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Nassau

Neuer Pfarrer: Stefan Fischbach herzlich in Nassau empfangen

Voll besetzt war die evangelische Johanniskirche, als dort Stefan Fischbach als neuer Gemeindepfarrer ins Amt eingeführt wurde. Nach siebenmonatiger Vakanz ist die Stelle, zu der auch Winden gehört, damit wieder besetzt.

Das evangelische Gemeindehaus „Haus Beielstein“ war zu klein, um allen Gästen des Empfangs für Stefan Fischbach einen  Sitzplatz zu bieten.
Das evangelische Gemeindehaus „Haus Beielstein“ war zu klein, um allen Gästen des Empfangs für Stefan Fischbach einen Sitzplatz zu bieten.

Den Blick für die Dankbarkeit zu schärfen, dazu rief Dekan Martin Ufer in seiner Einführungsansprache auf, die er unter das Bibelwort stellte: „Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“. Der Dekan wünschte Fischbach, dass die von Abschied und Neubeginn angefüllten auch zu erfüllten Tagen werden. Dabei sei der Neuanfang in Nassau ja fast so etwas wie ein Heimspiel für den gebürtigen Dausenauer Theologen. Seinen Dank richtete Ufer an Kirchenvorstand und die Vakanzvertreter, bevor er Fischbach, assistiert von Kirchenvorstandsvorsitzender Ursula Wiese und den Pfarrern Friedrich Kappesser, Silke Funk und Markus Fehlhaber, für den Dienst an der neuen Wirkungsstätte segnete.

Freuten sich, dass die Nassauer Pfarrstelle mit Stefan Fischbach (3. von links) wieder besetzt ist (von links): Ursula Wiese, Markus Fehlhaber, Friedrich Kappesser, Dekan Martin Ufer und Silke Funk.
Freuten sich, dass die Nassauer Pfarrstelle mit Stefan Fischbach (3. von links) wieder besetzt ist (von links): Ursula Wiese, Markus Fehlhaber, Friedrich Kappesser, Dekan Martin Ufer und Silke Funk.
Foto: KEINE

„Viele Menschen haben mir in den vergangenen Wochen deutlich gemacht, dass ich hier willkommen bin“, berichtete Fischbach in seiner Predigt von ersten Kontakten. Im Gegensatz zu seiner bisherigen Wirkungsstätte in der Oberneiser Rundkirche konnte der 50-Jährige diesmal in eine Richtung schauen, als er seine aktuellen Gedanken zum Kirchenlied „Tut mir auf die schöne Pforte“ mitteilte. Die bezogen sich nicht nur auf den Kirchenraum, in dem Menschen manche Sorgen, Fragen und Ängste loslassen könnten, sondern auch aufs Gemeindeleben und die Flüchtlingssituation. „Ich träume von vielfältigem Leben im Haus Gottes, von Musik, die bis zum Marktplatz dringt und Menschen einlädt“, sagte Fischbach. Eine Horizonterweiterung wie andere Kulturen ihr Christentum leben, habe er in Burgschwalbach mit der Aufnahme von drei Eritreern im Pfarrhaus erlebt. Der „Friede auf Erden“ könne nur von dem kommen, der höher ist als menschliche Vernunft, aber das dürfe Christen nicht davon abhalten, ein schützendes Haus zu bauen und einen Schatten spendenden Baum zu pflanzen, wie es im nächsten Lied hieß.

Zur musikalischen Umrahmung der Einführung hatten der Nassauer Posaunenchor unter Leitung von Petra Wiegand und Organistin Sigrun Köpper gesorgt. Im Anschluss begrüßten zahlreiche Vertreter aus Kirche und Kommunalpolitik den neuen Pfarrer im Gemeindehaus „Beielstein“. „Hätten sie ihren Dienst hier nur wenige Monate später angetreten, wäre es nur ein Pfarrstellen-Wechsel gewesen“, machte der Vorsitzende der Dekanatssynode Nassau, Karl-Werner Köpper auf die bevorstehende Vereinigung der drei Rhein-Lahn-Dekanate aufmerksam. Fischbach hatte er ein Schiffs-Puzzle mitgebracht, das symbolisch für die Gemeindearbeit steht, für die er dem neuen Pfarrer genügend Teamfähigkeit wünschte. „Wir sind neugierig“, brachte Ursula Wiese die Erwartungen der Kirchengemeinde Nassau auf den Punkt.

Auf die verbindenden Glaubenselemente und die in Nassau stark ausgeprägte Ökumene wies der katholische Pfarrer Peter Egenolf hin, und als neuer Nachbarpfarrer der Stiftung Scheuern hieß Markus Fehlhaber den Amtsbruder willkommen. Sein uneingeschränktes Miteinander bot Stadtbürgermeister Armin Wenzel an, der sich als Historiker freute, einen Bauforscher in der historisch bedeutsamen Stadt zu begrüßen. „Wir haben ihnen unseren Besten abgegeben und haben jetzt etwas gut bei ihnen“, meinte der in Oberneisen lebende Landrat Frank Puchtler an die Adresse von Wenzel. Er lobte Fischbachs Bereitschaft, für Flüchtlinge Türen zu öffnen. Außerdem sei der Theologe ein echter Finanzfachmann, wie er mit dem Glockenprojekt in Oberneisen bewiesen habe, was fürs Nassauer Orgelprojekt sicher von Vorteil sei.

Fischbach selbst bewies unter lautem Beifall Ortskenntnis und schlug dem Landrat vor, die Nassauer Kirchengemeinden an den Einnahmen des Blitzers am Ortseingang an der B260 zu beteiligen, wenn schon die beiden Schilder mit den Gottesdienstzeiten dazu beitragen, dass die dortige Kamera oft zum Einsatz komme.

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