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    Weinkönigin Sarah Hulten wirbt bei Blumenkorso für Obernhof

    Der Goetheberg ist weit weg vom Mittelrhein, aber er gehört zum "Herrschaftsgebiet" von Sarah Hulten. Sie ist dort amtierende Weinkönigin und hat ein Faible für die Orte, die man mit dem bekannten Anbaugebiet oft nicht auf Anhieb in Verbindung bringt.

    Zum Wohl: Im Hof der ehemaligen Weinstube Ernst Haxel prosten sich (von links) Mittelrhein-Weinkönigin Sarah Hulten, Bürgermeister Udo Rau, Ortsbürgermeister Kar Friedrich Merz, der Zweite Beigeordnete Markus Lotz, die Winzer Helge Ehmann und Uwe Haxel, Matthias C. Schmidt vom Verein Lahn.Wein.Zentrum sowie Winzer Norbert Massengeil-Beck zu. Dazu spielt die Basin Street Band aus dem hessischen Beselich.
    Zum Wohl: Im Hof der ehemaligen Weinstube Ernst Haxel prosten sich (von links) Mittelrhein-Weinkönigin Sarah Hulten, Bürgermeister Udo Rau, Ortsbürgermeister Kar Friedrich Merz, der Zweite Beigeordnete Markus Lotz, die Winzer Helge Ehmann und Uwe Haxel, Matthias C. Schmidt vom Verein Lahn.Wein.Zentrum sowie Winzer Norbert Massengeil-Beck zu. Dazu spielt die Basin Street Band aus dem hessischen Beselich.
    Foto: Carlo Rosenkranz

    Von unserem Redakteur Carlo Rosenkranz

    Kein Wunder also, dass sie die erste Mittelrhein-Weinkönigin ist, die das seit elf Jahren im Juni stattfindende Weinbergfest an der Lahn besucht. Für die wissbegierige 24-Jährige aus Koblenz war die mehrstündige Visite mehr als ein Pflichttermin. Sie will offenbar schon bald wiederkommen, um mehr über den hiesigen Weinbau zu erfahren.

    Die Region ist der jungen Frau, die in Koblenz-Ehrenbreitstein aufgewachsen ist, durchaus vertraut. Sie wurde in Lahnstein geboren und besuchte später das dortige private Johannes-Gymnasium. Ein Aufenthalt im Kloster Arnstein in Sichtweite des Goethebergs gehörte damals zum Pflichtprogramm. Beim Empfang vor der ehemaligen Weinstube des verstorbenen Lahnwinzers Ernst Haxel sagte sie, dass sie schon als Kind oft an der Lahn war. "Das sah immer so verwunschen aus, und ich habe mir vorgestellt, ich sei eine Prinzessin. Jetzt bin ich als Königin wieder hier."

    Das Weinfest am Goetheberg hat nach Einschätzung von Bürgermeister Udo Rau dazu beigetragen, den Lahnwein ein wenig bekannter zu machen. Auch Kenner schätzen ihn immer mehr. "Umso wichtiger ist es, dass sie hier weitermachen und den Weinbau am Leben erhalten", sagte Sarah Hulten an die Winzer Helge Ehmann, Uwe Haxel und Norbert Massengeil-Beck gewandt. Die zierliche blonde Frau zeigt sich gut informiert. "Die Lahn gehört seit 1971 zum Mittelrhein. Viele wissen das gar nicht", sagt sie und bezeichnet die Enklave als "kleine Rarität" im Anbaugebiet. Auf diese sind die Obernhofer stolz, wie Ortsbürgermeister Karl Friedrich Merz deutlich macht. "Wir wissen sehr zu schätzen, dass sie den Weg zu uns gefunden haben", sagt er.

    Sarah Hulten bekennt sich gern dazu, den Fokus ein wenig stärker auf die sonst weniger häufig in der breiten Öffentlichkeit stehenden Weinorte im Anbaugebiet richten zu wollen. Die Lahn, die rechte Rheinseite und der untere Mittelrhein gehören dazu. "Das geht manchmal etwas unter", sagt die Gebietsweinkönigin. Erst kürzlich ist sie von ihrem Studienort Düsseldorf wieder in ihre Heimatregion zurückgezogen und lebt mit ihrem Partner auf einem Weingut im Kreis Neuwied - eben ein wenig außerhalb des Gebietes, dass den meisten Weingenießern beim Begriff Mittelrhein zuerst einfällt.

    In zweieinhalb Monaten will sie den Lahnweinbau vor Tausenden Zuschauern und live im Fernsehen erneut in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken. Dann winkt sie vom Wagen zum Jubiläum "750 Jahre Obernhof" den Gästen des Bad Emser Blumenkorsos zu. Der Ortsbürgermeister freut sich schon auf das Ereignis. "Ich war noch nie mit einer Königin unterwegs", sagt Merz, und auch Sarah Hulten steht eine Premiere bevor: "Ich war noch nie auf dem Blumenkorso", räumt die Weinkönigin ein.

    Auf dem Rundgang übers Weinfest wird deutlich, welche Aufmerksamkeit die junge Frau mit dem Krönchen auf sich zieht. Immer wieder wird die 24-Jährige spontan von Passanten angesprochen. Einem Besucher, der gerade den steilen Stich von Weinähr zum Goetheberg hinaufgewandert ist, muss sie den Wunsch nach einer Autogrammkarte abschlagen. "Ich hatte 2000 Stück, aber die sind total begehrt und schon alle weg", sagt Sarah Hulten, die seit Ende Oktober im Amt ist. Winzer Helge Ehmann skizziert auf dem Weg zum ersten Stand die im 12. Jahrhundert beginnende Geschichte des Weinbaus an der Lahn, die eng mit dem Prämonstratenserkloster Arnstein verbunden ist, bis hin zu den aktuellen Bemühungen, die Rebfläche mit einer Flurbereinigung auszuweiten, um den Lahnweinbau zukunftsfest zu machen. Sarah Hultens Neugier ist nach dem Besuch noch lange nicht gestillt. Ihrem Wunsch, bald nach Obernhof zurückzukehren, um tiefer in die Materie einzusteigen, werden die Lahnwinzer sicher gern entsprechen.

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