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"Mit allen Sinnen": Parkmusik lockte wieder in das Trombachtal

Bad Münster-Ebernburg – Wenn das Motto des Kultursommers "Mit allen Sinnen" auf eine Veranstaltung zutrifft, dann war es die 18. Auflage der Parkmusik "Neue Ho(e)rizonte", zu der Sigune von Osten am Wochenende auf dem Trombacher Hof eingeladen hatte.

Für einen besonderen Effekt sorgten die Butoh-Tänzer beim Klang-Kunst-Spaziergang.  Fotos: Josef Nürnberg
Für einen besonderen Effekt sorgten die Butoh-Tänzer beim Klang-Kunst-Spaziergang. Fotos: Josef Nürnberg
Foto: bj

Von Josef Nürnberg

Esra Pehlivanli begeisterte vor dem Trombacher Hof mit seiner Panflöte.
Esra Pehlivanli begeisterte vor dem Trombacher Hof mit seiner Panflöte.
Foto: bj

Das Festival war wieder einmal wie das Eintauchen in eine andere Welt. Nachdem die Besucher ihre Wagen am Wiesenparkplatz hinter dem Golfklub abgestellt hatten, tauchten sie ein in einen Klang-Kunst-Spaziergang, der sie regelrecht gefangen nahm.

Während es zuerst an Äckern vorbei ging, stieg die Gruppe allmählich ab ins waldreiche Trombachtal. Hier, weit jenseits von jedem Alltagslärm, hatte die Festivalmacherin wieder Kunstakte von der Musik bis hin zur Objektkunst platziert. So wechselten sich kleine Szenen der Butoh-Tänzer des Ensembles zwischen Tanz mit Musiken für Pan-, Blockflöte oder Schlagzeug (Ensemble Black Pencil/Duo Mares) ab. Ursula Reindells Skulpturen standen am Weg oder hingen in den Bäumen und wogen sich im Wind. Mit dem Plätschern des Baches kam so eine ganz eigentümliche Stimmung auf. "Achten sie ganz bewusst auf das Plätschern des Baches, denn nicht umsonst heißt die Veranstaltung "Ho(e)rizonte", riet Sigune von Osten.

Obwohl sie das Festival minutiös vorbereitet hat, wirkt es "beinahe improvisiert", was den Reiz der Veranstaltung ausmacht. Eine Teilnehmerin sprach dann auch von einem Agieren in der Natur, was im heimischen Wohnzimmer so gar nicht möglich sei.

Der besonderen Stimmung rund um das ehemalige Klösterchen konnte sich kaum einer der Gäste entziehen. Nach einer Picknick-pause bot das Ensemble Black Pencil mit Buffino in der ehemaligen Kapelle heitere Kompositionen niederländischer Komponisten. Einen besonderen Reiz erhielt die Szenerie durch die dezente Ausleuchtung des Raums.

Bevor die Teilnehmer begleitet von den Fackeltragenden Butoh-Tänzern den Rückweg zum Wiesenparkplatz antraten, demonstrierte der javanische Künstler, Musiker und Gongbauer Sayo die Schwingungen seines 1,5 Meter im Durchmesser zählenden Gongs. Am Sonntag bot die Parkmusik dann ganz anderes Programm.

So wurde der Klang-Erlebnis-Spaziergang von Musiken zu Naturthemen von "SonARTrio" und Vorträge des Wildkräuterspezialisten Peter Becker eingerahmt. Im Trombacherhof gab es anschließend drei Uraufführungen junger, vom Deutschen Musikrat prämierter Komponisten.

Mit der Klangwanderung, zu der das Lotus-Duo aus Vietnam traditionelle Musik spielte und Klaus Fessmann unter Nutzung des Trombachs seine klingenden Steinen außergewöhnliche Musik entlockte, ging die Parkmusik des Jahres 2014 zu Ende.

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