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    GrünebachSeifenkistenrennen: Heiße Jungs auf rollender Sauna

    Jede menge Spaß, rasante Rennen und originelle Fahrzeuge gab es beim Seifenkistenrennen in Grünebach.

    „Die heißen Jungs vom MGV“ Grünebach gehen mit rollender Sauna auf die Rennpiste: Markus Lück in gefüllter Zinkwanne, Heinz Lück unter laufender Dusche, Rupert Heukäufer am Lenker – die sauberen Herren brauchen über zwei Minuten vom Start bis zum Ziel.

    Die „Rennmäuse“ sind schön und schnell: Iris Scherer&Schwester Tatjana Schmitt in Mäusekostümen im Riesenkäse sitzend, erreichen das Ziel in 31,47 Sekunden.

    „Wo bleiben sie denn?“, rätselt Streckensprecher Stephan Euteneuer nach dem Start von Team Siegtal „The Rolling Stubies“, das im Tal lange nicht in Sicht kommt. „Unser Programm verzögert sich um mehrere Stunden – die stellen einen neuen Rekord auf unserer Bahn auf“, frotzelt er, doch nach gut vier Minuten trudelt auch der rollende Biergarten ins Ziel: Thomas Euteneuer&Mitstreiter (Herdorf) haben unterwegs Stubies ans Publikum verteilt – und noch mehr selbst geleert.

    Das 10. Seifenkistenrennen des Motorclubs Grünebach hat am Samstag 700 Zuschauern riesig Spaß gemacht. MC-Vorsitzender Klaus Meyer ist hoch zufrieden mit der Resonanz. Erst traten beim Kinderrennen zehn Teams und Einzelfahrer an. Piste ist die Talstraße, die Kinderstrecke 160 Meter lang (Erwachsenen-Strecke 222 Meter). Die Zeit wird mit Funkelektronik-Lichtschranke auf 1000stel Sekunden genau gemessen.

    Jeder Fahrer hat zwei Durchgänge, von denen der beste gewertet wird. Oft starten Geschwisterteams, aus Grünebach zum Beispiel Franziska&Jessica Heukäufer als Prinzessinnen kostümiert in der „Prinzessin Elsa Kiste“ sowie Luna&Max Hain im FC Bayern-Haus, das Tor von Max mit Ritterschild bewacht.

    Doch treten Geschwister auch als Konkurrenten an. So wie aus Grünebach Shenil Köhler im RTW als Notärztin und Marc Köhler als „Amerikanische Polizei“. Jüngstes Team: die Brüder Paul (5) & Theo Scherer (4, Herkersdorf) im schwarzen Porsche.

    Gemeinsam fahren auch Sohn und Papa: Marcel (9) & Markus Weller (48, Sassenroth) von den Fußballkids – mit Abstecher in die Heuballen. Ihre Kiste hat Norbert Schmitt (90) mitgebaut, Grünebachs ältester Bürger und anfeuernder Zuschauer. Sieger wird David Köhler (6, Sassenroth) als Starwars-Pilot Obi Wan Kenobi im „Millennium Falken“ mit 21,39 Sekunden – vor zwei Jahren mit Bobbycar auf der Piste, wollte er „was Schnelleres“.

    Pokale und Kindersekt zum Bespritzen gibt’s auch fürs zweitschnellste Team Mia Latsch&Ronja Heidrich aus Herdorf im „Pinky Winky Car“ (erster Durchgang 22,08 Sekunden, den zweiten überlebte die Kiste nicht) und Drittschnellsten Marc Köhler (27 Sekunden). Euteneuer lobt alle jungen Fahrer: „Ihr ward superklasse! In Grünebach gibt’s keine Verlierer – nur Gewinner!“ Alle Kinder bekommen Medaillen und Sachpreise.

