadt vorankommen“, betonte sie.

Auch wenn es lange gedauert hat – sie glaube, dass der Prozess ganz wichtig gewesen sei. Und letztlich haben sich die Bedürfnisse des Bauherrn und der Stadt angenähert. „Die Volksbank war immer ein Treiber bei der Entwicklung des Viertels.“ Mit dem Richtfest am ersten Bauabschnitt könne man jetzt eine Etappe auf dem Weg zur Entwicklung des ganzen Areals feiern. Für Landrätin Bettina Dickes rückt die Volksbank mit dem Neubau auch näher an den Kreis heran, und die Innenstadt werde gestärkt, wenn an dieser Stelle etwas passiert. „Es ist eine Kunst, aus Steinen, die im Weg liegen, etwas Neues zu bauen“, lobte sie.

Von unserem Redakteur Harald Gebhardt

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