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VG Nastätten

Rallye Zorn durchs Blaue Ländchen: Was Zuschauer wissen müssen

Cordula Sailer

Am Samstag, 17. Februar, flitzen sie durchs Blaue Ländchen: die 100 Rennfahrer, die an der diesjährigen Rallye Zorn teilnehmen. Ausgerichtet wird das Rennen vom Motorsportclub Zorn. Es bildet den Saisonauftakt in der Deutschen Amateur-Rallyemeisterschaft 2018 des NAVC (Neuer Automobil- und Verkehrs-Club). Unsere Zeitung beantwortet den Zuschauern die wichtigsten Fragen vorab:

Bei der Rallye Zorn wird die L 335 bei Nastätten schon mal zur Rennstrecke. Wie im Vorjahr wird sich auch diesmal ein Teil des Rennens bei Nastätten und Miehlen abspielen. An welchen Stellen sich Zuschauer tummeln dürfen, gibt der MSC Zorn heute Nachmittag bekannt.  Foto: Archiv/Norbert Schmiedel
Bei der Rallye Zorn wird die L 335 bei Nastätten schon mal zur Rennstrecke. Wie im Vorjahr wird sich auch diesmal ein Teil des Rennens bei Nastätten und Miehlen abspielen. An welchen Stellen sich Zuschauer tummeln dürfen, gibt der MSC Zorn heute Nachmittag bekannt.
Foto: Archiv/Norbert Schmiedel

Die Rennfahrer kommen bereits am Freitag Nachmittag zum Miehlener Bürgerhaus. Was spielt sich dort am Rennvortag ab?

Um 16.30 Uhr beginnen dort Papierabnahme und Technikcheck für die Teilnehmer. Sie müssen Dokumente wie Führerschein und Fahrzeugschein vorlegen sowie einen Versicherungsnachweis. Wichtig ist auch eine Straßenzulassung der Rennautos, da sie von Miehlen aus die einzelnen Wertungsprüfungen der Rallye anfahren. „Nach der Papierabnahme bekommen sie die Startnummern und Aufkleber, erst dann dürfen sie zur technischen Abnahme“, erläutert Jörg Eifler aus dem Vorstandsteam des MSC Zorn. Dort werden die Helme geprüft, und die Teilnehmer müssen ihre feuerhemmenden Rennanzüge vorzeigen. Bei den Autos selbst wird alles gecheckt, „was sicherheitsrelevant ist, um ein Fahrzeug im Wettbewerb zu bewegen“, sagt Eifler. Dazu gehört etwa die Überprüfung des Käfigs, der den Innenraum der Rennautos verstärkt.

Darf man sich die Autos aus der Nähe ansehen?

Die Rennautos stehen auf dem Parkplatz des Miehlener Bürgerhauses als Parc fermé. Dort dürfen Interessierte – auch schon heute – vorbeikommen, um sich die Autos anzusehen.

Wo führt das Rennen am Samstag vorbei?

Am Samstagmorgen wird den Teilnehmern die genaue Rallyestrecke bekannt gegeben. Vormittags führt das Rennen teils durch Niederwallmenach sowie an Bogel und Reitzenhain vorbei. Diese Wertungsprüfung heißt „Milchstraße“ und ist etwa elf Kilometer lang. Sie wird zweimal von den Teilnehmern befahren. Der erste Fahrer soll um 8.45 Uhr am Miehlener Bürgerhaus zum Startpunkt aufbrechen. Der zweite Teil der Rallye verläuft mittags durch Nastätter und Miehlener Gebiet. Start vom Bürgerhaus in Miehlen soll um 13.16 Uhr sein. Diese knapp sechs Kilometer lange Runde wird drei Mal gefahren.

Warum wird die genaue Streckenführung erst am Samstag bekannt gegeben?

Das hat mehrere Gründe: Zum einen soll verhindert werden, dass sich manche Fahrer und Copiloten einen Vorteil verschaffen. „Sonst könnten die hier in unserem Umkreis wohnenden Teams schon mal trainieren“, sagt Jörg Eifler. Zum anderen sollen die Anwohner so vor dem Lärm durch etwaige Testläufe geschützt werden. „Außerdem geht es auch immer um Sicherheit, das hat oberste Priorität bei uns“, sagt Matthias Aulmann, Vorsitzender des MSC Zorn.

Dürfen die Fahrer im Voraus einen Testdurchlauf machen?