    In der Erwachsenen-Klasse gehen 17 Teams und Einzelfahrer an den Start. „Wer Angst hat und bremst, verliert“, sagt Euteneuer die Wacht an. Es winken der August-Ommerborn-Wanderpokal für den Schnellsten, Pokale für 1. bis 3. Platz, Sachpreise bis 12. Platz sowie Pokale für die vier schönsten Seifenkisten.

    Sebastian Pauschert, der beim MC Grünebach alles macht – Musik als DJ, Sandkasten und Seifenkisten bauen – bremst als BTV Racing erst vor der Sandgrube und so stark, dass ein Rad Plattfuß kriegt, doch er hat Ersatz parat. Felix Scharr (MSF Kirchen) brettert ungebremst in die Auffanggrube und gegen die Absperrung – er überschlägt sich. Markus&Armin Weller von den Fußballkids überschlagen sich auf der Piste – gut, dass das DRK Betzdorf zum 10. Mal parat steht und ihre Schürfwunden versorgt.

    Rennteam Jochen Stinner&Felix Köhler von der Feuerwehr Grünebach sieht sein Motto „Keine Zeit, deshalb schnell“ entspannt und nebelt in Ruhe (26,20 Sekunden) das Publikum mit rotem Rauch ein.

    Die Prinzengarde der KG Herdorf schickt Patrick Lorch ins Rennen (27,13 Sekunden) sowie Prinz Peter Beel persönlich (28,19 Sekunden) – Nadda Jöh!

    Und wie seit dem 1. Seifenkistenrennen 1996 gibt’s wie stets ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen: der ewige Zweikampf zwischen Titelverteidiger Jochen Schmitt und dem ewig Zweiten, Cousin Klaus Schmitt. „Schmittefritz“ Klaus, der nur ein Mal Sieger wurde mit seinem Marienkäfer (2013), startet in neuer Mottokiste „Wild Horse“ – und legt im Zebrakostüm die Bestzeit vor: 24,32 Sekunden. Die kann Jochen Schmitt im roten Flitzer zunächst mit 24,45 Sekunden nicht übertreffen, sieht beim zweiten Durchgang angespannt aus – und siegt mit 24,08 Sekunden! Denn Klaus Schmitt hat sich im ersten Lauf ein Rad krumm gefahren und eiert nun mit 25,47 Sekunden auf den 2. Platz, Dritter wird Werksfahrer Christopher Boes von Thomas Magnete Herdorf (24,42 Sekunden). „Zebras taugen auch nix“, will sich Klaus Schmitt bis zum 11. Seifenkistenrennen noch eine tierische Idee einfallen lassen: „Gebhard oder so…“.

    Die schönsten Seifenkisten wählte MC-Juror Jürgen Berdel mit geübtem Fotografen-Auge aus: 1. Platz „Die heißen Jungs vom MGV“, 2. Platz das „Batmobil“ von Christian Brado & Dennis Schmitt, 3. Platz die „Rennmäuse“ und 4. Patz „The Rolling Stubies“. Beim Aufbau hatten 30 Helfer angepackt, 30 Meter Zaun, 30 wassergefüllte Pistenabsperrer und 50 Heuballen aufgestellt sowie 10 Kubikmeter Sand zum Auffangen ans Ende der Rennstrecke geschaufelt. Beim Rennen waren 25 Helfer im Einsatz. Die Rennleitung hatten Klaus Meyer, Matthias Latsch und Ortsbürgermeister Mike Pfeifer.Als Racing-Team zogen Altbürgermeister Siegfried Eicher und Rupert Heukäufer mit Treckern sowie Nils Bender (13) mit Aufsitzmäher die Seifenkisten nach erstem Renn-Durchgang hoch zum Start. Bereitschaftsdienst machten vier Helfer des DRK Betzdorf und versorgten Schürfwunden sowie zwei Personen mit Schnittwunden, die zum Nähen ins Krankenhaus gebracht wurden. Nach dem Rennen sorgten die DJs Roger Kötting, Rüdiger Hain und Sebastian Pauschert für Partystimmung. Eva-Maria Stettner

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