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Singhofen/Nastätten

Austausch ganz praktisch: Azubis aus Frankreich lernen in der Region

Bernd-Christoph Matern

Vier junge Auszubildende aus Frankreich haben in Singhofen und Nastätten vier Wochen lang Arbeit und Abläufe im deutschen Kraftfahrzeug-Gewerbe kennen gelernt. Sie hospitierten in drei Autohäusern.

Karl Hans Born vom Volksbildungswerk im Nassauer Land (rechts) mit den französischen Azubis (von links) Théo Leguen, Dorian Gomes (vorn von links), Léo Doreau und Rolland Olwen (2. und 3. von rechts). Deren Lehrer Dominique Maire (links) und Dominique Bernard (2. von links) brachten die angehenden Kraftfahrzeugmechaniker nach Singhofen und holten sie wieder nach Hause.  Foto: Matern
Karl Hans Born vom Volksbildungswerk im Nassauer Land (rechts) mit den französischen Azubis (von links) Théo Leguen, Dorian Gomes (vorn von links), Léo Doreau und Rolland Olwen (2. und 3. von rechts). Deren Lehrer Dominique Maire (links) und Dominique Bernard (2. von links) brachten die angehenden Kraftfahrzeugmechaniker nach Singhofen und holten sie wieder nach Hause.
Foto: Matern

Zu verdanken ist der lehrreiche Austausch einmal mehr dem Leiter des Volksbildungswerkes im Nassauer Land, Karl Hans Born aus Singhofen. Dem liegt nicht nur die Erwachsenenbildung, sondern auch der Austausch junger Handwerker aus Frankreich und Deutschland seit Jahren am Herzen. „Ich bin sehr froh, dass die heimischen Autohäuser wieder mitgemacht und den jungen Leuten die Chance gegeben haben, Einblicke in die deutsche Automobiltechnik zu bekommen.“ Alle vier französischen Gast-Azubis, die während ihres Aufenthalts im Rhein-Lahn-Kreis im Hotel Alte Post in Singhofen übernachteten, sind Schüler einer beruflichen Schule in Guérande am Atlantik, gut 20 Kilometer entfernt von Pontchâteau, der Partnerstadt Nassaus, gut 1000 Kilometer entfernt von Singhofen. Dort streben sie den Abschluss zum technischen „ Baccalauréat“, einer Art Abitur an. Bevor sie ihre dreijährige Ausbildung zum Automechaniker beenden, lernten sie nun noch einmal im Autohaus Gemmer und dem Autohaus Strack in Singhofen sowie im Autohaus Singhof in Nastätten drei deutsche Kfz-Betriebe kennen. Unterstützt wird das Praktikumsprojekt vom europäischen Förderprogramm Erasmus.

Viel Neugier zeigten die Franzosen bereits beim ersten Kontakt an ihren Praktikumsplätzen, als sie etwa Otto Singhof durch den hochmodernen Nastättener Betrieb führte, wo Léo Doreau hospitierte. Susanne Gemmer, die bereits viele französische Praktikanten betreute, überraschte die jungen Gäste und ihren Schützling Rolland Olwen mit einer Probefahrt in einem Elektro-Auto. Auch das Autohaus Strack machte schon zum fünften Mal mit, und André Strack freute sich, dass mit Dorian Gomes und Théo Leguen gleich zwei junge Franzosen in der Werkstatt den „Bleu“ angezogen hatten, um zu lernen, aber auch um das Team zu verstärken. Ersten sprachlichen Barrieren konnte Karl Hans Born noch abhelfen, dann war Improvisationskunst gefragt. Aber die Technikbegeisterung verband die heimischen Fachkräfte und ihre ausländischen Lehrlinge sehr schnell. Ins Nassauer Land und das Blaue Ländchen wurden die Praktikanten zu ihrem lehrhaften Aufenthalt von ihren Lehrern Dominique Bernard und Dominique Maire gebracht und nach dem Auslandspraktikum auch wieder abgeholt.

Von unserem Mitarbeiter Bernd-Christoph Matern

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