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Mittelrhein

Geplanter Hotelbau auf der Loreley: Entwürfe werden erarbeitet

Die führenden Köpfe bei der Nidag AG sind Geschäftsleute, die sich grundsätzlich lieber im Grundbuch als in der Zeitung lesen. So erklärt scherzhaft Nidag-Vorstand Gunther Zeidler im Gespräch mit unserer Zeitung, warum nicht fortlaufend Pressemitteilungen über den geplanten Hotelbau auf dem Loreley-Plateau veröffentlicht werden, den die Nidag seit vielen Jahren entwickelt und damit indirekt auch die Planung des Kultur- und Landschaftsparks ausgelöst hat.

Die Illustration zeigt den Strahlenweg und den Ausstellungsraum mit kristallförmiger Dachkonstruktion. Einige  architektonische Elemente des Parks sollen sich auch im Hotelkomplex wiederfinden. Illustration: Werkteam-Loreley
Die Illustration zeigt den Strahlenweg und den Ausstellungsraum mit kristallförmiger Dachkonstruktion. Einige architektonische Elemente des Parks sollen sich auch im Hotelkomplex wiederfinden. Illustration: Werkteam-Loreley
Foto: Werkteam-Loreley

Tatsache ist laut Zeidler, dass die Nidag auf der Loreley mehr als vier Hektar Grundstücksfläche besitzt und auch bezahlt hat. Auch der städtebauliche Vertrag, den die Projektentwickler mit der Verbandsgemeinde Loreley abgeschlossen haben, bedeutet noch keinerlei Zeitdruck. Denn trotz der vereinbarten Fristen, die mit dem Inkrafttreten des kürzlich veröffentlichten Bebauungsplans beginnen, bleiben insgesamt sieben Jahre Zeit, bevor die ersten Gäste einchecken sollen. „Wir stehen nach wie vor klar zu dem Gesamtprojekt, das wir von Anfang an begleitet haben und auch zu den Hotelplänen“, entgegnet Zeidler einigen Gerüchten, die Nidag habe sich längst von der Loreley verabschiedet.

Arbeitsgruppe überwacht Welterbeverträglichkeit

Voraussichtlich im zweiten Quartal 2018 werde sich erstmals die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Professor Markus Neppl von der Bundesstiftung Baukultur treffen, die darüber wachen soll, dass der Hotelbau welterbeverträglich in die Landschaft eingebunden wird. Dass sich die ersten architektonischen Entwürfe etwas hinauszögen, hat laut Zeidler mehrere Gründe. So habe man zwischenzeitlich viele Ideen mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen gesammelt. Es sei etwa denkbar, dass Hotel und Gastronomie komplett getrennt werden, weil dies für potenzielle Betreiber betriebswirtschaftlich besser darstellbar wäre.

Elemente aus dem Park sollen sich wiederfinden

Hinzu komme, dass sich architektonische Elemente aus dem Kultur- und Landschaftspark auch in dem Hotelkomplex wiederfinden sollen – vielleicht auch „Kristalle“ ähnlich der Dachkonstruktion des Ausstellungsraums. Welche Materialien und Farben dabei ins Spiel kommen, wird aber erst in den kommenden Monaten feststehen. Dennoch hält es Zeidler für realistisch, dass der Arbeitsgruppe im kommenden Jahr zwei Planungsvarianten vorgestellt werden. aj

Städtebaulicher Vertrag

Der Planungsverband Loreley und die Nidag haben im Dezember 2016 einen städtebaulichen Vertrag geschlossen.

Demnach muss die Nidag einen Bauantrag innerhalb von 36 Monaten nach Inkrafttreten des Bebauungsplans stellen. Sobald die Baugenehmigung erteilt wurde, soll das Hotel innerhalb von 48 Monaten bezugsfertig sein.

Andernfalls drohen Vertragsstrafen. Grundsätzlich ist im Vertrag die Rede vom Neubau eines Vier-Sterne-Hotels mit 220 Betten. aj

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