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Steinebach

Sensation in Steinebach: Edle Tropfen im Wald 300 Jahre lang konserviert

Joachim Weger

Mit einer faustdicken historischen Überraschung begann das neue Jahr für den Förderverein des Besucherbergwerks „Grube Bindweide“: Während der rund zweistündigen Neujahrswanderung des Fördervereins stießen die gut 50 Bergbau- und Heimatfreunde am Montag völlig „überraschend“ auf eine Sensation ersten Ranges, und zwar auf hochprozentige Überbleibsel aus dem Dreißigjährigen Krieg.

Der Steinebacher Bergwerks-Förderverein hatte zur Neujahrswanderung mit „unverhofften“ Entdeckungen eingeladen.  Foto: Joachim Weger
Der Steinebacher Bergwerks-Förderverein hatte zur Neujahrswanderung mit „unverhofften“ Entdeckungen eingeladen.
Foto: Joachim Weger

So erklärte jedenfalls Fördervereins-Geschäftsführer Konrad Schwan (Kausen) den jüngsten Fund von drei Schnapsampullen, gerade mal einen Steinwurf vom sogenannten Schwedengraben zwischen Malberg, Steinebach und Gebhardshain entfernt. „Unter einem umgestürzten Baum fanden wir jetzt Ölzeug schwedischer Herkunft, dessen Hülle die edlen Tropfen im Wald 300 Jahre lang konserviert hat“, fügte Konrad Schwan mit einem Augenzwinkern hinzu.

Die wenigen Zweifler in der Neujahrs-Wandergruppe durften sich sogar anhand des schwedischen Etiketts von der Echtheit des „Gustav-Adolf-Trunks“ überzeugen.

Wie dem auch sei – ungeachtet der feindseligen Ereignisse zwischen 1618 und 1648 – regte der Genuss der edlen historischen Tropfen das friedliche Miteinander aller Beteiligten mit Blick auf das Vereinsjahr 2018 an.

Beim Ausschenken des „Gustav-Adolf-Trunks“ unter freiem Himmel halfen Sabine Schwan und Annemie Pauli bereitwillig mit, wobei sich schließlich die historischen „Fakten“ als reine Nebensache erwiesen. Bei der abschließenden Einkehr im Steinebacher Westerwaldmuseum bestand auf jeden Fall noch genug Gelegenheit, um der angeblichen Sensation auf den Grund zu gehen. Wegen aktueller Sturmwarnungen gestaltete sich diesmal übrigens die etwa fünf Kilometer lange Neujahrstour als reine „Teerwanderung“, weit abseits legendärer Wald- und Bergmannspfade und damit auch fern der „Fundstelle“ am Schwedengraben. „Wenn wir mal auf Wanderschaft gehen, gehören Überraschungen immer dazu“, klärte Konrad Schwan vor allem die vielen auswärtigen Teilnehmer auf, die sogar aus dem Sieg-, Heller- und Daadetal zum geselligen Neujahrswandern ins Gebhardshainer Land gezogen waren.

Von unserem Mitarbeiter Joachim Weger

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