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Mittelrhein

Zusage: Die Buga am Mittelrhein kommt sicher – 2029 oder 2031

Andreas Jöckel

Die Buga im Welterbe Oberes Mittelrheintal wird Wirklichkeit, aber wann? Die Gesellschafter der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft (DBG) haben ihre Zusage beschlossen, nachdem ihnen die Bewerbung bei einer Bereisung der Region überreicht worden war. Die DBG bietet dem Mittelrhein für die dezentrale Buga mit schwimmenden Blumenhallen die Jahre 2029 oder 2031 an. Die Entscheidung über den Termin liegt nun beim Welterbe-Zweckverband.

Attraktive Entwicklungsflächen für die Buga gibt es am Rheinufer vom Lahneck bis Braubach. Oberbürgermeister Peter Labonte erläutert die Pläne inklusive Fußgängerverbindung über die Lahn zum Hafenköpfchen. Foto: Andreas Jöckel
Attraktive Entwicklungsflächen für die Buga gibt es am Rheinufer vom Lahneck bis Braubach. Oberbürgermeister Peter Labonte erläutert die Pläne inklusive Fußgängerverbindung über die Lahn zum Hafenköpfchen.
Foto: Andreas Jöckel – aj

Nach der Bereisung zog der Vorsitzende der DBG-Gesellschafterversammlung, Helmut Selders, ein positives Fazit: „Die Region, die wir gesehen haben, hat ein fantastisches Potenzial. In einer tollen Landschaft blüht ein toller Teamgeist.“ Viel Herzblut für die Buga 2031 sei an allen Orten spürbar gewesen. Selders hofft, dass sich die Region ebenso für eine schon 2029 stattfindende Buga begeistern wird. Innenminister Roger Lewentz aus Kamp-Bornhofen, der genau vor drei Jahren, die Idee zu einer Buga am Mittelrhein präsentierte, freut sich über die Entscheidung: „Die Buga bietet jetzt eine Riesenchance für unsere Heimatregion.“ Laut Lewentz wird vonseiten des Landes klar das Jahr 2029 favorisiert. Schließlich sei der bisherige Vorschlag von DBG-Geschäftsführer Jochen Sandner vom nächsten freien Termin 2031 ausgegangen. „Wenn wir die Chance schon zwei Jahre früher ergreifen können, sollten wir das nutzen.“

Der Zweckverbandsvorsteher und Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, Frank Puchtler, betrachtet die schnelle Entscheidung der DBG und das Angebot für 2029 als Vertrauensbeweis in die Leistungsfähigkeit der Region: „Die Besucher haben uns als Team wahrgenommen. Wenn wir uns diese Bereitschaft zur Zusammenarbeit bewahren, sind wir auf einem guten Weg.“ 2029 oder 2031? Das will Puchtler in den Gremien des Zweckverbandes beraten und von der Versammlung beschließen lassen. „Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, wäre auch 2029 denkbar.“ Laut Vorstand der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, die die Machbarkeitsstudie mit dem Büro RMP Lenzen betreut, enthält das Buga-Drehbuch einen ausreichenden Puffer: „Auch 2029 ist machbar“, sagt Rainer Zeimentz.

Die regionale Buga soll möglichst an die Erfolge der Buga 2011 im Oberzentrum Koblenz anknüpfen und das romantische Rheintal mit der Loreley im Zentrum als Wiege des Tourismus in Deutschland fit für die Zukunft machen. Bessere ÖPNV-Infrastruktur, qualitativ hochwertiges Gastgewerbe und digitale Hochgeschwindigkeitsnetze könnten den überlebensnotwendigen Wirtschaftsfaktor Tourismus in der strukturschwachen Region dauerhaft stärken.

Die Machbarkeitsstudie steckt voller Ideen und Projektbausteine für alle 48 Städte und Ortschaften auf dem 67 Kilometer langen Rheinabschnitt zwischen Koblenz und Rüdesheim steckt. Das Budget wird mit 108 Millionen Euro veranschlagt. Den Löwenanteil in Höhe von 54,9 Millionen Euro tragen die Länder Rheinland-Pfalz (48,6 Millionen Euro) und Hessen (6,3 Millionen Euro). 14,4 Millionen Euro müssen die Kommunen aufbringen. Auf der Einnahmenseite sind 38,7 Millionen Euro kalkuliert.

Nach der Terminentscheidung will der Zweckverband noch in diesem Jahr eine GmbH mit der DBG und den Kommunen als Mitgesellschafter gründen. Offen ist also nur noch, ob diese dann Buga 2029 oder Buga 2031 GmbH heißen wird.

  • Hintergrund – Der Zweckverband: Eingereicht wurde die Buga-Bewerbung vom Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal. Nach der Anerkennung als Welterbe 2002 wurde 2005 der Zweckverband mit Sitz in St. Goarshausen gegründet. In diesem sind Länder und Kommunen des 67 Kilometer langen Abschnittes zwischen Rheinkilometer 526 (Rüdesheim) und 593 (Koblenz) vertreten. Zu den insgesamt 59 Mitgliedern gehören die beiden Länder Rheinland-Pfalz und Hessen, die fünf Landkreise Rhein-Lahn, Rhein-Hunsrück, Rheingau-Taunus, Mainz-Bingen und Mayen-Koblenz, vier Verbandsgemeinden sowie 48 Städte und Ortsgemeinden. Diese sind mit unterschiedlicher Stimmengewichtung in der Versammlung vertreten. Auf der Gebietsfläche von etwa 620 Quadratkilometern leben circa 170.000 Menschen. Offizielles Ziel des Verbandes ist es, das Welterbe in wirtschaftlicher, kultureller, ökologischer und sozialer Funktion zu sichern und weiterzuentwickeln. Dazu kann er auch weitere Gesellschaften gründen oder sich an solchen wie etwa einer Buga GmbH beteiligen.

Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

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