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Kirchen

St. Michael Kirchen: "Artisten" klettern auf das Kirchendach

Ein Riss geht durch Bethlehem: Wer die Krippe in der katholischen Pfarrkirche St. Michael in Kirchen besucht, dem fällt die schadhafte Stelle im Mauerwerk ins Auge. Am Gotteshaus muss vieles ausgebessert beziehungsweise erneuert werden. Eigentlich wollte die Kirchengemeinde schon in diesem Jahr mit der Sanierung starten. „Doch wir sind mit den Planungen noch nicht ganz fertig geworden“, sagt Paul Eisel, Vorsitzender des Verwaltungsrats.

Im Juni zog ein Unwetter über Kirchen hinweg, Hagelschauer verursachten damals an der katholischen Pfarrkirche St. Michael in Kirchen erhebliche Schäden. Zumindest ein Teil davon soll bald ausgebessert werden.
Im Juni zog ein Unwetter über Kirchen hinweg, Hagelschauer verursachten damals an der katholischen Pfarrkirche St. Michael in Kirchen erhebliche Schäden. Zumindest ein Teil davon soll bald ausgebessert werden.
Foto: Archivbild/Markus Döring

Es gab einen Architektenwechsel: Norbert Sonntag hat mit seinem Architekturbüro in Siegen die Planungen übernommen. Der bisherige Planer ist Ende des Jahres in Rente gegangen. Sonntag bringt ebenfalls reichlich Erfahrung mit und zeichnet auch für das laufende Sanierungsprojekt der katholischen Kirche in Betzdorf verantwortlich. Der neue Planer habe, so Eisel, inzwischen alle anstehenden Arbeiten in Art und Umfang zusammengestellt, sodass auf dieser Grundlage die Ausschreibungen vorgenommen werden könnten. „Sie sind angelaufen“, berichtet Eisel und fügt hinzu: „und jetzt liegen wir wieder voll im Plan.“ Dieser Plan sieht nun vor, dass mit der Sanierung im Frühjahr 2019 begonnen werden soll.

Foto: Archivbild/Markus Döring

Allerdings werden die Kirchener bald schon erste Arbeiten auf dem Kirchendach von St. Michael beobachten können. Im Juni ist Kirchen und somit auch das Gotteshaus von einem kurzen, aber heftigen Unwetter heimgesucht worden. Der schwere Hagelschauer hatte Folgen: Die ermittelten Schäden belaufen sich auf über 400.000 Euro. An drei Stellen auf dem Kirchendach müssen so bald wie möglich Ausbesserungsarbeiten vorgenommen werden, da Wasser in die Kirche eindringt.

Ein Riss in der Mauer über dem Stern und dem Stall von Bethlehem weist auf den Sanierungsbedarf des Gotteshauses hin. Foto: Markus Döring
Ein Riss in der Mauer über dem Stern und dem Stall von Bethlehem weist auf den Sanierungsbedarf des Gotteshauses hin.
Foto: Markus Döring

Architekt Sonntag habe sich schon auf die Suche nach einer passenden Dachdeckerfirma gemacht, berichtet Eisel. Da kein Gerüst gestellt wird, brauche man für diese Arbeit „Dachdecker-Artisten“, die angeseilt in luftiger Höhe arbeiten. Sie müssen zudem auch schiefern können. Anfang der Woche trafen sich Eisel und Pastor Helmut Mohr in großer Runde, unter anderem mit dem Architekten Sonntag und Robert Mitchell vom Bistum Trier sowie Vertretern der Versicherung. Besprochen wurde ein Schadensgutachten der Pfarrei. Klar sei, dass die Versicherung, so Eisel, nicht die komplette Schadenssumme übernehmen werde. Wie viel gezahlt wird, will die Versicherung bis März mitteilen. Unter Umständen werde sie noch eigene Fachleute schicken, um die Hagelschäden zu begutachten.

Behoben werden vorerst nur die „richtig massiven“ Schäden an den erwähnten drei Stellen auf dem Dach. Die komplette Reparatur soll bewusst hinausgezögert und mit der eigentlichen Sanierung ab dem Frühjahr 2019 verbunden werden. Eisel sieht in der Verzögerung kein Problem: „Das Dach ist eh kaputt, kaputter geht es nicht mehr.“ Die Pfarrei möchte in Absprache mit der Versicherung so Geld sparen. Denn bei dieser Vorgehensweise muss nur einmal ein Gerüst aufgebaut werden. Bei den Kosten für die Sanierung im ersten Bauabschnitt geht Eisel aktuell von einer Million Euro aus. Der Anteil der Pfarrei beläuft sich auf 400.000 Euro. Den Rest trägt das Bistum. Neben dem Dach werden der Dachreiter und die Fenster erneuert. Außerdem wird das Mauerwerk neu ausgefugt. Hier werden bald Probebohrungen vorgenommen. Der Förderverein informiert in einer neuen Broschüre über das Projekt und bittet um weitere Spenden.

Von unserer Mitarbeiterin Claudia Geimer

Altenkirchen Betzdorf
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