Ja, die Fahrer bekommen am Samstagmorgen das Bordbuch. Um 6.45 Uhr dürfen sie zu einer Einführungsrunde aufbrechen. „Dann beginnt der eigentliche Aufschrieb, den Fahrer und Beifahrer gemeinsam machen“, erläutert Matthias Aulmann. Das sind quasi Regieanweisungen, die erstellt werden, damit der Copilot seinen Fahrer während der Rallye gut durch kritische Stellen navigieren kann. „Der Fahrer sagt, wie man am besten fährt, und der Copilot schreibt das mit, damit er später die richtigen Anweisungen gibt“, erläutert Jörg Eifler, wie der Aufschrieb erstellt wird. Aus Zeitgründen darf die Strecke nur einmal abgefahren werden; und auch noch nicht im Renntempo, wie Eifler betont. „Die müssen sich trotz allem an die StVO halten.“

Welche Straßen werden für die Rallye Zorn gesperrt?

Am Samstag, 17. Februar, sind von 8 bis circa 13 Uhr die Verbindungsstrecke zwischen der K 91 und K 90 bei Reitzenhain, die K 90 zwischen Reitzenhain und Niederwallmenach sowie die L 333 zwischen Bogel und Niederwallmenach gesperrt. Von 11.30 Uhr bis etwa 20.30 Uhr sind dann die L 335 zwischen Nastätten und Miehlen ab dem Kreisel an der B 274 (Rheinstraße), die K 80 zwischen Oelsberg und Nastätten sowie die Mühlbachstraße und ein Teil des angrenzenden Parkplatzes gesperrt. Wie die Verbandsgemeindeverwaltung Nastätten unserer Zeitung mitteilt, sind die Umleitungsstrecken für Autofahrer entsprechend ausgeschildert.

Kostet das Rennen für Zuschauer Eintritt?

Nein, der Eintritt ist frei.

Wo werden die offiziellen Zuschauerpunkte sein?

Sowohl für die Wertungsprüfungen im Bereich Niederwallmenach/Bogel/Reitzenhain als auch für die Strecke durch Nastätten und Miehlen wird es jeweils vier Zuschauerpunkte geben. Wo sie sich befinden, gibt der MSC Zorn am Freitag Nachmittag über Flyer sowie um 16 Uhr auf der Internetseite www. rallye-zorn.de bekannt. Da sich Fahrer aus den Punkten die Rennstrecke erschließen könnten, werden sie möglichst lange unter Verschluss gehalten.

Gibt es an den Zuschauerpunkten etwas zu essen und zu trinken?

Ja, an allen Zuschauerplätzen übernehmen ortsansässige Vereine die Bewirtung.

Welche Sicherheitsvorkehrungen werden getroffen?

„Es wird jedes Jahr eine Streckenpostenschulung durchgeführt“, erklärt Jörg Eifler. Dieses Mal fand ein Erste-Hilfe-Kurs mit dem Rallye-Notarzt statt. Im Seminar sei es darum gegangen, wie Streckenposten die Feuerwehr und Sanitäter unterstützen oder auch selbst Menschen aus einer Gefahrenzone retten können.

Was müssen die Zuschauer ihrerseits beachten?

Die Zuschauer können sich in den umzäunten und abgesicherten Zuschauerpunkten aufhalten. Doch jedes Jahr gebe es Zuschauer, die sich auch gern woanders bewegen, so Jörg Eifler. „Aber wenn sie auf der Strecke stehen, wird auch kein Auto gestartet.“ Denn zuerst müsse die Sicherheit für Zuschauer und Rennteilnehmer gewährleistet sein. Daher appelliert der MSC Zorn an die Zuschauer, sich an die Anweisungen der Streckenposten zu halten und „sich nicht dahinzustellen, wo die Sicherheit nicht gegeben ist“.

Gibt es perfekte Witterungsbedingungen für die Rallye?

„Da sagt jeder Fahrer etwas anderes“, meint Matthias Aulmann. Aber eigentlich, glaubt Jörg Eifler, „wollen sie alle ein bisschen Schnee haben – so ein wenig Monte-Gefühl wie bei der Rallye Monte Carlo“. Doch generell würden die Fahrer trockenen Boden bevorzugen. Denn wer etwa im Schlamm unterwegs ist, kann nicht so schnell fahren.

Wer darf zur Siegerehrung kommen?

„Es darf jeder teilnehmen“, betont Aulmann. „Das ist nicht nur für Rallye-Fahrer.“ Stattfinden wird die Ehrung am Samstagabend um 22 Uhr im Bürgerhaus in Miehlen.

Von unserer Redakteurin Cordula Sailer
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