40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RLZ Bad Ems/Lahnstein
  • » Berny Abt ärgert sich über die Freien Wähler
  • Aus unserem Archiv
    Bad Ems

    Berny Abt ärgert sich über die Freien Wähler

    Der Traum von einer Landesgartenschau 2022 in Bad Ems dauerte nur wenige Monate: Mitte des vergangenen Jahres hatte die Freien Wähler Gruppe (FWG) den Vorstoß im Stadtrat gemacht, sich für dieses Großereignis im Jahr 2022 zu bewerben. Doch kürzlich beerdigten sie offiziell ihren Vorschlag. Nun wehrt sich Stadtbürgermeister Berny Abt gegen den unterschwelligen Vorwurf, er habe das Projekt nur halbherzig unterstützt.

    Bad Ems. Wenige Wochen vor dem Bewerbungsschluss (31. März) beerdigten die FWG ihren Vorschlag, dass sich Bad Ems für die Landesgartenschau 2022 bewerben soll. Auch weil Stadtbürgermeister Berny Abt das Projekt nur halbherzig unterstützt habe.

    In ihrer Pressemitteilung hatte die FWG erklärt, dass finanzielle Mittel für eine solche Großveranstaltung fehlten und auch die anderen Rahmenbedingungen in der Kurstadt nicht landesgartenschaugeeignet seien. Der Versuch, die Nachbarstädte Lahnstein und Nassau dafür zu begeistern und in einem Verbund als fremdenverkehrsträchtige Flusslandschaft gemeinsame Sache zu machen, sei fehlgeschlagen. Auch weil, so der Eindruck von FWG-Chef Birk Uttermark, "mit etwas mehr Herzblut in der Verhandlungsführung ein anderes Ergebnis hätte erzielt werden können" - eine klare Spitze gegen den Bad Emser Stadtbürgermeister.

    Der will sich diesen Vorwurf nicht gefallen lassen. "Genau wie wir alle war ich der Überzeugung, dass ein solches Ereignis eine große Chance für Bad Ems und die Region gewesen wäre", sagt Abt. "Entsprechend ambitioniert sind wir auch rangegangen." Schnell habe man dabei jedoch erkennen müssen, dass die zur Verfügung stehenden Flächen in der Kurstadt keinesfalls ausreichend für ein solches Großereignis sind. "Also habe ich die Gespräche mit den Nachbarkommunen Lahnstein und Nassau gesucht."

    Zweieinhalb Stunden habe er gemeinsam mit Josef Oster, dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Ems, und Stadtmarketingchef Reinhard Hoppe bei Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte für die Idee geworben - FWG-Chef Utermark hatte den Termin zuvor abgesagt. "Leider, denn natürlich sollte der Ideengeber auch dabei sein", so Abt. Dessen Werben für eine gemeinsame Bewerbung stieß im Lahnsteiner Rathaus zunächst auf offene Ohren. "Peter Labonte fand die Idee sehr gut." Allerdings stellte sich in einem späteren Beratungsgespräch heraus, dass die Stadt Lahnstein erhebliche Probleme wegen der Entfernung von Bad Ems und Lahnstein sieht. Also fragte Abt beim Nassauer Stadtbürgermeister Armin Wenzel nach. "Der hat diese Idee auch gelobt und direkt in den Stadtrat gebracht", berichtet Berny Abt. "Leider hat der Rat eine gemeinsame Bewerbung aber aus Kostengründen abgelehnt."

    Der Vorwurf in seine Richtung, ohne Herzblut an die Sache rangegangen zu sein, hält Abt für "ein starkes Stück". Schließlich sei der Antrag für eine Bewerbung völlig unausgegoren gewesen, nach dem Motto "macht ihr mal" habe die FWG "wieder einmal" (Abt) auf jegliche Vorarbeit verzichtet. "Dann recherchieren wir wochenlang und machen uns dabei richtig viel Arbeit, und die FWG macht nix." Dies könne er so nicht stehen lassen, schließt der Stadtbürgermeister das Thema Landesgartenschau ab.

    Bad Ems Lahnstein
    Meistgelesene Artikel
    Online regional
    Markus Eschenauer

    Regio-CvD Online

    Markus Eschenauer

    Mail | 02602/160 474

    Anzeige
    Regionalwetter
    Freitag

    11°C - 19°C
    Samstag

    10°C - 19°C
    Sonntag

    8°C - 15°C
    Montag

    10°C - 14°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    epaper-startseite
    Anzeige