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Lahnstein

Topmodel-Kandidatin: "Es war eine tolle Zeit"

Wenn sie durch die Koblenzer Fußgängerzone schlendert, drehen sich die Leute nach ihr um. Manche bleiben auch stehen, bitten um ein Autogramm oder ein gemeinsames Foto...

Lahnstein – Wenn sie durch die Koblenzer Fußgängerzone schlendert, drehen sich die Leute nach ihr um. Manche bleiben auch stehen, bitten um ein Autogramm oder ein gemeinsames Foto. Die Zeit bei Germany's Next Topmodel hat Jacqueline Kohl zu einer kleinen (na ja, immerhin 1,80 Meter großen) Berühmtheit gemacht. Trotzdem steht die 17-jährige Lahnsteinerin mit beiden Beinen fest auf dem Boden.

Jacqueline Kohl strahlt. Sie steht auf dem Treppenabsatz ihres Lieblingscafés in Koblenz und blickt suchend in die Menge. Dann winkt sie, lächelt und trabt fröhlich heran. Einige Monate sind bereits vergangenen, seit die 17-Jährige bei Heidi Klums Casting-Show Germany's Next Topmodel mitgemacht hat. Neunte ist sie geworden und hatte bei ihrem Ausscheiden bittere Tränen vergossen. Doch die sind längst versiegt. "Mir geht's supergut!" bestätigt sie.

Und so sieht sie auch aus. Die Lahnsteinerin aus dem kleinen Stadtteil Friedland ist braun gebrannt, trägt ein blaugeblümtes Sommerkleid und flache, bequeme Schuhe. Highheels kommen ihr bei einer Tour durch die Stadt nicht an die Füße. Schon gar nicht, wenn man durch gefühlte tausend Baustellen kraxeln muss, wie derzeit in Koblenz.

2200 Mädchen waren zum großen Casting nach Köln gekommen. Zusammen mit den Online-Bewerbungen hat sich die schöne Brünette gegen 21 000 (oder genau gesagt: 20 992) Konkurrentinnen durchgesetzt. Neun professionelle Fotografien, die meisten von Top-Fotografen geschossen, hat sie in ihrer Mappe gesammelt, bevor Modelmama Heidi Klum sie nach Hause schickte. "Damals zerplatzte ein Riesentraum", gesteht sie. "Heute bin ich stolz auf mich."

Und zwar nicht nur, weil sie in der Show so weit gekommen ist. Sondern auch, weil sie den Boden unter den Füßen nicht verloren hat. Nach der dreimonatigen Pause "in einer anderen Welt" hat sie ihre Ausbildung als Hotelfachfrau im Hotel Mercure fortgesetzt. "Meine Ausbildung ist mir total wichtig", sagt sie und nippt an ihrem Mineralwasser. Außerdem geht sie fleißig zu ihren Fahrstunden, verbringt die heißen Tage am liebsten mit ihren Freunden im Lahnsteiner Freibad und die Wochenenden in Koblenzer Discos. Ein ganz normales Mädchen eben.

Und trotzdem wirkt die Zeit bei Germany's Next Topmodel spürbar nach. Wenn sie von ihren Erlebnissen erzählt, gerät sie ins Schwärmen, ihre Augen glänzen, und ab und an mogelt sich ein Tränchen in die Augenwinkel (oder liegt's an der Sonne?).

Atemberaubende Aufenthalte in Südafrika, New York, Florida oder Mailand, teure Kleider, außergewöhnliche Menschen prägen diese Zeit. "Es war toll! Klar, war's auch stressig, und der Druck, der auf einem liegt ist enorm", sagt sie. "Als ich nach Hause kam, sagte meine Mama: 'Mein Gott, Jacqui, hast du abgenommen.'" Dabei hat Jacqueline auch als Topmodel-Kandidatin mit Vorliebe Schokolade gefuttert – und zwar heimlich mit Alisar...

Dass sie den Köstlichkeiten des Lebens nicht abgeneigt ist, zeigt sie bei einem Bummel durch die Altstadt und Fußgängerzone. "Entschuldige, da muss ich mal kurz rein", bemerkt sie beiläufig, verschwindet in einer Bäckerei und kommt mit einem beachtlichen Stück Käsekuchen wieder raus, in das sie genüsslich reinbeißt. "Ich liebe Käsekuchen", nuschelt sie. Rund 61 Kilo wiegt sie bei einer Größe von 1,80 Meter. Da kann man sich Kuchen erlauben? "Klar! Ich mach das ja nicht immer. Außerdem bewege ich mich viel."

Nein, Kuchen, Kekse und Gebäck stehen nicht jeden Tag auf der Speisekarte der Azubine. So wichtig ihr die Ausbildung auch ist, so möchte sie doch auch weiter an ihrer Modellkarriere arbeiten. Immerhin hat C & A sie zwei Mal gebucht, und ein weiterer Job steht gerade noch aus. "Das wäre super, wenn das klappen würde." Am allermeisten aber freut sie sich darauf, bald ihre Freundin Alisar wiederzusehen. Zufälligerweise (?) kommt die Gewinnerin der Castingshow am 13. August zu einer Autogrammstunde nach Lahnstein. "Ich krieg ne Gänsehaut, wenn ich daran denke", sagt sie und strahlt übers ganze Gesicht. "Alisar war mein ein und alles!"

Michaela Cetto

Bad Ems Lahnstein
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