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    Bund gibt Zuschüsse für barrierefreie Wohnungen

    Im Rhein-Lahn-Kreis gibt es rund 18 630 Seniorenhaushalte. Das geht aus den neuesten Zensuszahlen hervor. Diese hat das Pestel-Institut in einer regionalen Untersuchung zum Seniorenwohnen jetzt ausgewertet. Demnach lebt mittlerweile in 34 Prozent aller Haushalte im Rhein-Lahn-Kreis mindestens ein Mensch, der 65 Jahre oder älter ist.

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    Foto: DPA

    Der Wohnungsmarkt ist darauf jedoch nicht vorbereitet: "Nur ein geringer Teil der insgesamt rund 62 000 Wohnungen im Rhein-Lahn-Kreis ist überhaupt seniorengerecht", sagt die Vorstandsvorsitzende des Landesverbandes Rheinland-Pfalz im Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), Sonja Steffen. Sie spricht von einem "enormen Nachholbedarf" beim altersgerechten Bauen und Sanieren.

    Sowohl Haus- und Wohnungseigentümer als auch Mieter können hierfür jetzt neben zinsgünstigen Krediten auch Zuschüsse vom Bund bekommen. Die staatliche Förderbank KfW gibt bis zu 5000 Euro pro Wohneinheit dazu, wenn das gesamte Haus oder eine Wohnung vollständig barrierearm umgebaut wird. Auch wer eine altersgerecht sanierte Wohnung kauft, kann das Geld bekommen. Selbst Einzelmaßnahmen unterstützt die KfW: Pro Wohneinheit gibt es einen Zuschuss von bis zu 4000 Euro. Darauf weist das Verbändebündnis Wohnen hin.

    In dem Bündnis haben sich vier Organisationen und Verbände der deutschen Bau- und Immobilienbranche zusammengeschlossen. Dazu gehören neben der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel, die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau und der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen. Das Verbändebündnis Wohnen hat das Pestel-Institut mit der regionalen Untersuchung zum Seniorenwohnen beauftragt.

    Insgesamt stehen bis zum Jahresende bundesweit 10 Millionen Euro für das altersgerechte Bauen und Sanieren zur Verfügung. "Hier gilt der Grundsatz: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst", sagt Pestel-Studienleiter Matthias Günther.

    Eine aktuelle Untersuchung im Auftrag des Bundesbauministeriums hat ergeben, dass rund 15 Prozent der Pflegebedürftigen der Gang ins Heim erspart bleiben könnte, wenn zu Hause die ambulante Pflege in einer altersgerechten Wohnung möglich wäre. "So ein Pflegeplatz im Heim ist teuer. Dabei geht es um Geld, das private Haushalte und öffentliche Kassen sparen könnten", betont Steffen.

    Dabei sei das altersgerechte Bauen und Sanieren keine Sache des Alters: "Junge Menschen können damit schon früh für das Alter vorsorgen. Und jungen Familien kommt eine barrierearme Wohnung spätestens dann entgegen, wenn ein Kinderwagen im Haus ist", erklärt Studienleiter Günther. Die KfW fördert beispielsweise Abstellplätze für Kinderwagen, Fahrräder, Rollstühle oder Rollatoren. Ebenso altersgerechte Kfz-Stellplätze und Überdachungen für den Wetterschutz. Aufzüge, Treppenlifte und Rampen gehören ebenso zum altersgerechten Umbau wie das Verbreitern von Türen, der Abbau von Schwellen und bodengleiche Duschen. Selbst für den Bau von Terrassen, Loggien oder Balkonen und für die Installation einer Gegensprechanlage oder die Optimierung der Beleuchtung kann es eine finanzielle Unterstützung geben.

    Mehr Info zur Förderung des altersgerechten Umbaus gibt es im Internet: www.kfw.de

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