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Bad Kreuznach

Ippesheimer sind besorgt: Autos fahren viel zu schnell

In der Ippesheimer Ortsdurchfahrt wird immer wieder viel zu schnell gefahren, was viele Einwohner ärgert, die ihrem Unmut jetzt im Ortsbeirat Luft gemacht haben. "Muss hier erst ein Unglück passieren, bevor reagiert wird?", fragte sich einer der rund 20 erschienenen Bürger besorgt. Einige Einwohner hatten bereits im Vorfeld gefordert, auch auf den Hauptstraßen des Ortes umgehend eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h einzurichten.

Verkehrsschild 30
Foto: red

Dass dieser Wunsch angesichts rechtlich hoher Anforderungen jedoch nicht so einfach umzusetzen sei, machte Heiderose Häußermann vom Amt für Recht und Ordnung deutlich. Übermäßiger Lärm, die Nähe von Schulen oder eine "spezifische Gefährdung" wie etwa ein besonderer Unfallschwerpunkt bildeten die Voraussetzung dafür, dass eine 30-km/h-Regelung überhaupt zulässig sei.

Allerdings querten doch zahlreiche Kinder die Frankfurter Straße, die den Ort zerschneide, betonte Ortsvorsteher Bernd Burghardt und sah hier durchaus ein Gefährdungspotenzial. "Schon zwei Kinder wurden hier angefahren", ergänzte ein besorgter Bürger. Um das Problem in den Griff zu kriegen, soll die Stadt prüfen lassen, ob trotz aller verkehrsrechtlichen Vorbehalte eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h möglich ist, und zudem mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) abklären, ob womöglich bauliche Veränderungen die Geschwindigkeit der Fahrzeuge drosseln könnten, beschloss der Ortsbeirat. Zudem soll die Stadt die Kreisverwaltung ersuchen, öfter in Ippesheim zu kontrollieren.

Auch der ruhende Verkehr, bei dem es immer wieder zu Problemen mit Falschparkern kommt, soll stärker kontrolliert werden, meinten die Ratsmitglieder. So könnten in der Frankfurter Straße ab dem Zebrastreifen in Richtung Planig ein absolutes Halteverbot oder das Parken wirkungsvoll verhindernde Pfosten eingesetzt werden.

Für den von Ippesheim nach Gensingen führenden Radweg sind für 2019 im Stadthaushalt 116 500 Euro eingestellt. Abzüglich des Landeszuschusses von 60 000 Euro muss die Stadt noch 56 500 Euro anteilig für das Projekt aufbringen, das auch vonseiten der VG Sprendlingen-Gensingen vorangebracht wird, wie Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer berichtete. Eine alternative Strecke entlang der Nahe könnte künftig der Betriebsweg darstellen, der im Zuge der vorgesehenen Deichertüchtigung von der SGD-Süd am Damm angelegt wird und der letztlich auch für Radfahrer befahrbar wäre.

Im Rahmen der geplanten Deichertüchtigung zwischen Ippesheim und Planig müssen noch Grundflächen erworben werden, teilte Ortsvorsteher Burghardt mit. Dabei gebe es jedoch im Verfahren noch einige zu klärende Einwendungen, sodass mit einem Planfeststellungsbescheid frühestens Ende des Jahres sowie mit einem Baubeginn im Frühjahr 2019 und dem Abschluss der Maßnahme Ende 2020 zu rechnen sei, bilanzierte Burghardt. Jens Fink

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