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Kirchen

Märchenhafte Klänge von Tuba und Horn

Claudia Geimer

Seine Biografie lese sich wie ein Krimi, sagt Michael Nassauer über Richard Wagner. Selbst die Uraufführung der Oper Lohengrin konnte er nicht dirigieren, weil er wieder vor Gläubigern auf der Flucht gewesen sei. Die Aufgabe übernahm stattdessen sein späterer Schwiegervater Franz Liszt.

Hornisten und Tubisten der Philharmonie Südwestfalen und des Gürzenichorchesters aus Köln traten gemeinsam in der evangelischen Lutherkirche in Kirchen auf.  Foto: Claudia Geimer
Hornisten und Tubisten der Philharmonie Südwestfalen und des Gürzenichorchesters aus Köln traten gemeinsam in der evangelischen Lutherkirche in Kirchen auf.
Foto: Claudia Geimer

Es macht Spaß, Michael Nassauer, dem künstlerischen Leiter der Musikgemeinde Betzdorf/Kirchen, zuzuhören, wenn er zu den einzelnen Vorträgen Hintergrundinformationen liefert. Beim Konzert am Sonntag war er nicht nur Moderator, sondern auch Musiker. Gemeinsam mit seinen Hornistenkollegen der Philharmonie Südwestfalen und den Hornbläsern des Gürzenich-orchesters aus Köln, trat er in der evangelischen Lutherkirche in Kirchen auf.

Bei diesem Kammerkonzert kam eben auch ein Auszug aus dem erwähnten Lohengrin von Wagner zu Gehör, eine „Fantasie mit den schönsten Melodien“, so Nassauer, darunter das Brautlied „Treulich geführt“ und der dramatische Satz: „Nie sollst du mich befragen“.

Wagner, erzählt der Intendant der Philharmonie, hat auch die nach ihm benannten Wagnertuben für den Ring konzipiert. Er wollte damit die Lücke zwischen Posaunen und Horn schließen. Die vier Wagnertubisten im Konzert spielten die „Sonata Pian e Forte“ von Giovanni Gabrieli und „Andante Des-Dur“ von Anton Bruckner – „Ausdauer nötig“, habe der Arrangeur bei diesem Stück notiert, so Nassauer. Von dem zeitgenössischen Komponisten Alexander Reuber erklangen die Werke „Intrada“ und „Gjallarhorn“. Der Sauerländer hat auch den Marsch „Gruß aus Betzdorf“ geschrieben. Märchenhaft verabschiedeten sich die Musiker in die Pause und zwar mit der Oper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck.

Sie beinhaltet auch Volkslieder wie „Abends wenn ich schlafen geh“ und „Ein Männlein steht im Walde.“ Die Musiker stellten mit Werken aus Jahrhunderten der Klassik und Moderne, wie Gioachino Rossini, Kerry Turner und James Horner, die Vielfalt von Horn und Tuba vor. Robert Schumann adelte diese Instrumente einst als „Seele des Orchesters“.

Von unserer Mitarbeiterin Claudia Geimer
Altenkirchen Betzdorf
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