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Lollschied

Drei Nachrücker gefunden: Lollschied hat wieder einen Rat

Ende kommender Woche soll die Ortsgemeinde Lollschied wieder handlungsfähig sein. Dann werden drei neue Ratsmitglieder verpflichtet, die für die Ende Dezember zurückgetretenen Mandatsinhaber nachrücken. Somit sind Neuwahlen ein Jahr vor Ende der regulären Wahlperiode abgewendet.

Im Lollschieder Rathaus tagt am Freitag, 16. März, erstmals seit Rücktritt von fünf Ratsmitgliedern wieder der Ortsgemeinderat. Dann werden drei neue Ratsmitglieder verpflichtet. Bei der Kommunalwahl 2014 erhielten die neuen Mandatsträger nur zwei oder eine Stimme.
Im Lollschieder Rathaus tagt am Freitag, 16. März, erstmals seit Rücktritt von fünf Ratsmitgliedern wieder der Ortsgemeinderat. Dann werden drei neue Ratsmitglieder verpflichtet. Bei der Kommunalwahl 2014 erhielten die neuen Mandatsträger nur zwei oder eine Stimme.
Foto: Bernd-Christoph Matern

In Lollschied hatten fünf der sechs Ratsmitglieder hingeworfen, weil sie eine weitere Zusammenarbeit mit dem Ortsbürgermeister verweigerten. Sie hatten Bernd von der Heydt zuvor zum Rücktritt aufgefordert, was dieser ablehnte.

Wochenlang hatte die Verwaltung Kandidaten angeschrieben, die bei der Wahl zum Gemeinderat 2014 die nächstniedrigere Stimmenzahl erhalten hatten. Mindestens zehn der möglichen Mandatsträger winkten ab. Nun haben sich unter jenen 32, die nur zwei oder eine Stimme erhielten, drei gefunden, die in das Gremium nachrücken: Andrea Lüdde-Neurath, Wolfgang Lüdde-Neurath und Heike Bindhardt. Gemeinsam mit Cornelia Kaibel, die Ende 2017 ihr Mandat zwar niederlegen wollte, es aber dann doch nicht tat, kommt man nun auf vier Ratsmitglieder. Mindestens drei müssen es sein.

In der ersten Ratssitzung seit Ende November werden am Freitag, 16. März, um 19.30 Uhr im Lollschieder Rathaus die neuen Ratsmitglieder verpflichtet. Gleich anschließend stehen Friedhofsangelegenheiten sowie die Beratung über die Instandhaltung eines Vorfluters auf der Tagesordnung des Gremiums, das nun ausschließlich aus Ratsneulingen besteht. Auch Cornelia Kaibel ist noch nicht lange dabei. Sie rückte erst Mitte Januar 2017 für ein Ratsmitglied nach, das zum Jahresende 2016 das Mandat niedergelegt hatte.

Die fünf zurückgetretenen Ratsmitglieder – darunter die beiden Beigeordneten sowie von der Heydts Amtsvorgänger – hatten ihren radikalen Schritt in Lollschied in einem an die Haushalte verteilten Schreiben begründet. Darin wurde dem Ortsbürgermeister vorgeworfen, „über Jahre hinweg Beschlüsse des Rates nicht, zeitverschleppend oder mangelhaft umgesetzt“ zu haben. Zudem habe er „mangelhaft“ mit den Beigeordneten zusammengearbeitet, und ihm fehlten organisatorische Fähigkeiten. Der Ortsbürgermeister wiederum richtete sich ebenfalls in einem Schreiben an die rund 200 Einwohner, ging dabei aber in keiner Weise auf die Vorwürfe der ehemaligen Ratsmitglieder ein, sondern drückte die Hoffnung aus, dass sich die Reihen im Rat wieder füllen. Die nun nachgerückten Mitglieder sind bis 2019 im Amt, denn dann stehen turnusgemäß Kommunalwahlen an. Auch die zweite fünfjährige Amtszeit des Ortsbürgermeisters endet dann. crz

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